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Schlau

Böse Mutter … dicke Tochter?

Diese Formel wäre ein bisschen sehr einfach!
Wenn alle Töchter mit einer schwierigen Mutter Kleidergröße 46 trügen, dann müsste H&M gewaltig umdenken. Es lohnt sich aber, im Zusammenhang mit unserer Kleidergröße über die Verletzungen nachzudenken, die seit Kindertagen in uns schlummern.
Die Schweizer Diplom – Psychologin und Autorin Catherine Herriger tut das seit vielen Jahren. Als ich sie kennen lernte ging ihr Buch von der bösen Mutter gerade durch die Decke und bis heute hat das Thema nichts von seiner Wichtigkeit verloren.
Denn, welche innere Stimme ist es, die spricht wenn wir die Chipstüte leer mampfen?
Sind unsere Speckröllchen vielleicht der Stoßdämpfer, den wir angefuttert haben, damit es nicht so weh tut wenn wir uns geschubst fühlen?
Sagt unser Unterbewusstsein vielleicht „Iss dich moppelig, dann musst du dich wenigstens nicht über die Kerle ärgern“ ?
Hören wir einfach zu, was Catherine Herriger dazu zu sagen hat. Catherine und ich hatten ein langes Telefonat und dann habe ich ihr Fragen geschickt. Lest hier ihre Antworten.

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MG:
Eines deiner vielen Bücher heißt „Die böse Mutter“. Darin schreibst du über über fatale Mutter-Tochter Bindungen, die der Grund sind, wenn Töchter sich mit Kleidergrößen herumplagen, die sie unglücklich machen. Das Buch ist bereits 1988 erschienen und aktueller denn je, denn noch nie wurde uns Frauen so stark abverlangt, rank und schlank und elfengleich durchs Leben zu schweben, wie heute!
CH:
Du hast Recht, liebe Martina. Gutes, da schlankes Aussehen gehört inzwischen in einen unsinnig gesteigerten weiblichen Leistungsnachweis. Ist Frau nicht schlank, gelangt sie schon dadurch leicht in eine Verliererposition.
MG:
Ich finde es wunderbar und mutig, dass du dein Buch „Die böse Mutter“ genannt hast. Offiziell gibt es ja nur herzenswarme, wohltätige Mütter. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus, oder?
CH:
Ja, Titel und Inhalt sorgten in den ersten Jahren für mehr als einen Skandal… Mutterschaft galt und gilt nun mal als Heilige Kuh. Wobei ich betonen möchte, dass viele Mütter es sehr wohl ‚lieb und gut‘ meinen, und es trotzdem für die Tochter böse Folgen haben kann. Der sattsam bekannte Ausspruch: „Kind, ich will ja nur dein Bestes“, beinhaltet häufig, dass das, was die Mama als Bestes einstuft, auf die tatsächliche Bedürfnisse und Anliegen der Tochter keinesfalls zutrifft, sogar lebenslangen Schaden anrichten kann. Dann kann aus einer lieben Mutter unfreiwillig eine böse werden.
MG:
Glaubst du, dass Müttern bewusst ist, was sie anrichten wenn sie an ihren Töchtern herumkritisieren bis kein Fünkchen Selbstbewusstsein mehr da ist?
CH:
Nein, außer du sprichst gezielte mütterliche Bösartigkeit an. Die gibt es leider sehr wohl, sei es nun aus Neid und /oder Eifersucht. Im Allgemeinen aber möchten gut meinende Mütter eine Replik ihrer selbst in ihrer Tochter sehen. Aber bitte bitte ohne die selbst erlebten, dazugehörigen Defizite. Die Erziehung der Tochter mutet dann an wie ein ehrgeiziges Projekt und soll -zu Ehren der sich entsprechend anstrengenden Mutter- einwandfrei und erfolgreich vorzeigbar sein.
MG:
Nun kann man sicher nicht ableiten, dass alle molligen Frauen böse Mütter hatten und die dünnen in grenzenloser Liebe aufgewachsen sind. Seelischer Schmerz und fehlende Selbstliebe zeigen sich nicht nur in der Kleidergröße, oder?
CH:
Das wäre ein Trugschluss, ja. In meinem Sachbuch beschreibe ich esssüchtige Töchter, die längst über das Stadium von ’nur mollig‘ hinaus sind. Also wegen ihres hohen Gewichts buchstäblich verunstaltete Frauen, die keine Ahnung haben, was ihre körperlichen und seelischen Bedürfnisse sind. Frauen, denen eine grundlegende emotionale Autonomie fehlt, weil in der Kindheit ihre Mütter alles bestimmten und kontrollierten – bis hin zum Essverhalten. Anders formuliert: Mama wusste immer besser, wann die Tochter Hunger haben sollte und wann nicht. Und wie sie sich kleiden und verhalten sollte … Logischerweise wirkte sich das auch psychisch aus. Es blieb der heranwachsenden Tochter kein Raum für ein gesund wachsendes Selbstvertrauen, für Eigenständigkeit und Abgrenzung. So wird sie zu einer von der eigenen Mutter kastrierten Frau.
MG:
Heißt das in der Kurzfassung, dass es das fatale Verhältnis zu unseren Müttern ist, dass uns scheitern läßt, wenn wir uns aufmachen schöner, schlanker oder auch nur selbstfürsorgender zu werden?
CH:
In den meisten Fällen ja. Denn die Mutter ist in den frühen Kindheitsjahren die für eine Tochter vorbildmäßig prägende Bezugsperson. Sie oder eine andere weibliche Instanz. Sollte nun eine Tochter durch eine Autonomie raubende Erziehung zu einem Klon der Mutter werden und diesen Zustand später auch nie hinterfragen, dann wird es ihr unmöglich sein, zu erkennen, was echte und von Eigenverantwortlichkeit geprägte Lebensqualität ist. Logischerweise wird sich das auch auf ihre Beziehungen auswirken, ohne dass sie der Ursache auf den Grund kommt – oder kommen will.
MG:
Müssen Töchter alles als „gut gemeint“ und „…Sie hat nicht anders gekonnt“ abbuchen oder rätst du zu Gegenwehr?CH:
Gegenwehr ja – wenn du damit meinst, dass kastrierte Töchter sich vorerst ganz gezielt an die Wurzeln ihrer weiblichen Verunsicherung heran arbeiten müssen, um den Mut aufzubringen, sich konsequent gegen das selbstdestruktive Bild aufzulehnen. Das Bild, das ihre Mütter   -ob nun absichtlich oder nicht-  in sie hineinprojiziert haben. Kurz: sich endlich etlicher und zunehmend abgrenzender Auseinandersetzungen mit der Mutter zu stellen. Mit dieser offenen Art der Gegenwehr, der klaren Konfrontation kann, wenn auch spät, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und damit endlich Autonomie wachsen. Und so kann eventuell auch eine bessere Beziehung zu der Mutter entstehen. Zwei erwachsene Frauen, aber jetzt auf Augenhöhe. Vorausgesetzt natürlich, dass die Mutter einsichtig ist … und das Ganze nicht nur als Machteinbusse erlebt.
MG:
Ich war auch ein Kind, das nie gelobt wurde und egal wie ich mich auch anzog, bewegte, meine Haare trug … es gab immer etwas daran auszusetzen. Diese beißende Kritik hallt bis heute in mir. Was können wir Töchter tun solche „Stimmen“ abzustellen?
CH:
Für diese Fälle schlage ich eine katharsische Mentalübung vor: Frau setzt sich vor einen grossen Spiegel und spricht mit sich selber. Und zwar so, als wäre sie die nörgelnde, alles bemängelnde Mutter. Dann antwortet das Spiegelbild (die Tochter) und nimmt Stellung zu all den Vorwürfen/Anschuldigungen/Kritik. Dabei soll auch an der Körpersprache gefeilt werden. Wut darf als Wut daherkommen, sich zeigen. So auch Trauer und Schmerz. Mehrfach wiederholen, bis alles in dieser Übung auf den Tisch kommt. Kann durchaus auch als „Training“ dienen für geplante Konfrontation mit der Mutter …
MG:
Im Blog schreiben die Raumseelen sehr offen und schon mehrfach haben hier Frauen berichtet, wie verletzt sie sich  -bis heute- durch ihre Mütter fühlen. An der Reaktion, der anderen wurde mir deutlich wie wichtig das Thema für viele ist. Was rätst du? Immer offen darüber sprechen? Mit Freunden? Auch in der Familie?

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CH:
Seelenschmerz, wie auch immer, braucht Austausch. Denn Einsamkeit ist schlimm bzw. das Gefühl, man sei ganz alleine mit seinem Problem. Durch einen ehrlichen Austausch kann sich Mut, Stärke und Initiative vermitteln.
MG:
Glaubst du, dass „böse Mütter“ besonders in solchen Jahrgängen zu finden sind, die im Krieg selbst Kinder waren und ihre seelsichen Verletzungen und Ängste an die Töchter weiter gegeben haben?
CH:
Nein. Meiner langjährigen Praxiserfahrung nach sind innere weibliche Defizite nicht durch Kriegsjahre oder Hungersnöte bedingt. Also auch nicht deren Weitergabe. Defizitäre, narzisstisch besetzte Mütter erziehen in der Regel defizitäre Töchter. Leider. Aber jede Tochter hat, wie alle Menschen, irgendwann mal die Möglichkeit, besagte Defizite zu erkennen und in eigener Verantwortung an ihnen zu arbeiten.
MG:
Wie stehst du zum Thema Vergebung aus psychologischer Sicht?
CH:
Vieles an Schmerz und Kränkung kann nicht einfach vergeben werden. Denn es bleibt ja auch im Gedächtnis haften und taucht bei gewissen Anlässen/Begegnungen wieder auf. Was jedoch erreicht bzw. erarbeitet werden muss, ist der psychische Zustand der Versöhnung. Damit meine ich, dass akzeptiert wird, was geschehen ist, samt dem Wissen, dass nichts mehr rückgängig gemacht werden noch korrigiert werden kann. Und dass es nun darauf ankommt, eine noch so schmerzhafte Vergangenheit als einen Teil des eigenen Weges, des eigenen Werdegangs zu integrieren. So können kraftvolle Energien endlich freigesetzt werden.
MG:
Und wenn alles versucht und gesagt ist … kann ein Loslösen von der Mutter ein Ausweg sein um die eigene Seele zu retten?
CH:
Aber ja. Blutsbande sind kein Fluch – und verdammen niemanden zu ständigem Schmerz und Demütigung. Wenn eine Beziehung nur Schaden bewirkt, sollte sie gelöst werden. Selbst die zu den eigenen Eltern, so schlimm das tönt. Denn jeder Mensch lebt in erster Linie sein eigenes Leben und hat somit Anspruch auf sein ganz persönliches Glück.mutter-cover-boese-mutter

Das E-Book  „Die böse Mutter – warum viele Frauen dick werden und bleiben“  ist hier erhältlich!
Mehr Informationen über Catherine Herriger und ihre anderen Bücher gibt es hier!

Und egal wie unsere Kindheit war. Klar ist, dass WIR entscheiden wie schön wir sind. Wir ganz allein!
Und in unsere Kleidergröße lassen wir uns auch nicht länger rein reden.
Schluss mit: „Keiner liebt mich. Wieso ich?“
Der Satz muss nur neu gerüttelt werden, dann heißt er: „Keiner liebt mich so wie ich!“
Und das ist doch ein wunderbares Motto für das was wir vorhaben, oder?

Portrait Catherine Herriger: Copyright by hup

By Martina Goernemann, 10. Januar 2017
  • 67
67 Comments
  • Anka
    10. Januar 2017

    Guten Morgen liebe Raumseelen,

    eigentlich wollte ich mich aus diesem ganzen Themenkomplex „Abnehmen“ heraushalten, denn schon lange geht mir dieser blinde Jahres-Anfangs-Aktionismus, der wahlweise nach wenigen Tagen oder erst einigen Wochen schon wieder ins Leere läuft, gehörig auf den Zeiger. Discounter verkaufen Fitnessgeräte, Fitness-Studios bewerben Mitgliedschaften, Weight Watchers meldet sich auch mal wieder und die Frauenzeitschriften hauen einem die mehr oder weniger kruden „Diäten“ um die Ohren. Ich verweigere mich. Nicht, weil ich es nicht nötig hätte. Ich habe sehr wohl zuviel Pfunde auf den Rippen. Aber weil die Ursachen für Übergewicht und die geeigneten Maßnahmen dagegen so unterschiedlich sind wie die Menschen selber. Und weil jahreszeitliche Verkaufsmaßnahmen kein echtes Konzept für eine Lebensumstellung darstellen. In wenigen Tagen beginnt nämlich der gleiche Discounter, die Schoko-Hasen in die Regale zu stellen…

    Was mir jetzt allerdings die Hutschnur hochtreibt, ist diese Vermarktung fragwürdigen Psycho-Gefasels. Ja, ich weiß, die Dame hat studiert und NATÜRLICH hat sie wissenschaftlichen Hintergrund. Das haben die tausende anderen Studien zum Thema Übergewicht auch. Und fragt man 10 Experten bekommt man – sprichwörtlich – 11 Meinungen. Die Ursachen sind genauso mannigfaltig, wie die Anzahl jener Studien.

    Jedoch, den „bösen“ Müttern als quasi Allzweck-Ursachen-Waffe die gesamte Schuld für das Übergewicht JEDER Tochter anzukreiden ist unsachlich. Ich bestreite nicht, daß es solche Verursacher-Zusammenhänge gibt. Aber hier wird zu sehr verallgemeinert und ich kann dem nur widersprechen. Zwei Beispiele dazu möchte ich – wenn natürlich nur grob vereinfacht – nennen:

    Person 1
    Hatte eine echt schlimme Mutter, die ihr Kind psychisch schlecht behandelt hat. Die Person war aber schon als Kind so spindeldürr, daß die Ärzte alles versuchen mußten, sie aufzupäppeln. Und heute ist sie eine – glücklicherweise – gesunde, aber immer noch schlanke Person. Ob das Untergewicht eine physische Ursache hatte oder doch der psychischen Situation kann man heute nur schwerlich beurteilen. Fakt ist: nicht nur Dicke haben schlechte Mütter.

    Person 2
    Hatte eine liebevolle, wenn auch sicherlich nicht fehlerfreie Mutter. Aber perfekt ist bekanntlich niemand. Das Kind war völlig normalgewichtig, aber ein etwas komplizierter Esser. Mochte dieses nicht, mochte jenes nicht. Was definitiv nicht daheim vorgelebt wurde. Es wurde gerne und gut gegessen, aber Völlerei und Maßlosigkeit waren unbekannt in diesem Haushalt. Jenes Kind hörte als Erwachsene auf, Sport zu treiben, paßte aber nicht sein Essverhalten an. Also wurde es übergewichtig. Bis heute ist das Kind ein Genießer-Esser, das leider zuwenig Sport treibt. Das Verhältnis zur Mutter ist weiterhin liebevoll und echte Defizite sind nicht zu erkennen.

    Ach ja, Person 2 bin übrigens ich.

    Liebe Martina, ich schätze deinen Blog, deine Einrichtungstipps, den Austausch hier und durchaus auch deine häufigen Ermahnungen, auf sich selbst zu achten. Aber diese „Expertin“ mit ihren viel zu verallgemeinernden Thesen hätte man sich echt sparen können.

    Liebe Grüße
    Anka

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Ich bin sicher, dass dieses Interview heute zu heftigen Diskussionen führen wird. Das soll auch so sein. Ich selbst kann sehr wohl sagen, dass viele Erlebnisse mit meiner Mutter dazu führten, dass ich bis heute mit meinem Aussehen hadere. Lasst uns lebhaft diskutieren, liebe Anka und liebe Raumseelen … das verbraucht auch Kalorien. Herzlich! Martina

    • Sonja
      10. Januar 2017

      Liebe Anka, danke fuer diesen Beitrag. Viele Menschen haben Defizite in Ihrer Persönlichkeit, die sie mit sich herumtragen. Aber jeder Mensch ist auch selbst fuer sich, seine Zufriedenheit, ein freibestimmtes, erfülltes Leben verantwortlich. Ich habe nicht das Recht, andere Menschen fuer mein Wohlbefinden verantwortlich zu machen. Vielleicht haben auch die Eltern Ihr Päckchen zu tragen. Auch ich finde die verallgemeinernden Thesen zu einseitig.

      Viele Gruesse
      Sonja

    • vonKarin
      10. Januar 2017

      Hallo Anka, Danke!!
      Deine „Person 2“ – das bin ich auch.
      Und obwohl etwas moppelig, habe ich es gerade echt satt, dass mir ständig in allen Medien eingeredet wird, ich muss mich deswegen schlecht fühlen. Jeder will mich derzeit detoxen, entschlacken, sportlich antreiben. Warum? Lasst mich doch bitte einfach selbst bestimmen, wie ich mich gut fühle. Und weshalb sollte ich es mir so leicht machen und mein Gewicht auf andere (Mama, Papa, Oma, Nachbar, …) schieben? Ich bin doch erwachsen und selbst dafür verantwortlich. (Meine Kindheit war übrigens super und meine Mama ist total lieb). Lange Rede kurzer Sinn: Ich mag einfach keine Verallgemeinerungen und denke, „jeder ist seines Glückes Schmied“. Liebe Grüße Karin

  • Jule
    10. Januar 2017

    Guten Morgen! Der Artikel ist wirklich toll. Bei mir war eher der Vater der, der kastriert hat – auch schlimm, aber ich hab eine tolle Mutter (wobei die ihr Päckchen mit der Mutter hat, wodurch ich einige Verhaltensweisen abgeguckt habe, die nicht so hilfreich sind).
    Ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich es schaffe, meiner Tochter genug Freiheit zu lassen, um sich zu einer selbstbewussten, starken Frau zu entwickeln.
    Liebe Grüße in die Runde an alle wunderbaren und schönen Frauen hier!!!!!
    Jule

    • Jule
      10. Januar 2017

      Noch ein kleiner Nachtrag: weder meine Mutter noch ich sind übergewichtig und ob da wirklich ein Zusammenhang besteht- keine Ahnung. Ich finde es aber wichtig, sich mit seinen Wurzel zu beschäftigen, denn nur so erkennt man Zusammenhänge und kann Dinge verändern. Ich spreche aus mehrfacher Erfahrung. Mir hat es immer viel geholfen!

  • Eclectic Hamilton
    10. Januar 2017

    Guten Morgen, was bin ich froh, so etwas nicht erlebt zu haben. Danke für das Interview, trotzdem sehr sehr interessant.
    Liebste Grüße an alle Raumseelinnen von Ines

  • cohosi
    10. Januar 2017

    Guten Morgen Ihr Lieben, @Anka. Bei mir kam dieses EinseitigE also Dick=böse Mutter, so nicht rüber, es ist halt eine Möglichkeit. Im Jahresanfangsabnehmstress stimme ich mit Dir überein. Ich selber habe ein sehr schwieriges wie gar kein Verhältnis zu meiner Mutter, habe aber ab einem bestimmten Punkt eine Abgrenzung vorgenommen und mein Leben selber in die Hand genomnen. Vergeben kann ich ihr vieles nicht auch nicht entschuldigen, möchte ich eigentlich auch nicht. Es ist aber Teil meines Lebens und meiner Entwicklung. Mich dahinter aber verstecken zu wollen und das als Ursache für meine Pfunde zu sehen ist mir in der Konsequenz irgendwann zu einfach. Es ist mein Leben !!!!! Man muss sich irgendwann den Geistern der Vergangenheit stellen und seinen eigenen Weg anfangen zu gehen. Liebe Grüsse Conny

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      … du sagst etwas ganz wichtiges, Conny. Es geht eben NICHT darum, sich „dahinter“ zu verstecken und die Mütter als schuldig zu brandmarken, sondern darum zu SEHEN und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist der Impuls den ich mit dem Interview auf den Frühstückstisch gelegt habe! Habt einen guten Tag, liebe Raumseelen. :-))))

  • Nicole
    10. Januar 2017

    Guten Morgen liebe Martina, guten Morgen liebe Raumseelen,

    Dein heutiges Thema kommt mir sehr bekannt vor. Bei mir ist es mein Vater gewesen, der mir immer wieder sagte, wie dick ich sei. Dadurch habe ich mein ganzes Leben schon viele Radikaldiäten gemacht. Jetzt mit über 40 und Mutter von 2 Kindern bin ich mit meiner Figur einigermaßen im Reinen. Klar, 4 Kilo weniger wären toll, Sport mache ich auch, aber es ist alles ok. Wenn jedoch mein Vater heute noch direkt zur Begrüßung anmerkt, dass mein Bauch immer dicker wird dann macht dies immer noch etwas mit mir. Bei meinen Töchtern achte ich sehr darauf ihnen ein gesundes Verhältnis zu ihrem Körper zu vermitteln, besonders wo sie jetzt in der Pubertät sind.

    Schöne Grüße
    Nicole aus Südhessen

  • Bettina
    10. Januar 2017

    Ich frage mich auch, warum soll es immer die Mutter sein? Vielleicht, weil wir Frauen eher ein Selbsthilfebuch lesen, und uns den Schuld Schuh anziehen? Gibt natürlich mehr Geld für die Autoren…
    Bei mir war es der Vater, dem nichts an mir recht war, und der mich trotzdem missbraucht hat.

  • Michaela
    10. Januar 2017

    Oh, ja!!!! Genau so ist es! Und auf einmal merkst du mit 53 Jahren dass du nicht erwachsen bist und deine Mutter eine alte uneinsichtige Frau und stehst da mit all deinem Zorn und der Wut und weißt manchmal nicht mehr weiter.
    DANKE für deine Worte!
    Ela

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Zorn ist gar kein so schlechtes Gefühl, Ela … denn es bewegt was. Ich weiß genau, dass wir hier viele sind, die deine Gefühle nachempfinden können. Denke an den Spruch! „Keiner liebt mich. Wieso ich!“ WANDEL IHN UM! Du weißt ja jetzt wie es geht! Herzlich! Martina

    • cohosi
      10. Januar 2017

      Hallo liebe Michaela, das war auch für mich ein Lernprozess der ungefähr mit voller Intensität vor einem Jahr bei mir einsetzte, da war ein Punkt erreicht an dem ich wirklich nicht weiter das Verhalten meiner Mutter akzeptieren konnte und das auch verbal weitergegeben habe :-), daraufhin hat mein Vater Weihnachten abgesagt und seine bösen Kinder wieder ausgeladen :-)….und das war der Punkt wo ich gesagt habt jetzt ist Schluss – nicht meine Baustelle – nicht mein Leben – es interessiert mich nicht mehr was sie macht – . Ich habe den Kontakt auf das nötigste reduziert und mich aus allem herausgehalten. Mein innerlicher Kampf und mein extremer Zorn hat sich mittlerweile gelegt. Aber das ist immer so bei mir wenn ich etwas verabschiede, seien es Freunde oder andere Dinge, erst kämpfe ich immer, dann werde ich zornig und dann lass ich es gehen…und dann ist es mir „egal“…bzw. ich akzeptiere es und es fließt… Mit dem Begriff „erwachsen sein“ hab ich eh so meine Probleme… 🙂 gut ich bin 49 Jahre alt, ich bin ausgewachsen (zumindest in der Höhe :-)), aber ich bin immer noch am wachsen – innerlich – . Das meine Mutter ebenfalls alt und uneinsichtig ist, ist für mich ehrlich auch keine Neuigkeit sondern schon seit 20 Jahren so. Heute kann ich sagen es ist mir egal….aber wie gesagt, ich kann das alles zu 100% genauso nachempfinden !!!! Machs gut meine Liebe….Liebe Grüße Conny

      • Martina Goernemann
        10. Januar 2017

        „Innerlich wachsen“ hast du schön gesagt, Conny. Ein „Juchuuu!“ darauf, dass wir das können. Herzlich! Martina

  • Gudrun
    10. Januar 2017

    Da muss ich heute auch mal kritisieren, ich dachte es geht hier um Geschichten und Tipps ums Wohnen, Einrichten, Möbel verändern, Ideen um Haushalt, Garten usw. , natürlich auch das Wohlfühlen, sonst hieße es nicht „Raumseele“.
    Aber das geht hier zu weit. Ein bisschen wie Thema verfehlt.
    Trotzdem einen schönen Tag, hier kommt gerade die Sonne über die Bäume und der Himmel über dem Schnee ist total blau! Heute ist Dienstag, Nähtag mit meiner Freundin, und als erstes frühstücken wir zusammen, so wie immer, Kaffee und Semmeln,
    liebe Grüsse, Gudrun

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      … und was ist mit „Seele“, Gudrun? :-))))

      • Longine Reichling
        11. Januar 2017

        Hallo und guten Morgen an alle!
        Gudrun, ein bisschen bin ich bei dir….. hab das auch schon zu Beginn dieses Themas vor einigen Tagen geschrieben. Bei mir fing es an mit : Iss deinen Teller leer, eher stehst du nicht auf! Muss ich mehr sagen? Das andere erspare ich euch….
        Trotzdem alles Liebe Longine

    • Bärbel
      10. Januar 2017

      Was näht Ihr denn, liebe Gudrun? Wenn Ihr das jede Woche macht, dann kommt doch ganz schön viel zusammen an Näherei. Kleider, Taschen …. ????
      Lieben Gruß
      Bärbel

  • Bärbel
    10. Januar 2017

    Guten Morgen,
    ach herrje, was ein heißes Eisen!!
    Ich stimme in vielen Dingen mit Anka überein, vor allem im ersten Absatz ihres Beitrages. Die Discounter und Medien überschlagen sich zu jedem Jahresanfang mit diesem Thema. Und Psychobücher gibt es en masse mit 100 verschiedenen Meinungen.
    Das Buch von Catherine Herriger oben ist definitiv GAR NIX für mich. Ich würde es mir nicht kaufen.
    Ich hatte zum Glück eine wundervolle Kindheit. Daß Eltern ihre Kinder „beeinflussen“ ist doch völlig normal. Schließlich lebt man viele Jahre zusammen unter einem Dach. Irgendwann fangen die Kinder aber an, selbständig zu sein und dann liegt die Verantwortung bei jedem selbst.
    Wie wir hier im Blog schon gelesen haben, gibt es einige Mädels, die leider nicht so eine glückliche Kindheit hatten wie ich. Aber wir haben ja gesehen und lesen es täglich wieder, dass sie trotzdem inzwischen aus sich einen wundervollen, selbstsbewußten, wertvollen Menschen gemacht haben. Ob sich nun jemand dabei „mollig“ wohlfühlt oder dünn sein will, spielt dabei überhaupt keine Rolle und ist jedem seine Sache. Ich habe ihren Mut, ihre Kraft, ihren Charme sehr schätzen gelernt und mag die Mädels sehr.
    Also Mädels, macht Euch nicht heiß und genießt den Tag (und das Leben).
    Bärbel

  • Jeanine Graf
    10. Januar 2017

    Liebe Martina, liebe Raumseelen
    Meine Mutter war eine herzensgute Frau, dazu noch schön, schlank und intelligent. Sie widersprach jedoch nie meinem Vater und tat sehr Vieles, um ihrem Mann gerecht zu bleiben. So verzichtete sie auf eine Arbeit ausser Haus, da dies zum guten Ton gehörte. Sie hatte eine mehrjährige Ausbildung als Kauffrau. Die Abhängigkeit zu ihrem Mann wurde im Alter immer grösser. Sie wuchsen zu einer richtigen Symbiose zusammen. Neutral betrachtet, würde ich es sogar wagen zu behaupten, dass ihre zunehmende Demenz damit zu tun hatte. Mein Vater bewundert sie immer noch nach ihrem Tod. Er trug sie auf Händen. Wir drei Töchter hatten also eine relativ hohe Messlatte zu erreichen. Für mich war es immer ein wichtiges Thema, möglichst zu gefallen. Äusserlich wie auch innerlich. So schlug ich mich bereits mit Abnehmgedanken herum, als ich mit 166cm 48kg wog!! Es verfolgt mich seit über 40 Jahren…was dazu geführt hat, dass ich schlussendlich über 80kg wog. Auf und ab…seit Ende September habe ich hoffentlich den Rank gefunden und finde langsam zu meinem Idealgewicht zurück. Meine beiden Schwestern sind sehr schlank! Für sie war das nie ein Thema. Das Gefallen schon! Selber bin ich auch Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn. Unser Sohn ist sehr gross und schlank, eine Tochter ist in etwa gleich gross wie ich, die Jüngere ist recht gross. Beide Töchter kämpfen stark mit ihrem Gewicht. Ich wollte nie, dass ich dieses Thema ihnen überziehe. Hatte immer ein Auge darauf….und genau das ist ja vielleicht gerade „mein“ Fehler gewesen. Sie vor dem zu bewahren. Es kam soweit, dass ich sogar meine jüngere Tochter mit ins Weight Watcher Treffen nahm. Für die einen mag das funktionieren…bei ihr überhaupt nicht. So musste ich lernen, dass ich all diese Themen für meine Töchter loslasse, ihnen die Chance gebe, ihren eigenen Weg zu finden. Meine Liebe zu ihnen, wird so nicht geschmälert. Im Gegenteil. Vieles hat mit unserer Vergangenheit einen Zusammenhang. Aber auch die Gegenwart ist „grausam“. Als hübsche, schlanke Frau einen Job zu finden ist viel, viel einfacher! Unsere Welt, Marktwirtschaft schreit nach perfekten, stylischen, hübschen, schlanken, intelligenten Menschen! Das sind wir nicht!! Wenn junge Männer bereits verkünden lassen, dass sie ihre Freundin verlassen würden, sobald diese zunähme stehen mir die Haare zu Berge! Aber so tönt es unter den Jungs…. was wiederum ein Riesendruck auf die Girls ausübt. Also „Mädels“, stehen wir mit durchgestrecktem Rücken, voller Selbstvertrauen und ohne Resentiments da und schauen vorwärts!! Was geschehen ist, ist geschehen. Daraus zu lernen ist die wahre Kunst. Das nennen wir dann an innerer Reife gewinnen! Groll loswerden, Lebensfreude und Gelassenheit finden. Auch wenn wir immer wieder einen Stolperstein auf unserem Weg vorfinden werden. Krönchen richten und weitergehen! Herzlichst Jeanine

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Das kann besser nicht gesagt werden! Danke für diesen Beitrag. Das genau ist auch meine Message: „Selbstvertrauen!“ und „vorwärts schauen“. Und das nach vorne schauen klappt besonders gut wenn man nach hinten unter den Teppich gesehen hat … Ihr Raumseelen wisst was ich meine! Ich danke dir sehr für dein Vertrauen und deine Geschichte, liebe Jeanine. Herzlich! Martina

      • Jeanine Graf
        10. Januar 2017

        Liebe Martina
        Liebe Raumseelen
        Es ist schön für mich, dass ihr mein Vertrauen gewinnen konntet! Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich sehr persönliche Worte in einem Blog weitergebe! Danke Martina, danke Mädels. Herzlich Jeanine

  • Annelie Buchholz
    10. Januar 2017

    Hallo liebe Martina,
    Warum muss dein/mein Körper fit und schlank sein damit wir uns wohlfühlen? Wie weit ist es denn da her mit Selbstliebe und Selbstakzeptanz? Schließt das den Körper nicht ein? Er ist doch sichtbarer Ausdruck meines Lebens. Wenn ich mich selbst liebe, dann akzeptiere ich ihn/ mich so wie er ist/ich bin. Dann kann ich mich vielleicht fragen, ob ich immer gut mit ihm /mit mir umgegangen bin und ob ich das ändern möchte.

    Liebe Grüße, Annelie

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Ich bin ein großer Genießer und kann 2-3 Törtchen ohne schlechtes Gewissen essen. Ein Zero size Modell wird aus mir ganz sicher nicht. Ich kann mich inzwischen sogar ziemlich gut leiden, aber ich weiß, dass ich unglücklich bin, wenn die Hose in Größe 42 beim zumachen kneift oder -noch schlimmer- gar nicht mehr zu geht. Das ist der Moment wo es Zeit wird, mir selbst wieder mehr Raum zu geben. Mich zu pflegen und mich in den Fokus zu rücken. Hier im Blog sind in den kommenden Tagen bestimmt ein paar Tipps für jeden dabei! Herzlich! Martina

  • Tina
    10. Januar 2017

    Guten Morgen liebe Martina und liebe RaumSEELEN,
    oh oh, ein Reizthema…
    Anscheinend für die Leserinnen, die das nicht kennen???

    Meine Mutter war unzufrieden, dick, depressiv, und eine sogenannte „kalte Mutter“, die selbst ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hatte, mich aber ihr Leben lang ständig kritisierte – so wie sie es von der Familie ihrer Mutter selbst ständig erfahren hatte.
    Sie war narzisstisch veranlagt und hat all diesen Seelenmüll an mich weiter gegeben. Ich war – im Gegensatz zu ihrem Wunschkind / dem Prinzen, meinem 2 Jahre älteren Bruder – ungewollt, wurde mit Dubblebinds erzogen, vom Vater parentifiziert, in frühester Kindheit körperlich von ihm missbraucht und jahrzehnte lang von beiden seelisch missbraucht.
    Dies sind die Fakten und die Vergangenheit, die immer noch mit reinspielt und auch an meiner Figur und an meinem Essverhalten zu sehen ist.
    By the way: wir waren eine völlig normale und sogar angesehene gut bürgerliche Familie in der Kleinstadt. Meinungsbildner, Kirchenmitglied, gute Nachbarn, ein aufmerksamer Kollege und eine beliebte Geschäftsinhaberin, mit der man sich gerne unterhielt…

    Ich gebe Frau Herriger in Vielem Recht!!!
    Wie gut, dass es Bücher wie das ihre gibt, um „Opfer“ aufzurütteln und zum Kämpfen bringt! Es geht um den inneren Kampf – den Kampf, sich vom Opfer weg zu entwickeln – hin zu einem freien, selbstbestimmten Leben!

    Jedes Opfer von bösen Eltern kann raus aus diesem Leben kommen! Es kostet viel Blut, Schweiß, Tränen und verdammt viel Arbeit! Alle, die auch nur Nuancen dessen was ich genannt habe kennen, wissen, dass es eine große Bereitschaft braucht und jahrelange harte innere therapeutische Arbeit, um aus diesen Denkmodellen und diesen hammerharten Erinnerungen und Verletzungen raus zu kommen!

    Mir hat ausser einer hervorragenden Traumatherapeutin und diversen Familienaufstellungen bspw. sehr geholfen, dass immer wieder Bücher in mein Leben getreten sind, die mir offenbarten, erklärten, mich zum Nachdenken anregten, mir zeigten, in welchem Umfeld meine Eltern aufwuchsen (Vater / *1926: alles verloren durch Vertreibung/Flucht, Soldat in Russland, Kriegsgefangener; Mutter / *1932: Bombenterror, brennende Städte, Kriegsverluste).

    Ich möchte hier u.a. die Bücher von S.Bode, A-E.Usdorf, G.Baring u.a. Autorinnen zur Thematik „Kriegsteilnehmer, Kriegskinder, Kriegsenkel“ nennen.
    Außerdem Fachbücher über die Traumata dieser Generation und darüber, wie die Traumata unreflektiert weiter gegeben wurden.
    Bücher über Dankbarkeit und Vergebung (bspw. C.Tipping, „Ich vergebe. Der radikale Abschied vom Opferdasein“).
    Ich finde es SEHR wichtig, dass es Bücher wie das von Frau Herriger gibt, die diese Reizthemen über „böse Mütter“ aufnehmen.
    Mädels, es geht doch nicht darum, dass alle Mütter von dicken Kindern böse Mütter sind, sondern darum, dass wir selbstbestimmt an uns arbeiten und uns zu freien Menschen entwickeln!

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Danke für deine Geschichte! Die Bücher über die Kriegskinder (unsere Eltern) und die Kriegsenkel (unsere Generation) sind tatsächlich eine aufrüttelnde Lektüre. Ich habe einige davon gelesen und vieles für mich daraus mitnehmen können. Was für ein spannender Raumseelen-Tag heute! Herzliche Grüße schickt Martina

  • Claudia
    10. Januar 2017

    Liebe Martina, liebe Raumseelen. Ja, ein schwieriges Thema. Aber auch wichtig. Hier sind so einige (und da zähle ich mich dazu), die derzeit reflektieren und auf vergangene Jahre zurückblicken und was das Erlebte und auch die Menschen, die uns umgeben haben, mit uns gemacht haben. Wie sie uns beeinflusst haben. Gerade, wenn die Eltern jetzt in einem Alter sind (sofern sie noch leben), wo sie auf Hilfe angewiesen sind oder Lebensstrukturen umgeworfen und neu überdacht werden müssen. Wenn wir unseren Eltern nicht genug waren, in einem gewalttätigen Elternhaus (körperlich und/oder seelisch) aufwuchsen, keine Unterstützung erfuhren etc. etc. etc., dann beeinflusst das sicherlich das Erwachsenenleben und das Selbstwertgefühl. Dann fühlt sich die Frage, ob wir die Eltern pflegen wollen, für sie da sein wollen, ganz anders an. Auch der eigene Selbstwert ist ein ganz anderer, wenn man in einem intakten Elternhaus aufgewachsen ist.
    Ich glaube, es ist gut, wenn man innehält und sich darüber im Klaren ist, was einen geprägt hat. Wundervoll, wenn es eine schöne Kindheit ist. Aber das ist leider nicht immer so. Und wenn das nicht so ist, was kann ich daraus lernen und wie komme ich aus dem schlechten Gefühl heraus? Wie gehe ich mit meinen eigenen Kindern um und wo hab ich da selbst meine Defizite?
    Das Thema „Mutter“ ist bei uns auch ganz schwierig. Ich hatte lange einen Groll auf meine Mutter. Das zu erklären, würde zu weit führen. Es war richtig Arbeit für mich, aus diesem Groll herauszukommen. Wenn ich meine Mutter jetzt im Heim besuche (sie ist stark dement und bettlägerig), dann kann ich einen liebevollen Umgang mit ihr pflegen. Ich habe weder verziehen, noch vergessen. Aber es ist Vergangenheit. Und das, was ich bin, bin ich auch nicht zuletzt wegen ihr. Weil sie so war. Weil es nicht leicht war. Und ich habe auch meine Stärken daraus gezogen. Doch das war ein langer Weg. Ich bin jetzt bald 51. Und wie ich das so einschätze, sind wir hier so in einem ähnlichen Alter, mal jünger, mal älter. Egal. Und wir sind noch lange nicht am Ende uns zu entwickeln und zu lernen. Alles das ist ein Stück auf unserem Weg.
    Ich fand diesen Denkanstoß von Martina gut. Auch wenn ich nicht alles teile, was die Autorin des Buches sagt. Das mag für manche zutreffen. Mag sein. Aber ich finde es gut, wenn man irgendwann mal darüber nachdenkt, was war, was ist und wo ich hin will. Und das hat dieser Bericht in mir ausgelöst. Auch wenn ich nicht großartig übergewichtig bin (o.k. … zwei, drei Kilo)…aber darum geht es ja auch gar nicht unbedingt. Es geht ja um’s Entgiften. Körperlich, gefühlsmäßig…. Dabei steht Abnehmen vermutlich im Hintergrund. Wir wollen gesund sein. An Körper UND Seele.

    So – das waren meine Gedanken dazu und jetzt muss ich aber echt ran….
    Wünsche Euch allen einen sehr schönen Tag! Herzlichst! Claudia

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Wieder mal auf den Punkt gebracht, liebe Claudia. „Entgiften. Körperlich, gefühlsmäßig …!“ Ich freu mich für jeden, der nix zu entgiften hat. Und für die anderen war dies ein Abschubser. :-)))) Morgen gibt’s hier Milchreis, das tut der Seele gut und dem Körper auch, weil der Reis entwässert. Herzliche Grüße aus München schickt Martina

      • Claudia
        10. Januar 2017

        Oh, Milchreis? Echt jetzt? Ich liiiiiebe Milchreis! Da freu ich mich drauf. Mit ordentlich Zucker drauf und „Zimmt“ oder so richtig dick Nesquick? 😉 War’n Scheeerz.

        • Martina Goernemann
          10. Januar 2017

          Hahahaha! Niemand hat gesagt, dass wir hier leiden müssen, oder! Fröhliches weiter schaffen! :-)))

  • Nicole
    10. Januar 2017

    Liebe Raumseelen,

    wunderbar, liebe Bärbel! Voll auf den Punkt, zumindest aus meiner Sicht; und du damit auch, liebe Anka!
    Das Abnehmen-Thema werde demnach auch ich nur als stille Mitleserin verfolgen. Wenn nützliche Tipps daraus hervorgehen, ist das natürlich toll, aber ich bin auch vollauf zufrieden mit meiner Figur.
    Das ist übrigens auch eine Variante: Ich bin schlank, habe aber zurzeit keinen Kontakt zu meiner Mutter und mir geht es gut damit.
    Liebe Gudrun, auch dir muss ich zustimmen. Und ich denke gerade angestrengt darüber nach. Ich weiß, viele Raumseelen stoßen hier in sehr tiefsinnige Sphären vor, auch heute, und das finde ich sehr bewundernswert und mutig! Aber – Anka, auch du hast geschrieben, dass du „die häufigen Ermahnungen, auf sich selbst zu achten“ schätzt, und so geht es mir auch, aber heute geht es wirklich weit hinaus. Allerdings muss man hier auch differenzieren: In den Kommentaren geht es oft so weit hinaus, nicht immer im Blogbeitrag selbst; heute trifft das eben auch in besonderem Maße auf den Blogbeitrag selbst zu.
    … Ich bin sehr gespannt, was hier heute noch geschrieben wird!

    LG aus LG, 🙂
    Nicole

  • Karen Heyer
    10. Januar 2017

    Hui, jetzt geht es ab 😉
    Ich hatte durchaus meine Grabenkämpfe mit meiner Mutter und was sie (oder auch mein Vater) als mein Bestes empfand, war nicht mein Bestes. Nie jedoch hat mein Selbstbewusstsein darunter gelitten, eher im Gegenteil. Ich habe konsequent meine Ziele und Pläne verfolgt und umgesetzt, auch wenn es nach einem furchtbaren Knall mal eine Weile Funkstille zwischen meinen Eltern und mir gab. Was auch indirekt mit der Wahl meiner jeweiligen Männer zusammenhing, denn auch da ließ ich mir nicht reinquatschen. Meine Eltern waren schlank und haben mir gezeigt, wie gesunde Ernährung geht. Und auch, wenn sie nicht immer meiner Meinung waren, haben sie man mich geglaubt und waren stolz auf mich 🙂
    Nein, ich kann der Autorin nicht zustimmen.
    Grundsätzlich fühle ich mich wohl in meiner Haut, tue aber auch Einiges dafür. Vor allem positive Gedanken sind mein Rezept. Ein bisschen ist das aber auch meinem Mann geschuldet. Er ist 6 Jahre jünger als ich und als wir uns kennenlernten und er mich ansah, habe ich mich umgedreht und geguckt, ob da eine hinter mir steht, die er anschaut. Aber nein, er meinte mich. Ich habe ihn freundlich angestrahlt, das war der Auslöser. Also Mädels, Komplexe beiseite, gerade aufrichten, ein Lächeln in den Tag schicken und der Welt begegnen! Positive Ausstrahlung geht auch mit Speck an der Hüfte oder grauen Haarpartikeln.
    Ich wünsche Euch einen strahlenden Tag, Karen

  • Martina aus dem Moos
    10. Januar 2017

    Hallo liebe Martina und liebe Raumseelen,
    ich hatte eine sehr liebevolle Mutter und sie konnte mich auch loslassen. Ich bemühe mich sehr auch meine Tochter ziehen zu lassen, was oft sehr schwierig für mich ist.
    Bei uns sitzt die Schwiegermutter im Nacken, Martina du weißt was ich meine, Stück für Stück löse ich mich immer mehr von ihr. Am Anfang und fast bis jetzt in unserer Ehe wollte ich „gefallen , es allen gerecht machen. Jetzt ist Schluss damit!! Ein aufrichtiges NEIN und ESMI wird immer öfter folgen. Ich muss nach vorne schauen!!
    Wünsche Euch noch eine rege Diskusion zu dem heutigem Thema.
    LG Martina

  • Sylke aus NS
    10. Januar 2017

    Puh, hier geht es ja hoch her…. Ich finde ja, dass das ein wunderbares Thema ist liebe Martina. Der Seele „Raum“ geben und schauen, wo es zwickt und wo Hilfe nötig ist. Hier im Blog sind so viele unterschiedliche Frauen unterwegs, die – solange ich mitlese- einfühlsam auf die Nöte der Mitschreiberinnen eingehen. Offensichtlich wurde hier heute früh ein Fass angestochen; und gerade deswegen kann ich nicht verstehen, wieso z.B.‘ Thema verfehlt ‚ geschrieben wird. Ganz und gar nicht verfehlt. Wir wollen uns wohlfühlen- in unseren Wohnungen oder Häusern- und wir wollen uns in unseren Körpern wohlfühlen. Und dazu gehört eine große Portion gesunde Seele. Wenn ich wie jetzt in kleinen Schritten anfange, meinem Körper etwas gutes zu tun, indem ich viel Wasser trinke, dann dankt es mir auch meine Seele. Ich rede hier von mir. Ich habe ein total gestörtes Körpergefühl und eine entsprechend verkümmerte Seele. Der Seele wird professionell geholfen…..endlich. Aber ich konnte es erst angehen, nachdem meine Mutter gestorben war. Durch Missbrauch in der Kindheit und dass Alleinsein mit all dem, muss viel abgearbeitet werden. Da finde ich es zu einfach, nur zu sagen, dass ich ab einem gewissen Punkt alleine für mich verantwortlich bin. Ich trage Verantwortung, keine Frage. Und ich übernehme sie, indem ich zur Therapie gehe. Aber vieles lag eben nicht in meiner, sondern in der Verantwortung meiner Eltern speziell meiner Mutter.
    Wenn mir hier in vielerlei Hinsicht „Räume“ erschlossen werden, so bin ich einfach nur froh. Und ich bin gespannt auf das, was uns noch erwartet. Danke für den Beitrag heute, Martina!
    Liebe Grüße an alle, die auf dem Weg zu sich sind

  • Rita (Böseke-Wigger)
    10. Januar 2017

    Liebe Martina,
    ich finde es toll, dass du auf diesem Blog ein so brisantes Thema anpackst. Bei mir ist leider bei dem Interview auch mehr das Versagen der Mütter als das des kompletten Umfeldes rübergekommen. In vielen Fällen sind es einfach nahestehende Personen, die ständig an einem rummäkeln, deshalb ist mir das mit der „Mutter“ ein bisschen zu einfach gemacht. Gerade in der Pubertät sind es doch die Gleichaltrigen oder die sogenannten Vorzeigefrauen, die Mädchen zu Essstörungen bringen.
    Bei dem Durchlesen der Kommentare heute und an anderen Tagen bin ich mir immer mehr bewusst, welches Glück ich mit meinen Eltern und meiner ganzen Familie hatte. Ich bin ein ungeplanter Nachkömmling, habe das aber nicht ein einziges Mal zu spüren bekommen. Ich habe so viel Liebe und Wärme erfahren, dass ich ganz oft das Verhalten von manchen Eltern überhaupt nicht nachvollziehen kann. Natürlich wurde auch an mir rumkritisiert und es war nicht immer alles leicht, aber der Rahmen stimmte einfach. Außerdem hatte ich Geschwister, die alles vorgekämpft haben, und die Zeit meiner Pubertät fiel in die 70er, in der die Gesellschaft ja auch in einer Umbruchstimmung war. Ein Aufmucken wurde ja eher ermuntert (auch in der Schule) als unterdrückt. Vieles im Leben ist einfach Glück, die richtigen Freunde, die richtigen Lehrer/innen, die einen unterstützen, aber auch wenn man das nicht hatte, so hat man immer noch seinen eigenen Willen. Manche schaffen es trotz widriger Umstände ein glückliches Leben zu führen (wie hier im Blog oft deutlich wird) und andere vergeuden ihr Potential.
    Ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu sehr abgeschweift.
    Rita

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Nein, dein „abschweifen“ war schön zu lesen. Das ist, worum es geht! Etwas dafür zu tun, ein glückliches Leben führen zu können. Catherine Herriger will ganz sicher nicht die Mütter in Bausch und Bogen verantwortlich machen. Aber dort, wo Schmerz vergraben liegt, lohnt sich sicher ein Blick nach innen. Danke für deine Geschichte. Herzlich! Martina

  • Bauke
    10. Januar 2017

    Liebe Rita,Claudia,Anka,Gudrun …und so weiter.In all Euren Kommentaren ist Wahres zu lesen.Ich dachte auch vor einigen Monaten,das ist eine reiner Wohn,DIY-Blog,wurde aber von Martina „eines Besseren belehrt“. ; )))
    Und wenn wir mal ganz genau in Ihre wundervollen Bücher schauen,geht es doch da auch immer um unsere Seele,nicht nur um die der Räume.
    Auch wenn mich nicht jedes Seelenthema hier betrifft,finde ich das sehr bereichernd und auch die Kommentare dazu,die mir oft Denkanstösse liefern.
    Ich selbst brauche nicht abnehmen,eher das Gegenteil,ich muss mich oft zum essen zwingen und dann auch noch möglichst etwas gesundes!
    Ich hatte ein SEHR behütetes Elternhaus,durchaus auch sehr liebevoll,aber das behüten ging weit ins Erwachsenenalter hinein und hat auch seine unschönen Spuren hinterlassen.
    Ich finde die Mischung die Martina hier immer für uns zusammenstellt sehr gut,kann gerne so bleiben.
    Einen schönen Tag für alle Raumseelen!
    LG Bauke

    • Die Rabenfrau
      10. Januar 2017

      O, o, die Wogen schlagen ja heute hoch! Es scheinen doch sehr unterschiedliche Erfahrungen zu sein, die wir alle mit unseren Eltern gemacht haben. Ich schreibe hier bewusst nicht „Mütter“, denn inzwischen geht es mir fast ein bisschen auf den Keks, dass Mütter so oft Schuld sein sollen, wenn Kinder das Gefühl haben, in ihrem Leben stimmt etwas nicht. Es sind da noch viele andere Einflüsse, die einen prägen. Wenn man nur die Mütter anklagt, macht man es sich doch zu einfach, finde ich.
      Grüßles
      Ursel, der es (glücklicherweise!) wie Anka geht

  • Christine Krause
    10. Januar 2017

    Hallo an alle,
    eigentlich wollte ich hier heute nichts schreiben, weil ich mit dem was die Autorin sagt nicht einverstanden bin. Auch ich habe kein gutes Verhälnis zu meiner Mutter, bin weder dick noch dünn und auch sonst sehe ich das Leben positiv. Ich will damit sagen, ich hab damit abgeschlossen. Ich habe meine eigene Familie , und es ist mein Leben was ich daraus mache.
    Jetzt was anderes. Ich beurteile Menschen nie nach ihrem Gewicht.Meine Freundin ist dick und auch mein Mann hatte jahrelang
    Übergewicht. Aber ich glaube einfach nicht wenn dicke Menschen sagen sie fühlen sich wohl. Ich habe bzw. erlebe es immer wieder, daß man viele Dinge nicht einfach so machen kann wie normalgewichtige. Bei meinem Mann war es so , daß er sich die Schuhe nicht mehr binden konnte, daß er ständig schwitzte und immer außer Puste war. Und noch viele andere Sachen. Und so kann man sich einfach nicht wohlfühlen. Das ist eher ein Verdrängen. Mein Mann hat es geschafft 60 kg abzunehmen ohne DIÄT. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen und natürlich muss man das auch wollen.
    Und ich denke das ist es was uns Martina damit sagen will. Das wir uns annehmen, aber auch auf uns achten und pflegen und lieben sollten.
    GVLG
    Christine aus der Pfalz

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Die Hauptfilalleiterin hätte es schöner nicht schreiben können, liebe Christine aus der Pfalz :-)))) Und 60 Kilo ist der Hammer! Sag deinem Mann, ich erkläre ihn zum Tageshelden!!!! Herzlich! Martina

    • Ute S.
      10. Januar 2017

      Liebe Christine!
      Da hast du für heute den passenden Schlusssatz gefunden.
      Daumen hoch 😉
      Mich würde ja interessieren wie dein Mann das so ohne Diät geschafft hat :-))))
      Herzliche Grüße Ute

      • Christine Krause
        10. Januar 2017

        Liebe Ute, mit Ernährungsumstellung und Bewegung. Und natürlich viel Diziplin.❤️
        GVLG
        Christine

    • Bauke
      10. Januar 2017

      Liebe Christine,
      würdest Du mir veraten wie lange Dein Mann dafür gebraucht hat und wie er es geschafft hat und wie lange er bis jetzt sein Gewicht halten konnte.Ein Bekannter hat ähnliche Probleme.
      Das wäre sehr nett.
      Einen schönen Abend LG Bauke

    • Brigitte Hagemann
      10. Januar 2017

      Liebe Christine,
      herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite an Deinen Mann. Und ja, auch mich würde es interessieren wie er es ohne Diät geschafft hat. Was ich auch gerne wissen möchte: Woher kommt, bzw. kam das extreme Übergewicht???
      Liebe Grüße, Brigitte

    • Karen Heyer
      11. Januar 2017

      Liebe Christine,
      ich mag auch nicht glauben, das dicke Menschen sich rundum wohlfühlen. Mir kneifen schon 5kg zusätzlich mächtig am Hosenbund und ich finde es dann übel, mir die Schuhe zuzubinden. Und wenn ich mir mal 20kg umschnallen und versuchen würde, damit locker spazieren zu gehen oder gar zu joggen, das mag ich mir gar nicht vorstellen. Die armen Knie! Dazu hätte ich einen TV-Tipp: Montags um 21Uhr laufen jetzt auf NDR neue Folgen der „Ernährungsdocs“. Da ging es beim letzten Mal um eine Frau, die mit 59 starke Arthrose in den Knien hatte. Selbst mein Mann guckt die Sendung mit mir.
      Stichwort Mann: toll, das Dein Mann60!!! KG abgenommen hat. Meiner hat ebenfalls mit Ernährungsumstellung so um die 25kg gelassen, allerdings bevor wir uns kennenlernten.
      LG Karen

  • Bauke
    10. Januar 2017

    Martina eine kurze Frage,
    Ich hatte gestern einen grossen Topf Reis gekocht,weil meine Jüngste Reissalat mit zur Schule nehmen wollte.Da ist noch genug für Milchreis,das geht für diesen Zweck doch auch mit „Pflanzenmilch“,also Soja oder Hafer?
    Ich trink sehr selten Kuhmilch.
    LG Bauke

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Ist deine Frage nach der Reissorte? Ich mach‘ Milchreis immer mit Rundkornreis. Oder meinst du ob der Reis kalt als Restereis auch geht? Wie kann ich dir helfen? :-))))

  • Bauke
    10. Januar 2017

    Ich meinte ob das mit Sojamilch oder Hafermilch anstelle von Kuhmilch zubereitet werden kann.
    Wenn es bei uns Milchreis gab habe ich Langkornreis gekocht in Wasser und dann kam noch mal Milch bzw Sahne dazu und dann Zimt und Zucker darüber.Jetzt verzichte ich aber auf Kuhmilch,weil die mir nicht mehr gut bekommt.
    Die Frage war nach der Milch/(bzw. Flüssigkeit)oder wie kochst Du Milchreis?
    LG

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Ich koche milchreis mir Milch! Und jetzt eben gerne mit Mandelmilch. Die Version mit Langkornreis und Wasser kenne ich nicht, aber warum soll das nicht auch lecker sein. Man lernt doch tatsächlich täglich dazu. Schönen Abend! :-)))

  • Bauke
    10. Januar 2017

    Ja ok Mandelmilch,ist doch klasse,ist ja dann auch ohne Kuhmilch.
    LG

  • Ute S.
    10. Januar 2017

    Hallo zusammen,
    ganz ehrlich habe ich (wie Christine ) seid heute morgen 05:20 Uhr !!!überlegt was ich hier dazu schreiben soll.
    Ich war etwas gespaltener Meinung.
    Und es ging ja teilweise auch recht heftig zu. Ich denke es ist einiges falsch verstanden worden.
    Ich mag diese ewige Werbung für Diäten, im Moment im Rundfunk oder Fernsehen oder wo sonst noch (wie einige andere hier) überhaupt nicht.
    Ich wüsste auch nicht ob das Buch etwas für mich wäre.
    Ich würde auch gern ein paar Kilos verlieren, wer möchte das nicht….
    Ich denke vielleicht ist Martina uns da schon eine Woche voraus …
    Denn mir ist da eben als ich noch mal in aller Ruhe drüber nachgedacht habe, etwas eingefallen.
    Vor ein paar Jahren habe ich mal Heilfasten gemacht. Das ist ja auch ein entgiften, reinigen oder wie auch immer.
    Es hat mir sehr gut getan…. Aber nach ein paar Tagen fängt man irgendwie automatisch an über verschiedene Dinge im Leben nachzudenken. Also mir ging es jedenfalls so. Ich würde fast sagen man wird besinnlich oder feinfühliger als sonst…. Es ist schwer zu beschreiben… Ich denke das uns Martina das sagen wollte. Das wir uns an erster Stelle sehen und uns von niemandem ein X für ein U vormachen lassen. Wir schaffen das….
    Ein bisschen sorge ich mich nur um die Raumseelen die hier heute still und leise damit zu kämpfen haben, weil es für sie einiges in Erinnerung ruft. Ich denk an euch.
    Ich hatte es ja selbst nicht leicht, bin mit 15 daheim ausgezogen und habe mir geschworen du gehst nie zurück….
    Ich habe es geschafft und darauf bin ich sehr stolz.
    Zu meiner Mutter habe ich auch heute noch ein schwieriges Verhältnis und ich denke das es sich auch nicht mehr ändert. Ich habe mich damit abgefunden.
    Denn: ICH BIN ICH…
    So, wünsche euch noch einen schönen Abend
    Ganz liebe Grüße von der Mosel
    Ute

  • Bauke
    10. Januar 2017

    Die Erfahrungen die Menschen mit ihren Eltern(Mutter und Vater oder nur jeweils ein Elternteil bei Alleinerziehenden) in der Kindheit machen sind nun einmal prägend dem kann sich niemand entziehen!
    Auch wenn es machmal sehr unangenehm
    ist sich das einzugestehen.
    Seines Glückes Schmied mag ja jeder selbst sein,aber nicht jeder kann gleich gut „schmieden“,
    und die Weichen dafür werden eben auch in der Kindheit gestellt.

    • Andrea
      10. Januar 2017

      Liebe Bauke,
      danke für Deinen letzten Satz! So ein schönes Bild hast Du gefunden für den Fachbegriff “Resilienz“. Das ist die psychische/ seelische Widerstandskraft um mit schwierigen Situationen im Leben umzugehen:
      welche Fertigkeiten und Fähigkeiten haben wir zur Krisenbewältigung, wie gehen wir mit Rückschlägen um, konnten wir uns mal hilfreiche Strategien von jemandem in ähnlicher Situationen abschauen, können wir auf eigene Lebenserfahrung zurückgreifen, etc. – da stecken so viele Ansatzpunkte drin, was “Resilienz“ ausmacht.
      Zurück zu Deinem Bild vom Schmieden: Einer kann Hufeisen oder Gartentore, ein anderer scharfe Klingen und ein dritter schöne Ringe fertigen – und jedem geht’s mal leicht von der Hand und mal ist der Wurm drin…
      Viele Grüße, Andrea

  • Bauke
    10. Januar 2017

    P.S.
    Mir ist auch bewusst,dass ich als Mutter/wir als Eltern nicht alles immer richtig machen/können.Damit müssen wir dann wiederum klar kommen.So ist das Leben…

  • Ina
    10. Januar 2017

    Das darf doch nicht wahr sein: Immer einen Schuldigen bzw. eine Schuldige finden, dass Frau/Mann zu dick, zu dünn ist – oder als Versager/in durch die Welt geht. Ich habe die Jahre als junge Frau in den 68ern erlebt, und uns hätten sich damals die Nackenhaare gesträubt, wenn wir gewusst hätten, mit welchen Themen sich die Frauen in 40 Jahren beschäftigen. Ich finde es unmöglich, sich kollektiv zu verabreden, um schlank, schön, begehrenswert und sportlich zu sein. Keiner ist Schuld daran, wenn Ihr es nicht seid. Seid einfach Ihr selbst … mit allen Ecken und Kanten, Fältchen im Gesicht und Narben auf der Seele. Während ich das hier schreibe kommt mir Kafkas „Brief an den Vater“ in den Sinn. Der hat damals schon seinen Vater für sein „Scheitern“ verantwortlich gemacht …!
    … was „detoxen“ ist … muss ich jetzt doch mal googeln …!

  • Manu
    10. Januar 2017

    uiuiui, das ist durchaus ein brisantes Thema.
    ich lese es aus den Kommentaren – es gibt viele Raumseelen, die Kummer mit den Eltern haben – jaa, auch mein Verhältnis zu meiner Mutter ist nicht das beste. vielleicht liegt es daran, dass sie das unerwünschte Kind einer 16-jährigen war – geboren 1950 … aufgewachsen bei der Oma – Liebe für mich und meine Schwester gab es schon, aber eher die unterkühlte Version. das hat geprägt. vielleicht ist das Ergebnis, dass ich nie Kinder wollte …..
    alles in allem nicht einfach sondern hochkompliziert.
    Mädels, ich freue mich auf den Milchreis moregen!!!
    liebe Grüße
    Manu

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      … den kriegst du!!! Ich hab sogar auch eine vegane Version. :-)))) Schlaf gut! Herzlich! Martina

  • Bauke
    10. Januar 2017

    Mir fällt zu dem ganzen z.T. recht unfreundlichen „Geschreibsel“ nur noch eines ein
    PÜ !

  • Anja
    10. Januar 2017

    Liebe Martina,
    Ich bin seit langem eine stille Leserin deines blogs, doch heute muss ich mich zu Wort melden. Denn ich bin mehr als geschockt über den Gegenwind, der Dir heute entgegen weht.
    Themaverfehlung, Reduzierung auf Äußerlichkeiten,… darum geht es doch gar nicht. Haben deine Kritiker überhaupt den Artikel gelesen?
    Raumseele heisst für mich nicht nur, unserem Zuhause eine Seele im Sinne von wohlfühlen zu geben,
    sondern auch vielmehr der Seele Raum zu geben!
    Ich (41) habe erst in den letzten Jahren gelernt, mehr auf mein Gefühl zu hören.
    Nach und nach habe ich belastende und ungeliebte Dinge aus meinem Zuhause und meinem Leben geschmissen, die mir nicht gut tun.
    Ich gestalte mein Leben und mein Zuhause, und entscheide, wie ich leben will, womit ich mich umgebe.
    Ich nehme mich inzwischen wichtig und versuche nicht mehr, es nur anderen recht zu machen.
    Warum darf es auf diesem Blog nicht auch Raum für die Seele und unser körperliches Wohlbefinden geben? Sich in seiner Haut wohlfühlen ist doch kein oberflächlicher Firlefanz.
    Auch ich hadere wie so viele andere Frauen auch mit ihrem Mutter, und bei mir hat sich das seit der Pubertät leider auch lange in meinem Essverhalten gespiegelt…

    Liebe Martina, dafür dass ich sonst nie Kommentare hinterlasse, ist dieser doch ziemlich lang geworden.
    Danke für dein Engagement, deine herzliche Art und deinen Mut, Dinge anzusprechen.
    Liebe Grüße aus Franken, Anja

    • Martina Goernemann
      10. Januar 2017

      Liebe Anja, ja das war heute ein unruhiger Tag hier im Blog! Und ein paar Äußerungen wie zum Beispiel die „Themaverfehlung“ fand ich auch grenzwertig, aber die meisten haben doch verstanden was ich mit dem Beitrag wollte. Dieser Blog schöpft seine Kraft daraus, dass es hier um sehr viel mehr geht als Sofakissen & Co. und so bleibt das auch in Zukunft. Schön fand ich, dass die Raumseelen -auch wenn kontrovers gedacht wurde- nicht aufeinander los gegangen sind. Darauf können wir stolz sein. Ich freu mich, dass du dich hier und heute zu Wort gemeldet hast. Herzlich! Martina

  • Anna
    11. Januar 2017

    Herzlichen Dank für den gestrigen Denkanstoss!
    Bin zwar nicht durch meine Mutter dick geworden – das hatte andere Auswirkungen auf mein Ego – aber ich kann es nachvollziehen.
    Das erste Übergewicht bekam ich nach dem Verlust meines Sohnes

    Ich finde es toll dass wir uns hier feiern und verwöhnen – jeder für sich und doch gemeinsam. Ein schöner Start ins Jahr. Danke Martina!

  • Nicole
    11. Januar 2017

    Guten Morgen liebe Raumseelen, liebe Martina,

    ich weiß, neuer Tag, neuer Blogbeitrag (lecker!)… Ich habe auch lange überlegt, ob ich das schreibe; aber das Folgende liegt mir einfach noch auf dem Herzen, und da ich heute sehe, dass viele noch darüber grübeln, umso mehr.

    Martina, du schreibst, dass die meisten verstanden haben, worum es dir ging. Ich möchte fast behaupten, dass es alle verstanden haben. (Und ich finde es schade, dass das denjenigen, die sich kritisch geäußert haben, stellenweise nur eben deshalb abgesprochen wurde.)
    Die Unterschiede lagen doch lediglich in den Reaktionen. Es gab die, die es gut fanden, es gab die, die mit den Thesen der Autorin ein Problem hatten, und die, die grundsätzlich mit dem Thema nicht ganz grün waren. Das hat in diesem Fall, meiner Meinung nach, aber nichts mit (Un-)Verständnis zu tun – was wäre auch der Umkehrschluss: alle, die es verstehen, finden es zwangsläufig gut? Das ist ja gar nicht möglich. Die unterschiedlichen Reaktionen liegen doch den Erfahrungen zugrunde, die jede Einzelne mit diesem Thema gemacht hat, ob nun schlechte oder gute, und mit den individuellen Erwartungen an diesen Blog. Und somit ist auch die eine Reaktion auf den Beitrag nicht schlechter oder besser als die andere.

    Also, wie du heute schon geschrieben hast, liebe Martina, die Feuertaufe ist bestanden und in einem sind wir uns doch alle einig: Eine Raumseele für alle, alle Raumseelen für eine! 🙂

    Habt einen schönen Tag!
    Es ist toll, dass es euch, diese Gemeinschaft hier gibt. Sie ist für uns alle ein großer Gewinn; danke, Martina.

    LG aus LG, 🙂
    Nicole

  • Gudrun
    12. Januar 2017

    Liebe Martina, liebe Raumseelen,
    ich komme erst heute dazu, diesen Post und die Diskussion durchzulesen.
    Dieses Buch spricht ein wichtiges Thema an, auch wenn es nur einen Teil der Problematik trifft. Nicht immer produzieren dominante Mütter dicke Kinder, das Buch ist 30 jahre alt und es gibt inzwischen viele neue Erkenntnisse. Ich habe auch Frauen kennengelernt, die aufgrund des hohen Drucks zu Hause magersüchtig wurden, was für den Körper genauso schlimm ist.
    Und nicht immer, wenn das Gewicht nicht stimmt, schreit die Seele.
    Ich habe vor einiger Zeit die Sendung Quarks und Co gesehen, in der es um den Körper und das Gewicht ging. Inzwischen weiß man, dass auch eine genetische Disposition dazu kommt.
    Und Stress führt zu einer Bauchfettansammlung – man kann emotional noch so gut aufgestellt sein, nicht immer hat man die Möglichkeit seine Lebensumstände positiv zu beeinflussen – z. B. ist ein Anstellungswechsel mit über 50 doch heute kaum mehr möglich.
    Ich selber habe „strenge“ Eltern gehabt, Grabenkämpfe waren keine Option.
    Und trotzdem war ich ein zartes Kind und eine schlanke Frau. Ich bin eine Genussesserin, das bedeutet auch, dass ich nur esse, was ich mag. Und auf die Menge achte ich, denn zuviel beschert mir Unwohlsein.
    Und trotzdem bin ich heute mehr als üppig. Kerngesund aber das Hüft- und Bauchgold ist unübersehbar.
    Das Ganze begann mit dem frühen Ende meiner Wechseljahre und einer sehr belastenden Zeit, Pfund kam zu Pfund, ganz schleichend und heute bin ich so rund wie meine Oma und ihre Schwestern.
    Nein, anders wäre schöner, aber mir ist wichtig, gesund zu bleiben, das ist mein Maßstab.
    Meinen Frieden mit meiner Figur konnte ich erst schließen, als ich das Buch „Das Leben ist zu kurz für Käckebrot“ von Sabine Asgodom gelesen hatte. Die oben genannte Sendung bestätigte es dann im Großen und Ganzen.
    Ich finde es gut, dass wir uns hier so intensiv miteinander austauschen, das ist ja das Konzept von Raumseele, nicht wahr Martina? Darum liebe ich Deine Bücher so.
    Gesundheit und Genuss, das ist mir wichtig und darum guck ich jetzt nach dem Milchreis. ;o)
    Euch allen einen schönen, genussvollen Tag
    Gudrun

  • Conny
    15. Januar 2017

    Liebe Martina,
    Glaubst du, dass „böse Mütter“ besonders in solchen Jahrgängen zu finden sind, die im Krieg selbst Kinder waren und ihre seelischen Verletzungen und Ängste an die Töchter weiter gegeben haben?
    die Antwort:
    eindeutig JA !!!
    mehr dazu siehe die Bücher von Sabine Bode: Kriegskinder und Kriegsenkelkinder.
    zu den Kriegsenkelkindern gehören wir wohl alle, und ja das was wir erleben und erlebt haben, geben wir an unsere Kinder weiter, und die wieder an deren Kinder usw. usw.
    DAS sollte frau erkennen können und evtl. hilft es dann zu verstehen, warum Mütter so sind wie sie sind, zum verstehen ist dann der Weg zum verzeihen nicht mehr ganz so weit.
    Aber erstmal muss man es erkennen.
    Ich konnte als Kind nicht essen und wollte nicht essen, niemand hat erkannt das ich einfach zu traurig war zum essen.
    Ich wünsche allen Raumseelen einen guten Start ins Neue Jahr und lasst euch nicht verrückt machen was Diäten und Kleidergrössen betrifft.
    LG Conny

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