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Advertising/Werbung, Schlau

Diese verdammte Einsamkeit …

Raumseelen, ihr müsst helfen! Diese Einsamkeit macht mich sehr wütend.
Ich hab‘ meinen Plan für diese Woche hier im Blog spontan über den Haufen geworfen.
Natürlich streiche ich die Welt gern weiß und in zarten Grüntönen, aber die Welt ist nun mal nicht überall pastellig und deshalb präsentiere ich euch heute ein Thema, das die eine oder andere von euch vielleicht erschrecken wird.

Sonntagmittag erfuhr ich von einer Geschichte, die mich seit dem nicht mehr loslässt.
Es geht um einen Mann, den niemand vermisst.
Es geht um eine Geschichte so voll von Einsamkeit, dass mir das Herz rast.
Die Autorin Beate Wedekind ist  -wie Patricia Riekel, von der ich euch auch schon erzählt habe-  seit meinen ersten Schritten beim Fernsehen eine Journalisten-Ikone für mich. Ich lese jeden Tag ihre Beiträge auf Facebook weil sie klug sind und Gefühle offen zeigen. Gestern machte sie auf einen Artikel aus dem Tagesspiegel aufmerksam.

Einsamkeit Artikel im Tagesspiegel

Ich will gar nicht lange drum herum reden, denn es steht alles HIER! im Artikel des Tagesspiegel.

Es ist eine der schlimmsten Geschichten über die Einsamkeit die ich je gelesen habe. 
Der Mann, um den es geht liegt im Koma. Im Beitrag den ich verlinkt habe, ist ein Foto von ihm zu sehen. BITTE lest die Geschichte und schaut euch das Foto an.
Vielleicht kann eine von euch helfen, diesem Mann seine Identität und damit seine Würde zurück zu geben.
Vielleicht kennt eine von uns diesen Mann? Wir sind so viele, dacwäre das gar nicht ungewöhnlich.
Vielleicht hat jemand von euch eine Idee, die weiterhelfen könnte?

Ich danke euch! 

P.S. Das Aufmacherbild habe ich auf dem Speicher der seit Jahrzehnten verlassenen Mühle im Kloster Wettenhausen gemacht. Für mich drückt das Foto Verlassenheit aus … aber auch ein Fünkchen Hoffnung!
P.P.S. Und wenn an dieser Stelle irgendein neunmal kluger Datenschützer meint, ich müsste darauf hinweisen, dass das, was ich geschrieben und verlinkt habe, als Werbung für den Tagesspiegel zu werten ist, dann werde ich sehr, sehr zornig!

By Martina Goernemann, 9. Juli 2018
  • 19
19 Comments
  • Ursula
    9. Juli 2018

    Das ist eine furchtbar traurige Geschichte. Leider kann ich nichts Hilfreiches beitragen.
    Etwas fassungslos macht mich auch das Verhalten dieser Ärztin…“ Das ist einer unserer Patienten, ich komme nur grad nicht auf den Namen. “ und dann die strikte Weigerung,ihn sich anzusehen…sehr eigenartig.

    Ursula aus I.

  • Frauke E.
    9. Juli 2018

    Guten Morgen Ihr Lieben,
    ich habe gerade einen kurzen Bericht über diesen Mann in unserer Tageszeitung gelesen und war schon geschockt.
    Dann habe ich – nach Deinem Link liebe Martina – den ausführlichen Bericht gelesen.
    So etwas stimmt mich tieftraurig.
    Ich wohne in einem Viertel, in dem viele ältere Personen wohnen. Der Gatte wundert sich immer wen ich so alles kenne…..Ich plaudere auch immer gern mit den Nachbarn. Ich achte einfach darauf, wer hier so lebt und wenn mal jemand lange nicht zu sehen war, frage ich auch schon mal nach.
    Nicht aus Neugier….
    Ich hatte schon mal erzählt, dass ich Sozialarbeiterin bin.
    Ich habe einmal eine Situation gehabt, die mich sehr berührt hat.
    Es kam eine Frau auf Einladung zu mir ins Jobcenter und meinte zu mir, dass sie sich immer freut wenn ich sie einlade. Dann hätte sie endlich mal wieder jemand, mit dem sie sich unterhalten kann….
    Ich habe mich kurz entschuldigt und musste mich erst einmal in der Küche sammeln… Was für ein Leben… Darauf zu warten, dass die Frau vom Amt ne Einladung schickt um sich zu unterhalten…..
    Daher achte ich halt noch mehr darauf, was so um mich herum passiert.

    Ich hoffe, dass es bald geklärt ist, wer dieser Mann ist. Nicht aus Kostengründen – das ist sicher das Letzte, woran ich denke – nein, einfach um diese tieftraurige Situation aufzulösen.
    Habt alle einen guten Start in die neue Woche, herzliche Grüße, Frauke

  • Frauke E.
    9. Juli 2018

    @ Ilka,
    alles Gute für Deine Zahn-OP heute….
    Beiss die Zähne zusammen – lach….
    Herzliche Grüße, Frauke

    • Martina Goernemann
      9. Juli 2018

      Fraukeeeeee, du musst bitte auf meine Email antworten. Ich brauche deine Adresse, sonst bekommst du deine Wundertüte nicht! :-))))) Happy Montag!

    • Ilka
      9. Juli 2018

      Danke, es ist überstanden.
      Jetzt Ibuprofen und Decke drüber ;-/

  • Longine Reichling
    9. Juli 2018

    Liebe Martina!
    Mich bewegt diese Geschichte sehr. Aber ich möchte auch meine Hochachtung aussprechen an Komissar Uwe Dziuba, der nichts unversucht lässt um diesen traurigen Fall aufzuklären! Alles Liebe Longine.

  • Christa
    9. Juli 2018

    Kann man die Identität des Joggers nicht anhand der Zahnprothese eruieren?
    Liebe Grüße Christa

    • Martina Goernemann
      9. Juli 2018

      Hab ich mich auch gefragt, Christa. Geht aber offenbar nur in Fernsehkrimis immer so klaglos. Das echte Leben ist deutlich komplizierter. Herzlich! M.

  • Bärbel
    9. Juli 2018

    Ach herrje, Martina,
    was für eine traurige Geschichte!! Ich bin ganz fassungslos, dass niemand einen Menschen, einen Freund, einen Nachbarn vermißt. Das kann doch nicht sein! So abgeschottet kann doch der Mann nicht gelebt haben. Ich werd schon unruhig, wenn ich früh beim Laufen die/den eine/n mal eine Zeit lang nicht sehe und frage dann andere Leute nach ihr/ihm. Man kennt sich doch und macht sich Sorgen.
    Ich finde es sehr bewunderungswürdig, was Herr Dziuba in dieser Sache schon geleistet hat. Wahnsinn! Ich hoffe von Herzen, dass die Identität des Mannes gefunden wird und wünsche ihm alles Gute.
    Liebe Grüße
    Bärbel

  • Christa
    9. Juli 2018

    Da sieht man, dass ich zuviele Krimis lese und schaue
    Lg Christa

  • Manu
    9. Juli 2018

    liebe Martina, danke für diesen Post.
    Ich hatte zwar schon irgendwo am Rande mal was davon gelesen, aber im Leben nicht gedacht, dass der Mann noch immer ohne Identität ist.
    Es macht betroffen, auch wenn man bedenkt, dass öfters Menschen einfach sterben und erst nach Wochen oder Monaten gefunden werden.
    Bei uns im Dorf möchte ich dieses Schicksal mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, weil wirklich jeder jeden kennt und die Nachbarn doch auch immer ein Auge haben.
    Aber in einer größeren Stadt oder gar Großstadt ….. diese „Wohnburgen“ mit etlichen Wohnungen pro Etage machen mir Angst – so möchte ich niemals leben müssen.
    Leider kann ich zur Aufklärung nichts beitragen.
    eine schöne Woche wünsche ich
    liebe Grüße
    Manu

  • Sabine
    9. Juli 2018

    Liebe Raumseelen,
    auch mich macht dieser Bericht tieftraurig. Wie kann so etwas sein? Er muss doch irgendwo gemeldet sein. Ein Nachbar muss doch vermisst werden. Oder eine Bekannter, ein Verwandter…
    Ist unsere Gesellschaft schon so unaufmerksam, nur noch auf sich selbst fixiert?
    Ich finde es ja schon schrecklich, dass man keinen jungen Menschen auf der Straße sieht, der nicht auf sein Handy starrt. Ich würde da nur noch stolpern…
    Bewundernswert, wie Herr Dziuba versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
    Gottseidank lebe ich in einer kleinen Gemeinde, habe zwar nicht sooo viel Kontakt mit den Leuten, aber das liegt eher an der fehlenden Zeit, wenn man kaum zuhause ist. Aber ich habe Familie, die sich um mich kümmert, sich Sorgen machen würde.
    Ich hoffe wirklich, dass irgendwann irgendjemand doch noch einfällt, wer das sein könnte.
    Ich bin wirklich erschüttert.
    Habt trotzalledem einen angenehmen Tag!
    Liebe Grüße Sabine

    • Martina Goernemann
      9. Juli 2018

      Ich hoffe das auch so sehr, Sabine. Irgendwer muss diesen Mann doch kennen! Vielleicht geschieht ja noch ein kleines Wunder! Herzlich! M.

  • Nicole
    9. Juli 2018

    Liebe Martina,
    was für ein traurige Geschichte. Schlimm, dass Menschen von niemandem gesucht oder vermisst werden.
    Chapeau, der Kommissar lässt nichts unversucht.
    Beim Lesen des kompletten Berichtes stellt sich mir dir Frage, ob man nicht anhand des linken Schlüssels weiterkommt. Der gehört doch augenscheinlich zu einer Schließanlage. Bei uns ist das so, dass die Schlüssel der Anlage, sowie die ganze Schließanlage bei der Herstellerfirma registriert sind – falls mal einer Neuer benötigt wird (dürfen nämlich nicht einfach so nachgemacht werden)
    Vielleicht wäre das ein Ansatzpunkt.

    liebe Grüße
    Nicole

    • Martina Goernemann
      9. Juli 2018

      … das haben die bei der Kripo ja offenbar versucht, aber die Schlüssel sind in dieser Hinsicht nicht hilfreich. Schrecklich! Danke, dass du dir den Kopf zerbrichst. Herzlich! M.

  • Linda
    10. Juli 2018

    Guten Morgen liebe Raumseelen,
    da bin ich doch wieder froh das ich auf dem Land lebe, wo man die Nachbarn noch kennt und auch um einander schaut.
    Unsere alte Nachbarin war schwer krank, als einmal 2 Tage lang die Post nicht reingeholt wurde, habe ich die Vermieterin informiert und wir sind zusammen in die Wohnung um nach dem Rechten zu sehen, sie war bei Ihrem Sohn in Urlaub… aber wir haben ihr dann nahe gelegt, sie solle sich doch besser das nächste mal abmelden… man weiß ja nie.
    Es ist schade, dass vielen Leuten ihr Umfeld egal ist aber mir nicht, drum schaue ich lieber einmal zu viel als zu wenig nach.
    lg. Linda

    • Martina Goernemann
      10. Juli 2018

      Das gibt es in der Stadt Gott sei Dank auch, Linda. Aber an diesem Fall ist alles sehr, sehr merkwürdig. Natürlich hast du recht, wir müssen mehr hinschauen, was um uns herum geschieht und ein freundliches Auge auf unsere Mitmenschen haben. Uns Raumseelen muss das aber keiner sagen, gell? Ihr seid alle wirklich warmherzige Menschen, das sehe ich an jedem eurer Kommentare. Herzlich! M.

  • Mareike
    12. Juli 2018

    Liebe Martina!
    Ich weiß nicht, ob du es schon gelesen hast. Der Jogger von dem du schriebst, ist identifiziert worden. Es steht ein Bericht in der süddeutschen Zeitung. Ein Nachbar hat sich auf Grund der veröffentlichten Schlüssel gemeldet. Ansonsten schien der Mann ganz alleine zu leben. Eine traurige Geschichte, die aber nun doch aufgeklärt werden konnte.
    Liebe Grüße nach München.
    Mareike

    • Martina Goernemann
      12. Juli 2018

      Danke, Mareike. Ich habs auch gerade gelesen. Geht jetzt als großer Aufatmer durch die Medien. Einerseits schön, andererseits auch sehr traurig, weil der Mann offenbar komplett allein war und selbst sein seit Monaten überquellender Briefkasten niemanden im Haus alarmiert hat. Herzlich! M.

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