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Schlau

Endlich da! Die Sammeldose für Wortantiquitäten

Sie ist bereit, die “Alte – Wörter – Sammeldose”. Wurde auch Zeit, denn einige von euch konnten ihre Wörter nicht länger für sich behalten und haben schon die herrlichsten Wortantiquitäten in ihren Kommentaren mitgeschickt. In meinem letzten Brief an Fräulein Ordnung hatte ich die Idee mit der Dose ausgeheckt, nicht ahnend dass ihr genauso gerne Wörter sammelt wie ich! Nun ist die Sammeldose fertig. Ich hatte sie irgendwann aus einer Pumpernickeldose gebastelt oder war es Kaffee? Sie war gedacht als “Für mich” – Dose, weil ich so mühsam lernen muß mir Wünsche zu erfüllen, die “nicht wirklich nötig” sind. Ich kann das inzwischen aber ganz gut und deshalb bekommt die Dose hier und jetzt eine neue Aufgabe. Sie bietet viel Platz für neue Wörter und damit sie weiß, was sie zu tun hat, habe ihr ein schönes Schild um den Bauch gebunden.
Gesucht werden Wörter, die ausgestorben Ich bin mit der Wörtersammelei ja schon nach vorne geprescht mit “Übergangsmantel” und “Halbschuh”. Marion hat  “Sitzschuhe” gepostet. Hatte ich übrigens nie vorher gehört, aber ich habe gelernt dass es sich dabei um Stöckelschuhe handelt, mit denen man ausschließlich schön aussieht. Gabriele steuerte “Bratkartoffelverhältnis” und “Damengedeck” bei. Das war irgendwas mit Piccolo, oder? Fräulein Ordnung ist ebenfalls ein unschuldig in Vergessenheit geratenes Wort unter der Dusche eingefallen. Leider hatte sie es beim abtrocknen wieder vergessen. Aber sie duscht seitdem zweimal täglich, immer in der Hoffnung, dass das Geräusch des prasselnden Wassers ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen wird.
Im doppelten Sinn aus der Mode sind auch die Worte für verschiedene Muster. Stubi hält “Pfeffer und Salz” für erhaltenswert. Ich hab noch “Pepita” und “Hahnentritt” in die Dose gestopft und Simone kennt aus dem Modebereich sogar “Halbhosen”. Auch in Sachen Beauty und Haare ist einiges nicht mehr so wie es einmal war. Ich erinnere hier leidenschaftlich an “Stielkamm” und “Frisierumhang”, wichtige Beautyaccessoires meiner Mutter. Und “Frisiercreme”! Eine Wortantiquität die man nicht im Beisein eines Teenagers nennen sollte, denn dem fällt womöglich vor Schreck sein mühsam getufftes Styling zusammen. Obwohl das, was heutzutage in den Haaren landet, auch nicht weit von Frisiercreme entfernt ist. Es klebt nur doller.
Also los, ihr lieben Raumseelen, schreibt eure Wörter als Kommentar hinter diesen Beitrag. Bitte auch die, die schon in zurückliegenden Kommentaren ein paar Lieblingswortantiquitäten losgelassen haben. Ich hätte noch “Auslegware” und “Herrenkommode” in der Verlosung und “Pampelmuse”!  Verlosung ist übrigens ein schönes Stichwort! Mir kommt da gerade eine kleine, feine Idee! Von der erzähle ich euch am Samstag! Denn morgen habe ich noch was zum Thema sammeln auf Lager.

By Martina Goernemann, 14. April 2016
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340 Comments
  • Reserl
    14. April 2016

    Guten Morgen liebe Martina,
    das ist eine tolle Dose und eine tolle Idee, ich gehöre ja schon zu der Ü40 Truppe jooohh ;-)), da fallen mir doch auch noch so einige Begriffe ein. Das Fräulein vom Amt, oder den Ausdruck Fräuleinwunder, schön gell. Und gibt es eigentlich noch einen Blockwart? Das ist vermutlich jetzt ein Facility Manager, ich hab mir letzthin auf dem Trödel einen alten Henkelmann gekauft, ich weiß mein Onkel ist immer mit so einem Ding zur Schicht da war dann gestapelt sein Essen drinnen. Kennt noch jemand den Vatermörder?? ne also kein Verbrecher sondern der Hemdkragen der starre hochgestellte. Ein Teenie hieß früher Backfisch, und der Groschen wurde längst vom Euro verdrängt. Ganz schade finde ich (ich hab zum Glück noch ein paar auf dem Flohmarkt gefunden) ist, dass es keine Tropfenfänger mehr gibt, die find ich cool.
    So nun ist deine hübsche Dose aber schon mit vielen schönen alten Reserlworten voll gell 🙂 fleißiges Reserl, einen schönen Tag für dich liebe Martina

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      …der Tropfenfänger, jaaaa! Reserl, das ist der Brüller. Wunderbar. Alle deine Wörter sind in der Dose und …ich will noch nicht zuviel verraten … auf eine Wortsammlerin wartet am Ende der Woche eine hübsche Überraschung! Herzlich! Martina

  • Heike Rechner
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    ich habe hier eine ganze Reihe von Wort Antiquitäten auf Lager. Aber bevor ich die zum Besten gebe, will ich noch sagen, dass Hahnentritt keineswegs eine Wortantiquität ist. Dieses Muster war im vergangenen Jahr hoch in Mode und ist es wahrscheinlich auch jetzt noch. Wobei ich schon auch denke, dass dürr wenigsten wissen, wie man das Muster nennt. Und genau darum geht es Dir, nicht wahr?
    Hier nun meine Wortantiquität:
    Lichtspielhaus, Sommerfrische, Dreikäsehoch, Labsal, Ratzefummel, Nasenfahrrad, hanebüchen, blümerant, Augenstern, Schlüpfer, Läseigel, Backfisch, Konfekt, Kleinod, Gänsewein und schlussendlich: hold.
    Das sind alles Worte, die mal vor ein paar Jahren von schlauen Sprachinstitutsmenschen für vom Aussterben bedroht erklärt wurden.
    Woher ich das weiß? Hatte mal einen besonderen Adventskalender und da waren diese als Magnete im Kalender dabei.
    Manche Weitere wirken bei mir wir ne Zeitmaschine. Sofort bin ich sieben oder acht Jahre alt und erinnere mich an Momente dieser Zeit, in der man noch um einen Ratzefummel bat und Kurt darauf ein Radiergummi über den Pult bollerte. Heute erntet man eher verstörte Blicke.
    Sodele, holde Martina, genieße den Tag und noch viele weitere Wortantiquitäten.
    Bin gespannt, was da noch so zusammenkommt.
    Liebe Grüße, Heike

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Wow, Heike!!! Das ist ja der Hammer! Ratzefummel, ja! Aus der gleichen Zeit ist „knorcke“, das war das „geil“ meiner Kinderzeit im Ruhrgebiet! Und mit dem Muster hast du recht, absolut. Aber das Wort kennt (fast) nur noch meine Mutter. :-)))). Alle deine Wörter sind in der Dose! Bis auf den Läseigel. Soll ich ihn in Käseigel umschreiben? Hahaha! Happy Donnerstag, mein Schreibtisch ruft. LG Martina

      • Heike
        15. April 2016

        Bitte ja liebe Martina.

      • Rainer Hedwig
        29. Juni 2016

        Guten Tag liebe Martina,
        ich finde die Idee „knorke“ (naseweiser Hinweis von mir: kein „ck“) – deshalb nennt sich eine von mir sehr geschätzte Tanzmusik-Combo auch „Knorkator“ !
        Ich werde mich befleißigen, vielleicht den einen oder anderen meßbaren Beitrag zu liefern.
        Liebe Grüße
        Rainer

        • Martina Goernemann
          29. Juni 2016

          Na, du traust dich was, lieber Rainer. Wenn mich nicht alles täuscht, bist du der erste Mann, der es wagt an die Raumseelen – Pforte zu klopfen. Ich bin neugierig, wie du uns gefunden hast und was dich zu einer Raumseele macht!? Eine gute Nacht wünscht dir Martina

    • Anke Quade
      14. April 2016

      Hallo liebe Heike….na, DIE Wörter kommen mir doch bekannt vor 😉 hängen sie doch alle bei mir in der Küche und haben schon bei manch einer Feier für Gesprächsstoff gesorgt.
      einen Herzensgruß von Anke

      • Heike Rechner
        15. April 2016

        Liebe Anke,
        schön, dass du sie erkannt hast als „Andere-Zeiten“- Mensch.
        Ich liebe diese Gespräche, die dann entstehen. Unser Kühlschrank ist verkleidet, deshalb haften sie bei uns am Heizkörper im Esszimmer.
        Liebe Grüße speziell an Dich, Anke.
        Heike

  • Heidi Sutter-Schurr
    14. April 2016

    Liebe Raumseelen und Wörtersammlerinnen,
    grade zieht der Hausstand der besten aller Großmütter an meinem geistigen Auge vorbei, und dabei fallen mir einige Begriffe ein, die es vielleicht in die Dose schaffen. Viele sind alemannisch, die würden hier vielleicht nicht viele verstehen. In Hochdeutsch hatte sie einen Strumpfhalter (na ja, mehrere), ging in regelmäßigen Abständen zum Friseur, um ihre Haare ondulieren zu lassen, und an den Fenstern hatte sie Übergardinen. So viel auf die Schnelle, jetzt auf zur Arbeit.

    Allen einen schönen Tag und nette Grüße
    Heidi

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Du hasts mit dem Frisurenvokabular, gell Heidi? Meine Oma hatte eine normale „Welle“. Echt, keine Dauerwelle, sondern sie ließ sich eine „Welle“ legen, aber wenn ich meine Sätze besonders blumig gestalten wollte, dann sagte sie: Red‘ nicht so onduliert! :-))))
      Alle Wörter sind drin in der Dose. LG Martina

  • Stubi
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    wichtiges Beautyaccessoire meiner Mutter – Trockenshampoo!
    Kennt das noch jemand?
    Dazu brauchte man/frau keine Dusche!
    Der Tag ist noch lang, evtl. kommt noch ein Gedankenblitz!
    LG
    Stubi

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Jaaaaa! Hatte meine Mutter auch! In so einer kleinen babyaugenblauen, taillierten Dose mit weißem Deckel. Ist in USA wieder groß im Kommen. Dort als Spray. Wort ist in Dose. Herzlich! Martina

      • Susanne Brinkhoff
        16. April 2016

        Schau al im dm nach die Dose Deiner Mutter giebt es immernoch,ist nur nicht mehr tailliert 😉 und jede andere Firma hat auch ein Trockenshampoo giebt es sogar in farbig 🙂
        Dieses Wort ist wieder hipp.
        LG Susanne

        • Martina Goernemann
          16. April 2016

          Toughe Recherche, Susanne! Cool, wie alles irgendwie, irgendwann wieder hochgespült wird. :-))) Sonnige Samstagsgrüße von Martina

  • Heidi Sutter-Schurr
    14. April 2016

    PS: Und Minipli kennen bestimmt auch noch ein paar von Euch …
    LG Heidi

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Miiiiniiiipliiii! Ich lach mich kaputt. Kann sich noch einer erinnern wie der Beckenbauer damit aussah? Super, Heidi. Alles in der Dose! Herzlich! Martina

  • Andrea
    14. April 2016

    Schiefertafel, Griffel, Tafelschwamm und Tornister fällt mir beim Stichwort „Ratzefummel“ noch ein. Kennt jemand noch Stiftverlängerer? Solche Hülsen in die man klein gespitzte Bleistifte stecken konnte um sie noch zu verwenden? Nicht zu vergessen der gute alte Rechenschieber! Zum Sport ging es in Turnhose und Leibchen, zur Handarbeitsstunde mit einem schicken Handarbeitskörbchen. Oje..ich bin alt! 🙂

    Liebe Martina, die Idee mit der Dose ist zauberhaft!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Himmelherjeh! Meine Omas und die gesammelte Tantenschaft steht vor mir … „Leibchen“ ich lach mich schlapp. Ich liebe diese Wörter, Andrea. Alles schon drin in der Dose. Happy Donnerstag! LG Martina

    • Veronika
      15. April 2016

      Ich habe sogar noch Stiftverlängerer. „Frau“ kann ja nix verkommen lassen.

  • Nicole
    14. April 2016

    Was ist mit dem guten, alten „I-Dötzchen“ (wird das so geschrieben?), und wenn der Käseigel ins Rennen geschmissen wird, darf der „Mettigel“ nich auf dem Buffett fehlen 🙂
    Euch allen einen schönen Tag!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      „Mettigel“ nur unter Protest! Ich bin schließlich Vegetarier! Aber klar, kommt in die Dose! war das nicht der Fleischklops, wo unten drin immer die Salzstangen ganz glitschig wurden? :-))) Happy Donnerstag! LG Martina

      • Nicole
        14. April 2016

        Keine Ahnung wie sich das mit den Salzstangen verhält, ich mag die Dinger genauso gerne wie du 😉

  • Eclectic Hamilton
    14. April 2016

    Liebe Martina, ein Wort das ich wirklich oft benutze ist „grandios“. Und da ich das immer nur bei mir höre und lese 😉 … kommt es mir wie eine Wortantiquität vor.
    Was meinst du?

    Ganz liebe Grüße
    Ines

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ist ein schönes, altes Wort. Ich liebe auch „de luxe“ … das geht in die gleiche Richtung. „Grandios“ ist soeben in der Sammeldose gelandet! Herzlich! Martina

  • Nessie
    14. April 2016

    Was für eine süße Idee. Als Ü50 kenne ich diese Wörter natürlich alle! Und als ehemaliges Ruhrgebietskind sind mir Wörter wie „Knorke“ natürlich wohl bekannt. Eine MiniPli war meine allererste Dauerwelle. Und das bei überschulterlangen Haaren, die dazu von Natur aus noch Pferdehaar-dick waren. Muss ich erwähnen, dass auch so lange Haare waagerecht stehen können und nach drei Tagen in einer Kurzhaarfrisur endeten? Damals war ich 14 und zu Tode betrübt❣
    Es sind schon so viele Sachen gesagt worden, da kann ich, noch was beisteuern.
    Gibt es den Kniestrumpf noch? Den Pferdeschwanz? Den Polter (Schlafanzug)? Zierkissen ( auf Eck gestellt auf dem Sofa), den Fransenkamm (um die Fransen am Teppich in Reih und Glied zu kämmen? Ja! Das machte man wirklich!). Der Abfalleimer, die Schlappen (Pantoffeln), die Regenhaube (die sich ältere Damen nach dem Friseurbesuch und bei Regen über die Frisur gebunden haben – immer durchsichtig!), Tintenkiller und Schreibmaschinenband fallen mir noch ein. Im Laufe des Tages kommt sicher noch mehr dazu. Liebe schottische Grüße, Nessie

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ja! Die Regenhaube. Meine Oma hatte immer eine in der Handtasche. Die steckte in so einem winzigen rosa Etui und wurde nach Gebrauch dort wieder hinein gefriemelt. Ich habzu einem der anderen Kommentare auch ein Frisur-Abenteuer meinerseits zum besten gegeben. :-))) Jetzt muss ich wirklich drücken, damit alle Wörter ein schönes Plätzchen in der Dose finden. Herzlich! Martina

  • Nessie
    14. April 2016

    Jetzt hätte ich fast das Durchschlagpapier vergessen ! Und das Kaffeekränzchen und den roten Bohnenkaffee… Das ganze ist echt ansteckend ❣

  • Gabriele
    14. April 2016

    Leibchen, ihhhgittt, an die kann ich mich auch noch erinnern. Gottseidank kamen sie in (meiner) zweiten Klasse endgültig weg und ich mußte mich beim Sport nicht mehr schämen. Wahrscheinlich hatte meine liebste Oma Erbarmen mit mir. Meine Oma trug übrigens noch Hüfthalter und Korsett und ermahnte mich immer wieder, auf dem Trottoir zu bleiben. Bei ihr hieß der Bahnsteig auch noch Perron.

    Hach, es gibt so viele schöne alte Wörter. Bin gespannt, was noch so alles in der Dose landet.

    Viele Grüße
    Gabriele

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ganz ehrlich? Ich hab mit viel gerechnet. Mit vielen Wörtern, aber nicht mit diesem unglaublichen Wort-Schatz! Toll! Perron kannte ich nicht … hab ich wieder was gelernt. Danke! Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Nessie
    14. April 2016

    Bratkartoffelverhältnis, Schwippschwager, Blümchenkaffee, Vetter, Aussteuergeschirr, die Stola zum Abendkleid, ich werd verrückt…

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      …wenn man einmal anfängt, gell? Unglaublich! Unglaublich schön! LG Martina

  • Margret Schäfer
    14. April 2016

    Hallo Martina,
    lese gerade die Kommentare und dabei fällt mir spontan das
    Bettjäckchen ein.Kleine, gestrickte Jäckchen die Frau auch gerne mit ins Krankenhaus nahm.
    In einem älteren Post(nennt man das so?)habe ich gelesen,daß Du(frau duzt sich hier habe ich auch gelesen!!) gerne an den Fläschchen im Drogeriemarkt riechst. Eigentlich „hasse“ ich diese
    (meist)Frauen.Sie verschliessen nämlich häufig die Flaschen nach der Riechprobe nicht richtig.Und ich hatte den Weichspüler über meiner Jacke.Blöderweise ergoß sich auch einmal flüssiges Waschmittel auf meinen Autositz.Wie das passieren konnte ist mir heute noch rätselhaft.
    Aber sonst bist du mir sehr sympathisch!
    Viele Grüße Margret

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      …und außerdem drehe ich die Flaschen wieder fest zu !!! Ich hatte nämlich auch so einen Weichspüler-Unfall. Die Flasche kippte auf dem Laufband an der Kasse um und weil sie von irgendwem nicht richtig zugschraubt war, ergoss sich die Brühe in hohem Bogen auf alles! Dein Bettjäckchen ist in der Sammeldose und einen schönen Tag wünsche ich dir auch! Herzlich! Martina

  • Brigitte Langendorf
    14. April 2016

    Guten Morgen, nachdem ich deinen Text gelesen hatte (übrigends tolle Dose) hatte ich auch sofort „minipli“ im Kopf. Jetzt fällt mir gerade nichts passendes ein, oder zählt Kassettenrekorder schon dazu ?

    LG Brigitte

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Doppler sind nicht schlimm, Brigitte. Und Minipli ist so schön, das darf ruhig doppelt kommen. Ich hab mich heute früh schon gekringelt vor lachen über die Minipli … dabei fällt mir gerade auf, dass das auch ein Brüller ist, wenn man sich bei Minipli vor lachen k r i n g e l t ! Hahaha! LG Martina

  • Lydia
    14. April 2016

    Mir fiel beim Lesen sogleich „Hochwasserhose“ ein. Früher ein Schimpfwort. Heute …. naja, jede Hosenlänge ist in und erlaubt.
    Trockenshampoo gibt es ubrigens immer noch. Meine Tochter rückte vor 2 Jahren damit an – sehr zu meinem Entsetzen. Ich fand immer, dass das nach einer Stunde anfing fürchterlich zu jucken. Sie hat es dann auch schnell wieder aufgegeben.
    Einen schönen Tag Euch allen,
    Lydia

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Echt, Lydia? Immer noch in der kleinen blauen Dose? Deine Hochwasserhose ist der Hammer. Ich hatte auch eine. Obercool, obwohl das damals noch nicht cool hieß. Was ihr alles an Wörtern ausgrabt ist toll! Alle Wörter von dir sind in der Sammeldose! Einen schönen Tag wünscht dir Martina

  • Kläre
    14. April 2016

    Guten Morgen Martina
    kennst Du eine Waschlapett,das findest Du nicht mal auf Google..es ist eine Waschschüssel mit einer Kanne…war ganz früher das Bad,,,ganz beliebt ist auch im Rheinland ein Kroos Schoss,eine Schublade,wo alles abgeladen wird…der Kölner
    benutzt gerne das Wort us de Lameng…heisst ganz spontan…mir wird sicher noch mehr einfallen….Dir einen sonnigen Tag,mit angenehmen Gerüchen..lb.G. Kläre

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Toll, Kläre! Dat is dat kölsche Wort für meine Chaos-Schublade. Wenn ich eure Wörter lese, fallen mir hundert Geschichten ein. Ich finde euch so klasse, ihr wunderbaren Raumseelen. Happy Donnerstag! Herzlich! Martina

      • Kläre
        14. April 2016

        Ist Dir der Volksempfänger bekannt,war unser erstes Radio…
        Luftschutzkeller war gar nicht schön,wir mussten zeitweise Gasmasken anziehen..furchtbar…
        meine Mutter nähte im Krieg Oelhautumhänge (Regenjacken)rochen garnicht gut…lb.G. Kläre

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          … diese Zeiten lagen, Gott sei Dank, schon weit zurück als ich die Welt erblickte. Da haben wir doch weit schönere in petto, oder Kläre? Herzliche Grüße von Martina

        • Kläre Weuffen-Pötschke
          14. April 2016

          Martina,kennst Du eh Köppsche Kaffee…
          pflegte meine Grossmutter immer zu sagen,sie trug immer alles bodenlang,hob ihren Rock hoch,hatte auf dem Leinen Unterrock mit viel Spitze eine Tasche genäht,zog Ihr Portemone„ und gab uns einen Groschen….
          Ich glaube Du hast eine Lawine los getreten..LG…Kläre

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          Ja, ich komme heute zu fast nichts anderem, als eure vielen, vielen Kommentare zu beantworten. Aber es macht so unglaublich viel Spaß. Toll! Und am Ende gibt es ja auch noch einen kleinen Überraschungsgewinn. Einen schönen Abend, liebe Kläre. LG Martina

  • Nadja Suhren
    14. April 2016

    Hallo Martina,

    tolle Idee mit der Wörter-Sammeldose, da kann ich mich heute nicht zurückhalten:
    Meine Oma ging zur Wasserwelle und trug an Regentagen eine Regenhaube während mein Opa im Garten eine Persenning spannte. Die Wäsche wurde mit dem Plätteisen gebügelt oder durch die Wäschemangel gezogen. Das Treppenhaus wurde mit der Bohnerhexe und Bohnerwachs auf Hochglanz poliert und für die Schuhe wurde Schuhwixe benutzt. Wenn wir als Kinder nicht so viele Fisimatenten machten wurden wir auch schon mal mit einem Groschen belohnt, und im Schullandheim gab es zum Frühstück Muckefuck. Ach ja, kennt ihr noch einen Muff? Darin konnte man im Winter so schön die Hände warmhalten…
    Liebe Grüße aus dem Norden
    Nadja

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ach Mädels, was ist das ein feiner Morgen! Bei allen Wörtern die ihr schickt muss ich grinsen und bei manchen quietsche ich vor Spaß. Erstaunlich wie viel Wörter im Friseurhandwerk ausgestorben sind! Wir haben ja schon eine ganze Menge gesammelt in dieser Richtung heute. Und die Bohnerhexe!!! Nadja, das ist ja echt eine Antiquität. Meine Oma hatte immer eine. Die ließ sie sich auch nicht nehmen und als ich ganz klein war, da durfte ich darauf stehen und die Oma hat mich damit über den Boden geschubst! Liebe Grüße an Dich und Happy Donnerstag! Martina

  • Anja
    14. April 2016

    Eine schöne Idee, diese Dose! Ich als Fotografin kann noch einige Wörter beisteuern: Dia und Diaprojektor, Negative und auch Dunkelkammer. Leider ja alles nicht mehr so häufig in Gebrauch. Als Kind habe ich immer einen Anorak getragen, dieses Wort habe ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gehört. Schallplatten und Hörspielkassetten habe ich als Kind aber noch gehört. Ach ja, und nicht zu vergessen: Schon Bezug! Hatte meine Oma auf ihrem „guten Sofa“ in der „guten Stube“!
    Liebe Grüße aus Hamburg, Anja

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Wenn heute einer von der Dunkelkammer spricht, wird er wohl eher Richtung Reeperbahn eingeordnet, oder? :-))) Schöne Wörter hast du uns geschickt. Einen Anorak hatte ich auch. Da war ein Teddyfutter drin, dass sich immer im Reißverschluss verhakte. Alle deine Wörter sind in der Sammeldose. Herzliche Grüße nach Hamburg von Martina

  • Tellerränder
    14. April 2016

    Hallo Martina, was für eine tolle Idee!

    Perlonstrümpfe waren mal das Objekt weiblicher Begierde,, Trevira, der Stoff aus dem die Kleider waren und Nylonhemden versprachen bügelfreie Stunden. Es Übergangsmantel und zum Putzen nahm man den Schrubber. In jeder Küche klebten Prilblümchen. Dünnen Kaffee nannte man Blümchenkaffee, es gab noch die “ gute Butter“. Noch gar nicht so lange her, oder doch????? Liebe Grüsse von Fr. Tellerränder

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Frau Tellerränder, du bist neu hier! Und hast gleich so viele schöne Wörter im Gepäck. Die GUTE Butter ist mein ein und alles. In einem meiner Bücher habe ich eine ganze Geschichte darüber geschrieben. Alle Wörter von dir sind in der Sammeldose! Komm uns gerne wieder besuchen. Herzlich! Martina

  • Colette
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    wenn mein Opa früher vom Dienst kam (er war Lokführer auf einer „Dampflokomotive“) brachte er manchmal das „Hasenbrot“ mit nach Hause. Das waren die „Stullen“, die er nicht gegessen hatte. Verpackt in einer verbeulten Alubrotdose.
    Das kann ich richtig vor mir sehen… Meine Oma in „Kittelschürze“ und mein Opa in Eisenbahneruniform mit uralter speckiger Lederaktentasche…
    Das war auch schon so, als mein Vater noch ein Kind war. Es war das erste, was er aus der Tasche nahm, wenn er in die Küche kam. Und alle haben sich darauf gefreut…
    Heute kann sich das wohl kaum noch jemand vorstellen, das man auch mit so wenig zufrieden war.
    Wenn man so drüber nachdenkt, merkt man erst, wie viel sehr schnell in Vergessenheit gerät…
    Da fällt mir noch ein, das Zimmer meines Vaters befand sich auf dem „Kellerboden“… Forthaben wir als Kinder auch sehr oft geschlafen…
    Hab einen schönen Tag
    Colette

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      ja, ja, ja! Die Hasenbrote. Das Wort benutzen wir aber immer noch. Ich habe es gerettet. Wenn mein Sohn seine Schulbrote manchmal zuhause vergisst, dann lass ich sie liegen und esse sie am frühen Abend selber auf. Warum? Weil Hasenbrote viel leckerer sind, als frisch geschmierte. Alle deine Wörter sind in der Dose. Happy Donnerstag. LG Martina

  • Bärbel
    14. April 2016

    Hallo, Martina, liebe Raumseelen,
    ich hab auch noch paar Sachen: Laufmaschen, Unterarmtasche, Manschettenknöpfe, Collegtasche, Stiefelknecht, Krawattennadel, Dedereonbluse, Federmappe, Strumpfhalter. Vielleicht ist da was für die Dose dabei? 🙂 Wenn mir noch was einfällt, melde ich mich noch mal.
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Kommt alles in die Dose, liebe Bärbel. Bis auf die Dedereonbluse! Was ist denn das? LG Martina :-)))

      • Bärbel
        14. April 2016

        Sollte Dederonbluse heißen, das war 100 % Plastik, heute würde man sagen Polyester.

      • Colette
        14. April 2016

        Also Dederon kenn ich ich auch irgendwie…. Gab es in der DDR… Muss ein künstliches Stoffgemisch sein, aus dem Blusen und ähnliches genäht wurden. In den Volkseigenen Betrieben (VEB’s)… :0)

        • Bärbel
          14. April 2016

          Ganz genau. Das ist das Zeug. Man hat nur geschwitzt darin, 100 % Kunstsstoff. 🙂

        • Manuela Arnhold
          20. April 2016

          Dederon (DDR), diese 3 Buchstaben finden sich in Dederon. Die westdeutschen Verwandten waren Nylon und Perlon. Aus Dederon wurden Kittelschürzen, Einkaufsbeutel usw. hergestellt. Ich glaube, auch die Bezüge von Schirmen.
          Alte Worte: Liebetöter (Schlüpfer mit langem Bein) und Sechster (5-Pfennig-Stück). Mein Opa erzählte immer, er hat als Kind beim Bäcker für´n Sechster Kuchenkrümel gekauft.

        • Martina Goernemann
          20. April 2016

          …und wieder was gelernt, liebe Manuela! Danke! Wörter-Nostalgie macht wirklich enorm viel Spaß, gell? Freu mich wenn du uns Raumseelen wieder besuchen kommst. Herzlich! Martina

  • Karin
    14. April 2016

    Guten Morgen allerseits,
    hihi, wie witzig! Diese alten Worte sind wirklich herrlich! Wobei deine „Stöckelschuhe“, liebe Martina, die heute zu Highheels mutiert sind, unbedingt in die Dose müssen. Kennt ihr noch den Ausdruck „inne Wicken“, wenn man total fertig ist? Oder kniffelige Arbeiten als „Gefriemel“? Bei Jaqueline von Heckel-Donner (die damit selbst in die Dose müsste, soll ja kein Plagiat sein 😀 ) las ich kürzlich den Ausdruck „Flitz“ als neue Idee, kenn ich auch noch, einfach schön! Oder „Puschen“ für Hausschuhe, „Botten“ für olle Halbstiefel…. Da gibt’s den „Stinkstiefel“ für den unangenehmen Zeitgenossen, die „Flitzpiepe“, den „Schussel“……. Ein bisschen liebevoll-ruppiger Ruhrpott-Charme eben, der in der Tat wie eine Zeitreise wirkt 🙂
    Liebe sonnige Grüße aus dem Pott wünscht euch allen
    Karin

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ja, Karin, dat is echt Pott! Da hüpft mein Herz. Sind wirklich alle vom Aussterben bedroht, deine Wörter und müssen deshalb unbedingt in die Sammeldose. Sonnige Grüße von Martina

    • Veronika
      15. April 2016

      Pittermesser, kennst du das auch noch, Karin?

  • Elke
    14. April 2016

    Oh das finde ich ja eine prima Dose. Mal sehen, was mir dazu einfällt:
    Also als Kind hatte ich einen Ranzen und eine Brottasche und habe ab und zu auch mal Schmu gemacht und liebte Kompott.
    Ansonsten wie ist es mit Badeanstalt, Kemmenate, Strumpfhalter/-gürtel, Kaltwelle, Ärmelschoner, Pulswärmer und Bettkuhle ? Gibt es noch belegte Schnittchen? Lach, das wird bestimmt so eine Art „Gedankenwurm“ heute den ganzen Tag lang. Bin schon gespannt, was da noch alles wieder entdeckt wird.
    Freudige Grüße in die Runde
    Elke

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Badeanstalt! Hammer! Ich kann den Chlorgeruch förmlich riechen. Tolle Wörter, Elke! Alle fein in die Dose gesteckt. Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Brigitte
    14. April 2016

    Wieso entstehen jetzt plötzlich ganz viele Bilder in meinem Kopf? 🙂
    Ich kann die „Sommerfrische“ beitragen, und die „Rattenschwänze“, die ich als Kind trug. Außerdem war meine Lieblingskleidung in der pre-Jeans-Ära ein „Faltenrock“, im Winter die „Steghose“ oder die „Manchester“-Hose (schnöder Cord).
    Meine Oma ging nie ohne „Korsett“ (sie hatte immer eine sehr schöne aufrechte Haltung).

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Meine Oma sagte statt Korsett „Halter“. Nicht Hüfthalter, sondern schlicht „Halter“! Mir geht es wie dir. Ich denke heute den ganzen Tag in alten Worten und dutzende Geschichten flitzen durch meinen Kopf. Wir sind ein richtig guter „Verein“ wir Rauseelen. Alle Wörter in der Dose gesammelt! Herzlich! Martina

  • Bärbel
    14. April 2016

    Hallo,
    mir ist noch was eingefallen:
    „Kuchenrändeln“ (für die abgeschnittenen Ränder der Blechkuchen, die man sich als Kind beim Bäcker erbettelt hat) und zu den Laufmaschen gehört noch der „Maschenfang“, eine kleine Tube Kleber zum Abfangen der Maschen. Dann noch Muckefuck, Laubenpieper, Papilotten, Cocktailschürze (hatte meine Mutti) und Stammbuchblümchen (davon hab ich noch welche, haha).
    Schönen Tag allen
    Bärbel

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Papilotten hatte ich auch! Soll ich dir mal den Brüller erzählen? Ich hatte mir mal meine Haare auf eben diese Papilotten gedreht und war dann mit Dieter Bohlen zum Essen verabredet. Die halbe Kneipe wollte Autogramme von mir, weil mich alle für Thomas Anders hielten. Kein Witz!!! Deine Wörter sind fein gesammelt. Herzlich! Martina

  • Martina Hamann
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    schon seit Jahren nehme ich vom Aussterben bedrohte Wörter als Passwörter am Pc … Pustekuchen oder Pappenheimer waren gerade auf meiner Passwort-Liste ..
    Sooo schade, denn wie zärtlich klingt das Wort „Leibchen“ eigentlich … Meine „Mädels“ auf Arbeit waren irritiert, als ich erzählte, dass sich meine Schwiegermutter manchmal eine „Garnitur“ wünscht und sie beide dabei an ihr Badezimmer dachten – Schwiegermutter jedoch ein Hemd und einen „Schlüpfer“ meinte.
    Im Märchen „Schneewittchen“ mag ich auch folgendes Verb: „Schneewittchen LUSTERTE den schönen Apfel an“, viel schöner als vielleicht „anschmachten“ oder „begehren“.
    In diesem Sinne „Lebewohl“ (ich glaube fast, das Wort macht sich auch „abspenstig“)!
    Liebe Grüße, Martina

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Namensvetterin (auch so eine Antiquität…) ganz wunderbare Wörter hast du da geschürft. Das mit der Garnitur weiß ich von meiner Oma auch noch. „Wat Warmes für die Nieren, mit Beinchen und mit Angoraanteil!“ Ach, herrlich! Alle Wörter sind umgeleitet in die Dose. Herzlich! Martina

  • Gabriele
    14. April 2016

    Herrlich liebe Martina – da ist SIE ja! 😉

    Hat noch was Platz?
    Durfte in den letzten 10 Jahren 3 Haushalte alter Herrschaften in meiner Verwandtschaft auflösen, da kamen vielleicht längste vergessene Wörter und sonstige Raritäten zu Tage!

    Schon vor der Haustüre meiner Schwiegereltern, das auf HELLER und PFENNIG abbezahlt war, lag ein FUSSABTRETER, gleich rechts daneben im Flur ein alter AUFPUTZSCHALTER aus schwarzem BAKELIT. Kam man ins Bad, so stand da sichtbar für alle ein BADEOFEN, ein sog. BOILER, nicht zu verwechseln mit dem WASCHKESSEL im Keller, in dem die Wäsche mit echtem WASCHSODA erst eingeweicht und dann auf dem WASCHBRETT geschrubbt wurde. In der Küche wurde das Wasser für Tee oder MALZKAFFEE, gen. MUCKEFUCK, erst mal mit dem TAUCHSIEDER heiß gemacht. Leider hatte meine Schwiegermutter keine KALTMAMSELL und musste das Essen für den Schwiegervater, der stets KNICKERBOCKER oder HOCHWASSERHOSEN trug, selbst aus der KASSEROLLE in den HENKELMANN füllen. Kamen die Kinder mit leerem TORNISTERN mittags von der Schule, gab es ganz selten ein OCHSENAUGE mit Spinat. Auf der Straße verteilten die GASSENBUBEN schon mal BACKPFEIFEN, NASENSTÜBER oder KOPFNÜSSE…aber niemals den Mädchen mit den AFFENSCHAUKELN, die mochten sie nämlich lieber als die mit der PONYFRISUR oder dem PFERDESCHWANZ. Trug eine ein Kleid mit PETTICOAT und BUBIKRAGEN, dann wurde sie angehimmelt und als STEILER ZAHN tituliert. Sonntags gingen die Schwiegereltern gerne mal zum 5-UHR-TEE oder TANZTEE und aßen einen BIENENSTICH mit OBERS, auch lud man die DAME des HAUSES auf eine WEINBRANDBOHNE oder ein KNICKEBEIN ein. Mit dem LEUKOPLASTBOMBER fuhren sie hie und da an den BUSEN der NATUR oder lauschten dem HARZER ROLLER, der im Käfig fröhlich vor sich hinzwitscherte, aber das sind ja alles OLLE KAMELLEN… 😉

    Lieben Gruß, Gabriele

    • Gabriele
      14. April 2016

      Hach Martina, du bist „schuld“, dass ich heute nur noch in alten Wörtern denken kann…;-)

      Aufgebot
      Backfisch
      Chaussee
      Dauerlauf
      Evergreen
      Frohnatur
      Galoschen
      Hausierer
      I-Tüpfelchen
      Jungfer
      Kreti & Pleti
      Leumund
      Mauerblümchen
      Notgroschen
      Oberbett
      Poussieren
      Quasselstrippe
      Rasierpinsel
      Seemannsgarn
      Strumpftasche
      Tapetenwechsel
      Ultimo
      Vetter
      Winkeladvokat
      Xantippe
      Yuppie
      Zechpreller

      P.S. Das Damengedeck kenne ich als Kombination aus Alkoholischem und Nicht-Alkoholischem z. B. Sekt mit Orangensaft, oder Kaffe und Kuchen mit Schnäppsle.

      Na denn, in diesem Sinne ein kräftiges PROSIT auf die längst vergessenen Wortschätze! 😉

      • Martina Goernemann
        14. April 2016

        Wahnsinn, Gabriele! Und dann auch noch alphabetisch geordnet.:-))) Ich stell dem Vetter noch die Base an die Seite und packe deine herrlich Sammlung in die Dose! Herzlich! Martina

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Gabriele, das ist ja eine ganze, runde, kleine Geschichte. Wunderbar. Ich habe Malzkaffe geleibt. Gab es bei uns zuhause oft. Aus einer Pappschachtel die war weiß mit blauen Punkten. Oder blau mit weißen Punkten. Egal. War jedenfalls lecker. Mit viel Milch und Zucker. Mit Weinbrandbohnen dagegen kannst du mich jagen. :-)))) Alle Wörter sind in die Sammeldose gewandert! Herzlich! Martina

      • Gabriele
        14. April 2016

        Huhu Martina,

        muss leider noch ein paar Wortschätzchen raushauen, sonst lauf ich heute noch über! 😉

        Armeleuteessen
        Bordsteinschwalbe
        Caprihose
        Dauerwurst
        Einarmiger Bandit
        Falscher Hase
        Gamaschen
        Hosenmatz
        Jüngling
        Kernseife
        Liftboy
        Milchmädchenrechnung
        Naseweis
        Obersekunda
        Puderquaste
        Querulant
        Ringelspiel
        Seifenoper
        Trantüte
        ungestüm
        Veitstanz
        Wolkenkuckucksheim
        Zappelphilipp

        Liebgruß Gabriele

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          Gabriele, du bist ’ne Wucht! Ich hätte Lust zu jedem Wort etwas zu schreiben. So schön sind die! Falscher Hase und Milchmädchenrechnung sind wunderbar und alle anderen auch. Aus welcher Region schreibst du? Herzliche Grüße aus dem Süden von Martina

        • Gabriele
          14. April 2016

          Liebe Martina, wohne auch im Süden,
          Schönen-Abend-Gruß aus Augsburg

          herzlich, Gabriele

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          :-)))

  • Hanne
    14. April 2016

    Was für eine schöne Idee! Da steuere ich doch gleich ein Lieblingswort von mir bei. *SAUMSELIG* Es beruhigt mich schon beim Lesen und zieht in der Erklärung gleich noch mehr alte Wörter nach. Bedächtig, besonnen, geruhsam, sachte, gemütlich – das alles ist SAUMSELIG. Eigentlich das Gegenteil von mir 😉

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ach, ist das schön, Hanne! Saumselig! Paßt auch ganz wunderbar zu hold! Ist schon in der Sammeldose! Herzlich! Martina

  • Martina Hamann
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    einen Nachtrag kann ich Dir nicht ersparen … Eben überlegten wir, für eine gerade 50 gewordene Kollegin als Geburtstagsüberraschung das Zimmer zu dekorieren. Da sie selbst Flohmarktstände betreibt, wollten wir dieses dementsprechend gestalten und dachten über C…s Trödelkiste nach. Ich: „Ach nee, lieber nicht, das Wort „Trödel“ assoziiere ich auch mit „seine Tage haben“. Meine Kollegin: „Naja, beim „Trödeltrupp“ (aus dem Fernsehen) menstruieren ja auch nicht alle …“
    Liebe Grüße!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Das nenne ich „um die Ecke denken!“ Hab ich so noch nie gehört! :-))) Kommt aber auch in die Sammeldose. Sonnige Grüße aus München von Martina

      • Martina Hamann
        14. April 2016

        Gerade Bezeichnungen „dafür“ sind auch ziemlich vielfältig. Meine Oma umschrieb die „Tage“ mal so: Sie wäre rosa gefärbt gewesen … :o)) Hihi, vor allem ROSA …

        • Birgit
          14. April 2016

          hihi bei uns war Tante Rosa aus Amerika da – tolle Dose und herzliche Grüße

  • Sybille
    14. April 2016

    Guten Morgen!
    Was für eine tolle Idee mit dem Wortsammeln! Es gibt natürlich ganz schön viele, die mir da einfallen würden – aber ich beschränke mich mal auf: „Weißzeug“ (weißer Stoff, meist Tisch- oder Bettwäsche), als „Haartracht“ (Frisur) der „Mecki“ (Igelfrisur), „Hasenbrot“ (trockenes Brot, das man als Proviant mitgenommen, aber nicht gegessen hat), die „Leibesertüchtigung“ (Sport), „lustwandeln“ (gemächlich in der Natur spazieren > eigentlich sollte man das wieder einführen…), „Sapperlot!“ (ein Ausruf der Verwunderung… oder wie in dem Lied „Sapperlot, was sah ich da? Tanzte doch die Gans Agathe mit dem Truthahn Cha-Cha-Cha…“), die „Eselsbank“ (die Bank in der die schlechtesten Schüler der Klasse sitzen – nicht gerade nett…), der „Muckefuck“ (ein Kaffee-Ersatz – das Wort kommt wahrscheinlich von „Mucke“(brauner Holzmulm) und f*** (faul) – hat also nix mit dem heutigen Wort zu tun…) und vielleicht noch die „Jukebox“ (Musikbox statt ipod!) als „Groschengrab“…

    Übrigens: der Teenie (früher: „Pennäler“ – wenn er/sie noch aufs Gymnasium ging) von heute benutzt tatsächlich wieder Trockenshampoo… geht manchmal fixer als Haarewaschen (riecht auch nicht mehr unbedingt nach „Mottenkugel“) und „Stifteverlängerer“ für kurze Bleistifte gibt es noch – im Künstlerbedarf oder bei den Schreibwaren…

    Ganz sonnige Grüße!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Sybille!!! Du bist ja ein wandelndes Wortantiquariat. Toll! Vieles fällt einem erst wieder ein, wenn man es hier liest. Ich finde, wir haben da was Feines losgetreten mit unserer Sammeldose. Ich bin stolz auf euch Raumseelen. Sehr stolz! Herzlich! Martina

  • Maren H.
    14. April 2016

    Da fällt mir doch glatt der Wellenreiter, die Knickerbocker (ist das richtig geschrieben? ) und das heißgeliebte Büdchen ein. Da gab’s immer was zu schnuckern – ah noch so ein wort. Lg und es wird noch ne Menge zusammenkommen. wären alte Dialekt Wörter auch willkommen?

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Mir sind Wörter i m m e r willkommen. Aber ich denke, für die Dialekte machen wir demnächst mal eine zweite Sammeldose auf. Die jetzige platzt ja jetzt schon aus allen Nähten. „Schnuckern“ ist ein schönes Wort. Ich saß ja an der Quelle, weil die Oma ein „Büdchen“ hatte. Herzlich! Martina

  • Anita Bloderer
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    danke für die witzige Inspiration , die “ Wortschätze“ unserer Altvorderen auszugraben. Vielleicht magst du auch einige vom österreichischen Nachbarn in deine Dose stecken ?
    Rotzlöffel, Frechdachs und Gfraster waren aufgeweckte, lebhafte Knaben.
    Schlimme Mädchen gab es damals kaum, die wurden eher als Tränensusi, Plärrgeige oder Mockfotze bezeichnet. Hatte ein Mäderl doch eimal mehr Temperament war ihm der Name Rutschipeter oder Springinkerl sicher.
    Ein entzückendes Wort hab ich noch : Gschpusi, das stand für eine heimliche Liebschaft.
    Liebe Grüße aus Oberösterreich
    Anita

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ach, ihr Österreicher habt eh‘ besonders schöne Wortschöpfungen. Herzlichen Dank für das internationale Flair, das du unserer Sammeldose verpasst. Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Janine
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    schön, die ganzen alten Worte. Spontan ist mir die Kaltmamsell eingefallen. Das war die Dame, die früher für die kalte Küche in der Gastronomie oder in herschaftlichen Häusern (ist das nicht auch ein herrlich alter Begriff ?) zuständig war.
    Auch die „Kalte Ente“, eine Bowle aus Weißwein und Sekt mit Zitrone ist mit den modernen Getränken fast in Vergessenheit geraten. Bei mir ist ein Versuch vor etlichen Jahren viel zu sauer geraten. In meiner Jugend gab es auch auf Partys immer den „Klammerblues“, mit der Hoffnung am Ende des Abends noch vom bevorzugten Jungen wenigstens einen Kuss auf die Wange zu erhalten. Ach, ist es nicht schön in diesen Erinnerungen zu schwelgen…
    Danke für die Zeitreise,
    liebe sonnige Grüße
    Janine

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Janine, wir sollten demnächst auch mal die alten Rezepte rausholen, was meinst du? Zur kalten Ente noch den kalten Hund. Erinnerst du dich? Alle deine Wörter sind sorgsam in die Sammeldose gepackt worden. Herzlich! Martina

      • Martina Hamann
        14. April 2016

        Ja, ja, mach das!

      • Janine
        15. April 2016

        Liebe Martina,
        ja, das wäre eine schöne Idee. Vielleicht packen wir die alten Rezepte in eine schöne Suppenterrine ;-).
        Ganz liebbe Grüße
        Janine

        • Martina Goernemann
          15. April 2016

          Coole Idee! Ich hatte vorhin in den Kommentaren schon mal eine große Schale angeregt in der wir Dialekt-Konfekt sammeln könnten. Die Terrine für die Rezepte passt ganz wunderbar dazu! Happy Freitag! Herzlich! Martina

  • Michaela Kalusok
    14. April 2016

    Liebe Martina, erstmal ganz lieben Dank für Ihre wunderbaren Beiträge. Der Raumseeleblog ist inzwischen einer meiner Lieblingsblogs. Ein paar Wortschätzchen hätte ich auch beizutragen: Die Flurgarderobe und den Fußabstreifer, das Plumeau auf der Bettstatt, Pfennigabsätze, die Zugehfrau und die Kaltmamsell, das Kanapee und das Nessessaire, die Nietenhose und die Garbadinehose.
    Eine wahre Fundgrube für alte Wörter sind übrigens meine alten Mädchenbücher, die ich gerade mit meiner Tochter wieder lese, darunter so schöne Titel wie „Veronika, ein Prachtmädel“! Meine Tochter findet’s großartig und ich schwelge in Nostalgie! Liebe Grüße von einer Bayerin, die es an den Niederrhein verschlagen hat.

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Die Nietenhose! Ja, ja, ja, liebe Michaela! Meine Oma hat zeitlebens das Wort Jeans nicht über die Lippen gebracht! Die gute Levis war für Oma nur die Nietenhose. Danke für deine herrliche Sammlung. Ist alles bestens verwahrt in der Sammeldose. Herzlich! Martina

  • Caro
    14. April 2016

    Ich steuere noch „hanebüchen“ bei – obwohl zwei liebe Freunde den Begriff noch gerne verwenden…

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ja, Caro, aber die meisten packen immer noch ein „d“ ans Ende dran. Das Wort wirkt auch irgendwie so als ob dem hinten was fehlt, oder? Ist in der Dose! Schönen Tag! LG Martina

  • Anita
    14. April 2016

    Herrlich. Freue mich jeden Tag auf Deine Mail.
    Wir sind früher ins Schullandheim gefahren.
    Später haben wir eine Unterkunft gesucht.
    In der Schule hatten wir Griffel und haben auf dem Schulhof Gummitwist getanzt.
    Einen Trettroller hatte ich und Rollschuhe.
    LG Anita

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Gummitwist! Ein Lieblingswort! Alle Wörter von dir sind fein eingesammelt, liebe Anita! LG Martina

  • Karin
    14. April 2016

    Ah, wenn man die Tür einmal öffnet zu den alten Wörtern, dann beginnen sie zu drängeln , wer als erstes wieder ans Licht darf 🙂
    Da ist noch „schnuppe“ für gleichgültig, man hatte „Manschetten“, wenn das Hemd flatterte bzw. die Knie „schlotterten“, im Sommer trugen wir „Holzkläpper“ an den Füßen, die Gardinen waren angeblich von „Eumeln“ bewohnt, und der kleine Junge von nebenan wurde „Ömmes“ genannt. Ich könnte mich kringeln, die Wörte schmecken so herrlich nostalgisch…. 🙂 Eine schöne Idee, sie wieder zum Leben zu erwecken!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ach, ist das eine schöne Formulierung: „… wenn man die Tür einmal öffnet zu den alten Wörtern, dann beginnen sie zu drängeln , wer als erstes wieder ans Licht darf!“ Schön! Und offenbar sind wir in der gleichen Region groß geworden, denn den „Ömmes“ kenne ich auch. Alle Wörter sind in der Sammeldose. LG Martina

  • Sigrun
    14. April 2016

    Liebe Martina,
    Deine Idee mit der Wörter-Sammeldose ist ja echt elefantös. Da geht so einiges ab in meinem Kopfkino (meine Güte, was haben wir alles erlebt … ). Viele Wörter sind ja schon genannt worden. Mir fallen noch so einige ein: Frisierkommode, (Mörder)-Duschhaube, Turnbeutel für die Turnschuhe, Schwimmbad (sagt man heute auch nicht mehr, oder?), Waschtag, an dem die „Unaussprechlichen“ dann versteckt irgendwo zum Trocknen aufgehängt wurden. Danach wurde Muckefuck aus Omas Sammeltassen getrunken, die neben dem guten Service in der Kredenz standen. Bettvorleger, Nachtgeschirr oder Nachttopf, Milchkanne, Füllfederhalter, Flegel, Sonntagsbraten, Frauenzimmer, Bandsalat (Kassette), Göttergatte, Lederranzen, Häkelliese, Campingliege, Stopfnadel, Jutebeutel, Wählscheibe (Telefon), Rollschuhe, Etuikleid, Petticoat (schreibt man das so?), Kreiswehrersatzamt (da mußte man sich gut vorbereiten), Schreibmaschine, Telefax, Steno, Kompott, Kessel Buntes, Holzkohleherd mit Wasserschiff/schaff (sehr praktisch), Mehlkleister (= Uhu für Arme!) Feudel und feudeln (für Wischlappen/Aufnehmer und feucht durchwischen). Und der absolute Hammer: Vokuhila (Frisur = vorne kurz und hinten lang = scheeeeeeußlich). So, jetzt bin ich etwas außer Puste. Bin gespannt, was noch so alles in Deiner Sammeldose landet.
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Bremen von Sigrun

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Sigrun, du machst ja die Sammeldose ganz alleine voll.:-)))) Wunderbare Wörter. Danke, alles fein in die Dose einsortiert. Herzlich! Martina

  • Angelika Sölch
    14. April 2016

    Hallo Martina, ihr weckt ja Erinnerungen , toll :))) Ein paar Wörte fallen mir auch noch ein : Kohlenschütte, Riechfläschchen mit Kölnisch Wasser, Mopp, Vertiko,Testbild und nicht zu vergessen der gute Fransenkamm für den Teppich ;)) Ach , und Sofaschoner….so , nun muss ich zur Arbeitm vielleichct fällt mir da noch mehr ein ;)) LG, Angelika aus Wülfrath

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Fransenkamm! Toll! Da fällt mir gleich der Flokati ein. Deine Wörter sind gesammelt, Angelika. LG Martina

  • Nicole
    14. April 2016

    Oh, ha, da hast du ja was losgetreten. Mit dem ersten Wort, dass mir während des Großreinemachens eingefallen ist, purzelten auch schon die nächsten in meinem Kopf herum.
    In Zeitalter von Microfaster ist das FENSTERLEDER völlig aus der Mode gekommen. Außerdem haben diverse Putzmittel die SCHMIERSEIFE abgelöst. Aufbewahrt wurden die Dinge in der SPEISEKAMMER und in jedem guten Haushalt wohnte irgendein VETTER mit POMADE im Haar und so eine LOSLEDIGE Tante benuzte HAARWASSER. Die Mütter waren bis zu ihrer NIEDERKUNFT statt schwanger IN HOFFNUNG und die Kinder spielen HICKELHÄUSCHEN und mit KLICKERN auf dem BOLZPLATZ. Außerdem hatte jedes Kind in der Scheune eine SEIFENKISTE stehen, die heute leider kaum noch ein Kind kennt. In den Kartagen gingen wir alle KLAPPERN. Während des Spielens aßen wir RAIDER und WEHRTERS ECHTE (das musste einfach mit angebracht werden!) und der BRIEFTRÄGER sowie der LUMPENHÄNDLER gingen ihrer Arbeit nach. Das FAMILIENOBERHAUPT kam am Abend nach Hause und wusch sich die Finger mir HANDWASCHPASTE und am Wochenende saßen wir im SONNTAGSANZUG und dem SONNTAGSKLEIDCHEN am Tisch beim SONNTAGSBRATEN.

    Noch zwei kleine Wörter fallen mir ein, die jeder kennt, aber scheinbar bei vielen Menschen aus der Mode gekommen sind, obwohl sie bis heute nicht an Wichtigkeit verloren haben. Ich rede von BITTE und DANKE 😉

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ihr macht mich fertig, Mädels! So, so, so toll was euch alles einfällt. Ich muss jetzt schon nachstopfen, damit ich noch alle Wörter in die Sammeldose kriege. Sonnige Grüße von Martina

  • Milena
    14. April 2016

    Wir haben ja – dank unseren Dialekten – Wörter, die man in der deutschen Sprache eigentlich nicht kennt, eher im französischen (von Napoleon), die ich aber im Alltag benutze: Trottoir, Velo, Gilet, Jacket, Jupe, Schatulle, Sauciere und merci … aber alles klingt so vornehm.
    Bettmümpfeli (Betthupferl) finde ich auch schön, Poesiealbum und Fräulein. Ich hatte eine ledige Grosstante, die aufs Fräulein grossen Wert legte. Nach dem Niesen sagte meine Grossmutter (statt „Gesundheit“) „Helf dir Gott“ und man hatte keine Grippe, sondern einen Katar (weiss gar nicht, wie man das schreibt). Ein Grossonkel sagte (auf hochdeutsch): „auf Wiedersehen, mach Freude“. Und im Handarbeitsunterricht mussten wir immer ALLES mit Fadenschlag heften. Und beim Nähen aufpassen wie ein Häftlimacher.
    Kennst Du ein paar Wörter davon?
    Liebe Grüsse (aus der Schweiz)
    Milena

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Milena, die französische Erbschaft haben wir hier heute schon ein paar mal gesprochen. Im Ruhgebiet zum Beispiel und im Rheinland verdanken wir Napoleon und seinen Mannen einige Wörter … Der Katar ist in Bayern noch weit verbreitet. Zumindest auf dem Land. Alle Wörter sind in die Dose gewandert. Herzlich! Martina

  • Anja F.
    14. April 2016

    Hallo liebe Martina,
    das ist wirklich lustig mit diesen Wörtern, die es heute kaum noch gibt.
    Mir ist auch etwas eingefallen:
    Zur Baby-Erstausstattung gehörte die Ausfahrgarnitur (ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was man darunter versteht ;-)). Und als ich in die Schule kam, lag meine „Schulstulle“ in einer Brottasche 🙂
    Liebe Grüße

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      „Ausfahrgarnitur!“ Ich lach mich kaputt! Waren bestimmt rosa Bömmel dran, oder hellblaue … Deine Wörter sind gesammelt. Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Jutta
    14. April 2016

    Hallo Martina,

    ah da ist sie ja die heißersehnte Dose.
    Letzte Woche musste ich doch ein wenig schmunzeln als ich im Radio bei der Wetteransage hörte:“… heute morgen benötigen Sie also noch Ihre Übergangsjacke…“. Ich musste natürlich sofort an den Übergangsmantel, an deinen Blog und die Sammeldose denken.
    Vieles ist schon drin in der Büchse einiges hätte ich noch: Meine Oma putzte mit dem „Staubwedel“, sie hatte einen „Untermieter“, der eine „Waschschüssel“ mit „Waschkrug“ im Zimmer stehen hatte (wie würden sich Raumseelen freuen wenn es diese beiden Gegenstände aus weißem Porzellan mit blauem Rand noch geben würde). Sie sagte „Plafond“ zur Decke und „Trottoir“ zum Gehweg. Woher die französischen Wörter kamen weiß ich gar nicht. Meine Großeltern waren ganz einfache Leute.
    Zur Frisur hätte ich noch die „Trockenhaube“, Dutt“ und „ toupieren“.
    Und zu guter Letzt, wir Mädchen hatten immer die „Gummihüpfe“ dabei.

    Ich wünsche noch viel Spaß beim Sammeln

    Liebe Grüße Jutta

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Jutta, bist du aus dem Rheinland oder Ruhrgebiet? Bei meiner Oma war es ganz ähnlich. Auch eine ganz einfache Frau, aber zum einkaufen ging sie „auf Chaussee“ und zwar ausschließlich übers Trottoir! Alle deine Wörter sind gesammelt. Herzlich! Martina

      • Jutta
        14. April 2016

        Liebe Martina,
        diese Begriffe sind wohl Länderübergreifend ;).
        Ich bin Schwäbin, meine Großeltern haben in Stuttgart gelebt. Aber auch meine Berliner Oma hatte ein Plumeau auf dem Bett liegen.
        Ach dieses Wörtersammeln hat ja soviel Spaß gemacht. Dein Töpfchen ist ja schon am überlaufen 😉
        Grüßle aus dem wilden Süden

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          Ja, Jutta, die Sammeldose platzt aus allen Nähten, aber die Wörter haben sich so sehr gefreut, endlich mal wieder ans Licht gekommen zu sein, dass sie sich eng aneinander kuscheln, um noch viel Platz zu halten für alle Wörterkollegen die noch kommen. Herzlich! Martina

    • Kläre Weuffen-Pötschke
      14. April 2016

      Hallo Jutta
      du wirst lachen ,ich habe so eine Waschschüssel,voll mit Orchideen,in dem passenden Krug, ist meine Klobürste,alles vom Trödel..im Rheinland sagte man dazu Waschlapet,ob das so heisst weiss ich nicht….LB G. Käre

  • Nora
    14. April 2016

    Oh, klasse Idee, das mit der Wörterdose! Da fallen mir auch noch ein paar Sachen ein (ohne jetzt aber alle Kommentare im Detail zu kennen, ich hoffe, ich habe nicht zu viel doppelt…):
    Schwedenliege, Etuikleid, astrein, Mostrich, Fräulein, Knabe, Apfelsine, Knickerbocker, sich laben.
    LG Nora

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Nora, ich mag die gute alte Apfelsine auch und die Pampelmuse noch dazu! Alle deine Wörter sind schon in der Sammeldose. Herzlich! Martina

  • Claudia
    14. April 2016

    Liebe Martina, also ich tu ja alles, was ich gerade nicht brauche und auch nichts für den Keller ist, ins Kabäuschen! Vornehm: Abstellkammer. Man kann auch sagen: Kabuff. Aber ich finde Kabäuschen hört sich netter an. Wohl dem, der eines hat!
    Liebe Grüße aus Köln. Claudia

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Kenn ich! Kenn ich! Sowohl Kabäuschen als auch Kabuff. Mein Opa hatte einen Schrebergarten und da gab’s auch ein Kabuff. Herzliche Grüße ins Rheinland von Martina

  • Bärbel
    14. April 2016

    Hallo zusammen,
    meine Güte, was für eine Sammlung! Ich glaube, heute laufen alle Raumseelen mit alten Wörtern im Kopf herum und grinsen vor sich hin …
    Geht noch was?
    Was ist mit Ondulierstab, Perlonstrümpfe, Kittelschürze, Strickliesel, Tafeltuch und Hula-Hoop-Reifen?
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Oh mein Gott, die Kittelschürze! Ein sehr zu recht aus der Mode gekommenes Kleidungsstück. Aber die Strickliesel war cool. Ich hab die Woll-Würstchen gedreht und zu Teppichen für meine Puppenstube verarbeitet. Ich war schon sehr früh eine Raumseele. Herzlich! Martina

      • Bärbel
        14. April 2016

        Haha, herrlich. Ich seh die kleine Martina richtig da sitzen und pusseln … 🙂
        Hatten wir eigentlich Schlaghose und Brotbüchse schon?
        Was für ein Tag heute! Ich komm aus dem Kichern gar nimmer raus.
        LG Bärbel

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          Ich hab auch unglaublich viel gelacht heute! LG Martina

  • Gabriele
    14. April 2016

    Da kommen ja wirklich wunderbare Worte ans Tageslicht….. NICHTSDESTOTROTZ kann ich da noch was nachschieben 😉 Wenn meine Oma „in die Stadt“ kam, also von Spandau nach Berlin fuhr, dann ging sie sehr gerne mit mir Schuchteln. Heute würde man das Window Shopping nennen. Meine Eltern gingen ab und zu mal auf ’nen Schwof, also zum Feiern. Und wir Kinder zogen beim Hopse spielen die Klapperlatschen lieber aus, um nicht auf die Nase zu fallen.

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      …“Sehn Se, det is Balin!“ Tolle Wörter! Schuchteln mag ich auch sehr gern. Herzlich! Martina

  • Sewwi
    14. April 2016

    Ist denn die Frisierkommode schon in der Dose?
    Sonnige Grüße von um die Ecke!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Nein! Wandert in diesem Moment hinein und freut sich dort die Frisiercreme und den Frisierumhang zu treffen. :-))) Herzlich! Martina

  • Sewwi
    14. April 2016

    Und alldieweil fällt mir auch gerade noch ein!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      :-)))) Kommt auch in die Dose. Benutzt mein Vater aber noch regelmäßig! LG Martina

  • Julia (mammilade)
    14. April 2016

    Liebe Martina,

    für eine Freundin des schönen Wortes wie mich ist deine Sammelidee einfach wundervoll!
    Was habe ich ein Spaß beim Lesen 🙂
    Was fällt mir noch ein, was ich gerade (hoffentlich) noch nicht gelesen habe…
    HÜMMELCHEN… (kleines, scharfes Messer)
    KABUFF… (kleine Kammer)
    BAGAGE…
    ERQUICKEND…
    VERMALEDEIT…
    GELSENKIRCHENER BAROCK…
    HENKELMANN…
    THUSNELDA…
    FISIMATENTEN… (sagte meine Oma immer)
    Hach, ich könnte noch weiter darüber nachdenken 😉

    Herzliche GRüße
    Julia

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Schöne Wörter, Julia. „Hümmelchen“ ist ja niedlich. Hab ich noch nie gehört. Toll! Kommt alles sofort ins Sammeldöschen. Kennst du die Geschichte um das Wort Fisimatenten? :-))) Herzlich! Martina

  • Silke
    14. April 2016

    Liebe Raumseelen,
    was für herrliche Wörter!!! Sie wecken soo viele Erinnerungen.
    Mir fällt dazu nur noch „Gammeln“ ( für engtanzen), die Eselmütze (musste man in der Pause tragen, wenn man Mist gebaut hatte), Schaffner, Schluderblätter (Yellowpress) sowie Kikeriki (Eierlikör mit Sprudel) ein. Dafür ist meine Mama zu Fuß zum Tanztee gegangen, damit sie das Geld für die Straßenbahn für den Kikeriki ausgeben konnte.
    Zum Gammeln fällt mir noch eine andere Bedeutung ein: Eine Ü80-Nachbarin fragte mich mal, was Lennart in den Ferien machen würde. Ich sagte ihr chillen, chillen und nochmals chillen. Sie fragte nach der Bedeutung des Wortes und lachte laut losund sagte: Also wir haben das früher rumgammeln genannt!

    Danke für die zauberhafte Idee und für Eure tollen „alten Wörter“!

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      …und du wirst lachen, Silke. Rumgammeln ist wieder ein angesagtes Wort bei meinem Sohn und seinen Altersgenossen. Das Wort chillen ist denen schon wieder zu abgenutzt. LG Martina

  • Dominique LeDuc
    14. April 2016

    Hallo liebe Martina,
    Hier kommen noch ein paar Wortschätze für die Dose als kleine Geschichte verpackt:

    Es war einmal vor langer langer Zeit, da hat die Hausdame die Paradekissen frisch aufgeschüttelt, bevor (jetzt wird’s ein bisschen verrucht) der Hausfreund kam und es sich im Herrenzimmer gemütlich machte. Bei einem kühlen Chabeso verbrachte er die Stunden bei seinem Liebchen, die ihm ein leckeres Abendbrot mit Dauerwurst und Kathreiner Kaffee kredenzte.
    Natürlich in Tassen, die gut mit dem Tassentuch poliert wurden. Danach gab es noch ein paar Zuckerkringel als Spezerei.
    Die Hausdame freute sich jedes Mal auf Ihren Besuch, weil er ihr immer die schönsten Lustbarkeiten und manchmal sogar ein Biedermeiersträusschen von der Stadt mitbrachte.

    Hoffentlich können wir Raumseelen ein paar alte Wörter retten, die so viel Spaß machen, wenn wir sie benutzen 🙂 nicht einmal die automatische Rechtschreiberkennung von meinem Tablett kannte die Wörter…

    Alles Liebe, Dominique

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ja, die Spezereien! Was für ein schönes Wort. Da sehe ich gleich kleine, pastellfarbene Cremetörtchen vor mir! Wunderbare Wörter hast du ausgegraben, Dominique! Sind soeben in die Sammeldose gewandert. Dankeschön! Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Monika Schulte
    14. April 2016

    Anbaggern, Badekappe, Büdchen, Flutscheis, Dauerwelle, Nasenfahrrad, Sunnyboy, Pantoffeln.

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Alles einsortiert in die Sammelbüchse! Dankeschön, Monika! Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Gudrun Rathjens
    14. April 2016

    Ach, das macht ja Spaß, das alles zu lesen! Ich habe noch ein paar alte Wörter für die Sammelbüchse: das Herrengedeck, wird vielleicht im Ruhrpott noch bestellt: 1 Pils 1 Korn.
    Dann der Plisseerock, Schlappen hießen bei uns (Rheinland) Schluppen und mein Vater hatte einen Kleppermantel. Ein Mantel aus Gummi, denn er fuhr bei jedem Wetter mit dem Fahrrrad zur Arbeit.
    Viele Grüße aus Baldham, Gudrun

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Nachbarin, deine Wörter sind schon in die Dose gehüpft. Über meinem Haus steht gerade die Abendsonne. Habt ihr auch Sonne in Baldham? Herrengedeck kenne ich auch, aber lecker find ich’s nicht :-))))! Hab einen schönen Abend! Herzlich! Martina

      • Gudrun Rathjens
        14. April 2016

        Jaaa, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern — wunderschön,

        dir auch einen schönen Abend, liebe Grüße

  • Stephi B.
    14. April 2016

    Hallo liebe Martina und liebe Raumseelen..
    beim Lesen der tollen Wörter fiel mir bei Kabuff ein, dass die bei uns ABSEITE hieß und bei den Friseurideen war es auch gleich die POMADE die mich ansprang. Toll.. Meine Oma machte uns gern Abends einen SCHNITTCHENTELLER und den Braten im RÖMERTOPF. Neulich meinte ein Freund zu mir, er würde nach der Arbeit noch kurz etwas EINHOLEN (also einkaufen) und ich fand es sehr spaßig.
    Meine Oma hätte gesagt: „Da lach´ ich mir ´nen KRINGEL an den Bauch!“ und ich habe mir früher bei der Aussage immer diese Weihnachtskringel vorgestellt, die mit den bunten Zuckerperlen manchmal im Baum, aber auch oft auf dem BUNTEN TELLER landen. ;o)
    Das Wort SCHÜRZE finde ich auch sehr schön.. die Kittelschürze ansich ja eher schrecklich… aber heute sieht man wirklich nur noch wenige Menschen mit Schürze werkeln.
    Ich gehe jetzt mal über den tieferen Sinn der HOLLYWOODSCHAUKEL nachdenken… habt alle einen raumseeligen Restdonnerstag.
    liebe Grüße
    Stephi

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      …“einen raumseeligen Restdonnerstag“ wünschst du uns! Wie schön! Und Schnittchen sind ja wohl das beste was es an einem Fernsehabend gibt, oder? Mit Gürkchen und Silberzwiebeln. Alle deine Wörter sind in die Sammeldose gehüpft und ich wünsche dir auch einen schönen, raumseeligen Abend. Herzlich! Martina

  • Marion
    14. April 2016

    Hallo Martina,

    richtig passend nostalgisch schön ist die Dose geworden, zu der ich auch gern etwas beitragen möchte. Natürlich ist der Gebrauch verschiedener Wörter je Region unterschiedlich und es kann durchaus sein, dass im Süden das Wort „adrett“ noch gebräuchlich ist – ich habe es aber nur noch in alten Schwarz-Weiss-Filmen gehört.
    Hast du eigentlich das „Fräulein“ selbst schon in der Dose ?
    Mich würde auch interessieren, auf welcher Silbe ihr das Wort „Kompott“ betont. 😉
    Hier noch ein paar unverbindliche Vorschläge:
    Fissematenten, Sprudel, Brause, Fahrkarte (heutzutage gibt es doch nur noch Tickets), Eiermann (nein, nicht das 5 Markstück sondern tatsächlich der Mann der immer freitags nachmittags mit seinem Kastenwagen kam, hupte und Eier verkaufte), Badeofen, Schweineeimer, Mark & Pfenning, Turnschuhe, Eisblume, Zwischengas, Popper, …

    VG Marion

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Zwischengas! Cool! Ich weiß nicht wie das geht, aber ich hab davon gehört. Adrett ist tatsächlich nur noch selten zu hören, gehört in die gleiche Schublade wie „artig“! Kennst du das noch? Ich hab das Wort gehasst, wollte nie artig sein. Ich finde „artig“ und „adrett“ klingen schon so humorlos. Alle deine Wörter sind soeben in der Sammeldose gelandet. Doppelnennungen sind nicht schlimm. Herzliche Grüße aus München von Martina

      • Marion
        14. April 2016

        Na FREILICH kenne ich artig – brav und artig, so sollte ein Mädchen sein und wenn es das nicht war gab es eine schlechte KOPFNOTE 🙂
        Ach, das macht so Spaß in alten Worten und Erinnerungen zu schwelgen ! Da hast du in der Tat eine Lawine losgetreten ! Siehste, da isses schon das nächste Wort: Sommerfrische …

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          Jaaaa! Sommerfrische! Warum sagt man eigentlich nicht Winterfrische? Guts Nächtli! LG Martina

  • Lilli
    14. April 2016

    Wenn Tante Frieda ( die Großtante meiner besten Kindheitsfreundin) „die Haare gemacht“ hatte, legte sie sich nur sehr vorsichtig mit einem Haarnetz am Kopf auf das Kanapee mit Schonbezügen, denn die Kopfwaschfrau kam nur einmal in der Woche zur Wasserwelle vorbei.
    Als ich in die Schule kam, brauchte ich neben der Tafel (längst aus Plastik, nicht aus Schiefer) einen Griffel und eine Schwammdose. (Und wenn der Schwamm erst mal ein paar Tage feucht da drin lag, stank er zum Himmel)
    Wenn man fit bleiben wollte, zog man den Trainingsanzug an und ging auf den Trimm-dich-Pfad.
    In der Schule bekamen wir keine Kopien sondern blaue Matritzen-Abzüge ( oder einfach „Abzüge“), die rochen immer so unvergleichlich gut nach Spiritus. Das Verfahren nennt sich eigentlich Hektographie.
    Wenn man was zu schreiben hatte und gleich 2 oder 3 Exemplare brauchte, nahm man Blaupapier und hatte dann Blaupausen oder Durchschläge. Das ging von Hand oder auch auf der Schreibmaschine.
    Im Wohnzimmer hingen selbstverständlich Stores an den Fenstern und am Boden lag Stragula, an der Wand bei der Uroma hing sogar Lincrusta (eine plastisch geprägte, sehr strapazierfähige Tapete). Der Opa trug zur Arbeit Manchesterhosen oder sogar Nietenhosen, vielleicht auch mal einen Blaumann, niemals aber, wenn er zum Feierabendbier in die Kneipe ging. Die Oma trug alltags meist nur eine Kittelschürze und Stützstrümpfe, als Schuhwerk dazu Gesundheitsschuhe von Dr. Sowieso.
    In der Kommode lagen Einstecktücher, die am Wochenende aus der Anzug- oder Kostümjacke rausblitzen durften, benutzt wurden die selbstverständlich nie.
    Früher sprach man „aufs Band“, wenn man jemanden nicht erreichte. Das sage ich heute immer noch und werde stets von meinen Kindern berichtigt. Sendeschluss und Pausenzeichen gehören ebenso wie Wählscheibe zu den Begriffen, die bei den Kindern nur Fragezeichen in den Augen auslösen 🙂

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Du hast das so schön beschrieben, liebe Lilli, dass ich alles ganz genau vor mir sehen konnte. Pure Nostalgie heute bei uns Raumseelen. Ist zwischendrin ein Herzwärmerlein, gell? Schönen Abend und gute Träume! LG Martina

  • Dominique LeDuc
    14. April 2016

    Eine ganz besonders leckere Spezerei ist auch „kalter Hund“, den gab’s bei der Oma. Heute ist der leckere Schoko-Keks-Kuchen stark vom Aussterben bedroht. Auch wenn’s der Name nicht vermuten lässt, sogar für Vegetarier geeignet :-)))

    Und Granatsplitter heißen neuerdings ganz ethisch korrekt Bergsteiger. Schmecken noch genauso wie damals, aber das Schildchen in der Bäckereiauslage ist eben nicht mehr das selbe…

    Liebe Grüße aus Bamberg!

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Liebe Dominique, ich hab hier heute schon mal an anderer Stelle gesagt, dass wir uns demnächst den alten, vom Aussterben bedrohten Rezepten widmen müssen … Dann solltest du uns den kalten Hund präsentieren. Abgemacht? Herzlich! Martina

  • Stubi
    14. April 2016

    Ich werde nicht mehr…. Strumpftasche….Ausfahrgarnitur …… alles hatte ich,
    nur keine Minipli…..meine Haare lockten sich von Natur aus!
    Aber zu dem Wort GARNITUR – kennt jemand die Doktor-Garnitur?
    Nein?! Besonders schönes Unterhemd mit Schlüpfer, es wurde nur zum Arztbesuch angezogen, danach gewaschen (vorsichtig) und wieder in den Karton gelegt. Muttern ging auch meistens nur mit Hut aus. Hutgummi – war da erforderlich.
    Herzlichst! Stubi

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Das ist ja wohl eine Brüller-Geschichte, die Sache mit der Doktor-Garnitur! Hab ich noch nie gehört. Glaub ich aber sofort, dass es das gab. Alle Wörter sind in die Sammeldose gehüpft. Herzlich! Martina

  • Carola
    14. April 2016

    Hach, jetzt habe ich alle Kommentare bis hierhin durch und es macht soooo viel Spaß diese alten Schätze zu lesen.
    Meine Freundin hatte „Sachen für gut“ für die Schule, nach der Schule war umziehen angesagt…
    Und im Krankenhaus mussten wir Haube tragen (7 Falten für die 7 Grundsätze des Roten Kreuz), kann man sich heute auch nicht mehr vorstellen….
    Dann fällt mir noch blümerant ein und fesch….., steiler Zahn und fesche Biene sind auch witzig…
    Und mein Vater hat immer ein Nickerchen gemacht, das hab ich auch ewig nicht gehört…..
    Euch allen Einen schönen Abend und Du,liebe Martina, musst bestimmt bald eine größere Dose basteln

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ja, da hast du recht, Carola. Aber bisher rücken die Wörter einfach ein bisschen enger zusammen. Nickerchen ist niedlich. Noch nicht ganz ausgestorben, aber immer seltener im Gebrauch! Alle deine Wörter sind gesammelt und ich wünsche dir einen schönen, sonnigen Abend! Herzlich! Martina

  • vonKarin
    14. April 2016

    Was für ein Kopfkino hier ausgelöst wird! Ich bin begeistert und hätte auch noch was:
    Wenn die JUNGFER im FALTENROCK mit dem TINTENBLEI auf dem STENOBLOCK schreibt, kann es schon sein, dass ihr BUHLE in seiner STEGHOSE auf dem AMIBETT (Klappliege aus dem Bestand der amerikanischen „Besatzungsmacht“) mit dem RIECHFLÄSCHCHEN auf sie wartet.
    😀

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Steno! Ich krieg mich nicht mehr ein. Meine Mutter konnte das noch! Ich hab einen Riesenspaß mit all euren Wörtern. Eine gute Nacht! LG Martina

  • Cecilia De Angelis
    14. April 2016

    Hallo Martina,
    ich bin seit Kurzem eine „stille“ Leserin deines wunderbaren Blogs, möchte mich aber heute endlich mal bei dir melden, auch um dir zu danken: für deinen lockeren, leichten Schreibstil, für deinen Humor und vor allem für die Fröhlichkeit und Freude, die du durch deine Posts vermittelst!
    Du bist eine richtige Sympathieträgerin… hey, wäre dieses Wort nicht auch was für deine Sammeldose? 🙂
    Obwohl ich dir sagen muss, dass mein „liebstes“ deutsche Wort PILLEPALLE ist, und das sage ich dir als Italienerin… LOL
    ~Liebe Grüße~
    Cecilia

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Pillepalle ist ein Kinderlieblingswort! Als mein Sohn klein war, hat er sich vor lachen weggerollt, wenn ich das Wort gesagt habe. Danke, dass du mich daran erinnert hast. Und bleib nicht länger still. Komm gerne oft vorbei hier! Herzlich! Martina

  • Mimi
    14. April 2016

    Da fällt mir ganz spontan „Raider“ ein . Kann sein dass es daran liegt weil ich ein paar Kilos los werden möchte. *sabbel*

    Liebe Grüße
    Mimi

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Raider heißt jetzt Twix und sonst ändert sich nix … :-)))) Lecker! Kommt in die Sammeldose! Herzlich! Martina

  • Diana
    14. April 2016

    Der hellen Wahnsinn, was heute hier los ist. Ist das schön die ganzen Beiträge zu lesen, ich komme aus dem kichern gar nicht mehr raus. Viele Wörter an die ich dachte sind hier schon genannt worden, aber in Zeiten von Smartphone, WhatsApp, SMS und Internet sind mir so fast vergessene Dinge wie “ TELEGRAMM, MÜNZFERNSPRECHER und FERNMELDEAMT eingefallen. Und benutzt heute noch jemand BRIEFPAPIER?

    LG von Diana aus Thüringen

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Au weia, Diana! Der Münzfernsprecher. Tolle Antiquitäten hast du ausgegraben. Schlaf gut! Herzlich! Martina

  • Claudia
    14. April 2016

    Hallo liebe Martina und liebe Raumseelen, ich schwelge in Erinnerungen bei all den schönen alten Wörtern, die die Kinderzeit wieder ins Gedächtnis ruft. Dabei denke ich gerade an den alten Bollerofen, den wir in der „Waschküche“ stehen hatten und der jeden Freitag von meiner Mutter „angestocht“ wurde mit Zeitungspapier und „Klütten“ (Briketts). Dann stand Baden auf dem Programm mit Fichtennadelsprudeltabletten (auch ein schönes Wort, oder?) und ich durfte mir (da ich als jüngste zuletzt in die Brühe kam) noch zur Auffrischung etwas „Planschi“ ins Wasser kippen. Kennt Ihr das noch? Planschi ist prima, Planschi ist ne Wucht. Mit Planschi macht das Baden Spaß!
    Hach nee, wat war dat schön!
    Einen (raum)-seeligen Abend! Claudia aus Köln

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Fichtennadelsprudeltabletten! Ich werd‘ verrückt. Für mich als Kind der Inbegriff der großen Welt. Wunderbar! Alle deine Wörter sind in die Dose gewandert. Hab einen schönen Abend! Herzlich! Martina

  • Gudrun Winklhofer
    14. April 2016

    Liebe Martina, zu diesem Thema fallen mir spontan der Wetterfleck, die Sommerfrische und der Weitling ein. Aus Salzburg grüßt Dich und alle Raumseelen herzlichst
    Gudrun

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Gudrun, was ist denn ein Weitling? Klingt wie ein Speisepilz. :-))) Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Christel Kunz
    14. April 2016

    Was für eine schöne Idee dieses Thema in Angriff zu nehmen,es scheint mir wie eine Reise durch die Kindheit.Ein paar Wörter sind mir auch noch eingefallen Wie zum Beispiel Tante Emma Laden Plumsklo Karbidlampe Lichtputzschere Kohlenhändler Paternoster Einkaufsnetz Fernsehantenne Pomade Gogomobil Tretroller in diesem Sinne einen schönen Abend u.liebe Grüsse

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Liebe Christel, auch deinen Kommentar hier habe ich soeben aus dem Spamordner gefischt. Ich hab bei den vielen Kommentaren nicht mehr im Kopf, ob du vielleicht in einem zweiten Anlauf durch den Spamfilter hindurch gekommen bist. Ich lege aber deine Wörter noch schnell in die Sammeldose bevor wir sie fürs erste verschließen. Herzliche Grüße von Martina

  • Gudrun
    14. April 2016

    Hallo Martina,
    teilweise bin ich amüsiert, teilweise nostalgisch berührt.
    Meine Oma ging samstags immer zur Wasserwelle, danach benutzte sie die Regenhaube – auch gerne gegen Wind. Auf dem Rückweg durfte ich dann am Büdchen für einen Groschen Naschkram erstehen.
    Im Ranzen hatte ich neben Tafel und Griffel ein Tafelläppchen.
    Bekleidet wurde ich gerne mit Kniebundhose und Habschuhen und einem Twinset. Hattest Du auch selbstgestrickte Wollschlüpfer? Die musste ich immer noch zusätzlich anziehen, damit es keinen Blasenkatharr gab.
    Aber ein Wort sollte doch wiederbelebt werden: Flegel, ich vermisse es oft. 😉
    Liebe Grüße
    Gudrun

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ich roll‘ mich weg vor lachen … Flegel und Twinset. Wunderbar! Schlaf gut, Gudrun! LG Martina

  • Carola
    14. April 2016

    Hallo, liebe Martina,

    da hatte ich mich so über den Plisseerock gefreut. Jetzt steht schon über mir. Und was ist mit dem Waschbeutel? Oder nehmen wir nur noch das Beautycase? Einen Klammerbeutel zu besitzen, ist auch etwas Schönes. Nur gepudert möchte man von ihm nicht werden wollen. Puderdose? Zigarettenetui ist doch auch ein unabdingbares Utensil für Raucher. Stiefelknecht, Bettvorleger, Schuhputzbeutel…
    Liebe Grüße. Noch eine Carola.

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Wahnsinn! Carola, der Bettvorleger war völlig aus meinem Hirn entschwunden. Dabei hatte ihn früher jeder. Tolle Wörter. Sind alle jetzt in der Sammeldose. Herzlich! Martina

  • Christel Kunz
    14. April 2016

    Was für eine schöne Idee dieses Thema aufzunehmen, wie eine Reise in die Kindheit.Ein paar Worte sind mir auch noch eingefallen, wie zum Beispiel
    Tante Emma Laden
    Plumsklo
    Karbidlampe
    Goggomobil
    Lichtputzschere
    Pomade
    Einkaufsnetz
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend ,weiterhin so tolle Einfälle für den Blog u.ganz liebe Größe von mir

    Paternoster
    Fernsehantenne
    Kohlenhändler
    Tretroller

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Christel, ja, das Einkaufsnetz! Wäre toll, wenn das wieder in die Köpfe und die Handtaschen zurück fände, oder? Würde eine Menge Plastiktüten vermeiden. Tolle Wörter hast du gefunden. Komm uns gerne wieder besuchen. Herzlich! Martina

  • Maren H.
    14. April 2016

    Oh das ist so prächtig. Ich komm aus dem grinsen nicht mehr raus. Falls es Doppler sind entschuldige ich mich schon mal.
    Die Kabuse
    Der Thron ( Nein nicht der der Königin)
    Die Manchesterhose (was für eine Aufgabe als mein Vater sich die wünschte)
    Das Platzdeckchen
    Die Grillage Torte
    Poofen
    2 CV (ich darf sie noch fahren)
    Die DS (ok da darf ich nur mitfahren )
    Schmucktasse
    Tanztee
    Damenkränzchen
    Das Zöpken
    Der Ascheneimer
    juckeln
    herrlich und es wird uns noch so viel einfallen.
    Liebe Martina, danke für diese herrliche Runde heute.

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Ach, Maren, das ist ja eine unglaubliche Ausbeute. Was ist denn eine Grillage Torte? Alle Wörter sind soeben in der Sammeldose gelandet! Herzlich! Martina

      • Maren H.
        14. April 2016

        Liebe Martina, das ist ein Hüftgoldverursacher ( noch so ein wort ) in Vollendung. Eine geeiste Sahne Torte mit baiser feinsten schokoraspeln zum knacken und frischem Mandelkrokant. Wurde von der profanen Eissplitter Torte abgelöst. Rheinländische Gaumenfreude pur.
        Dir eine gute Nacht.
        Lg

        • Martina Goernemann
          14. April 2016

          Ohhhhhhhh, allein der Gedanke daran läßt mich grinsen wie ein Welpe dem der Bauch gekrault wird! Dir auch eine gute Nacht! LG Martina

  • Arlett
    14. April 2016

    Das macht Spaß! Ich hätte da noch die gute alte Aussteuer in petto.

  • Franzi
    14. April 2016

    Hallo Martina
    im Osten Deutschlands nannte man ein Tshirt ganz einfach Nicki.
    Erdäpfel gab es in allen Arten zum Mittag. Bandsalat vermießte dem die Laune, dessen Tonband nicht mitspielte. Am Kachelofen auf der Hölle (gekachelte Ofenbank) hab ich mich gewärmt, wenn ich vom Rodeln kam. Schnee wird wohl auch bald zum antiquierten Wortgut gehören….so wenig wie es schneit.
    Früher hatten wir ein Schwein auf dem Hof. Das fraß aus einem steinernen Trog. In der Scheune war der Heuschober der schönste Ort zum Spielen, nachdem mit dem Rechen und der Mistgabel alles Heu verstaut war.
    Schön wars

    Ganz liebe und altmodische Grüße
    Franzi

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Franzi, der „Nicki“ ist ja niedlich und all‘ die anderen Worte von dir auch. Sind alle in die Sammeldose gehüpft. Herzlich! Martina

  • Bärbel
    14. April 2016

    Du kommst heute nicht mehr hinterher, Martina! 🙂
    Ist das alt genug?:
    Mauerblümchen, Schrebergarten, Laubenpieper, Staniolpapier, Fernsehtruhe, Schraubdampfer (für Schlittschuhe), Badeofen, Hitsche, Pustekuchen, Pfeifkessel, Bauchbinde, Petticoat, Stöckelschuhe, Hörnerschlitten, Matritze.
    Und für die Friseurecke: Igel- oder Meckischnitt, Pferdeschwanz, Koteletten, Rattenschwänze, Kaltwelle, Haarnetz. Topfschnitt.
    Wenn man drüber nachdenkt, fällt einem immer wieder was ein.
    Du wirst heute wohl erst sehr spät Feierabend haben.
    Genieße ihn dann.
    Bärbel

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Du hast so recht, liebe Bärbel, heute wirds ein bisschen später … aber das ist es wert, oder? So tolle Wörter von euch Raumseelen. Warum heißen die Rattenschwänze eigentlich so? Gemeint sind doch eher so Rasierpinselige Zöpfchen. Ich hatte welche. Guts Nächtle, alle deine Wörter sind in die Sammeldose gehüpft. LG Martina

      • Bärbel
        15. April 2016

        Wahrscheinlich hießen die Rattenschwänze so, wenn es richtig dürre Haarschwänzchen waren. Aber Du hast doch herrlich dicke Haare, wieso hießen die bei Dir so?
        Ja, es ist herrlich, ich war glaube ich noch nie so oft am PC wie heute und hab mich köstlich amüsiert.
        LG Bärbel

        • Martina Goernemann
          15. April 2016

          … bei uns waren alle Zöpfchen, die kurz und mühsam zusammen gekämmt waren, Rattenschwänzchen. Ich hab mit Rattenschwänzchen angefangen und dann lange, dicke , geflochtene Zöpfe gehabt. Kannst du noch an die Kirschzopfspangen erinnern? „Zopfspange“ ist schon wieder so ein Sammelwort. Das hört echt nicht auf! Herzlich! Martina

        • Bärbel
          16. April 2016

          Nein, Kirschzopfspanen kenne ich nicht. Ich hatte immer ZOPFHALTER dran.

        • Martina Goernemann
          16. April 2016

          :-)))

        • Bärbel
          16. April 2016

          Kirschzopfspange. Was für ein schwieriges Wort.

        • Martina Goernemann
          16. April 2016

          :-)))

    • Marion
      15. April 2016

      Aaach bei Mauerblümchen fällt mir doch gleich der Blaustrumpf ein …. 🙂

  • Edith
    14. April 2016

    Ich lese hier so gerne, aber hab noch nie kommentiert…aber bei all diesen Wortschätzchen fühlt es sich an, als würde meine Oma, Gott hab sie selig, hier bei mir sitzen…
    Da fallen mir dann noch Wörter ein wie Trottoir (=Bürgersteig, Gehweg), Pelerine (dieses Unding, das ich im Regen über sämtliche Klamotten und den Schulranzen ziehen musste), Kanapee (Sofa), Kracherl (das kennen wohl nur die Österreicher…sowas wie Brause), Siphonflasche, Bassena (diese Emailwaschbecken, die früher in alten Mietshäusern am Gang angebracht waren), kredenzen,…wohl aber vieles mit österreichischem Einschlag, da ich ursprünglich aus Wien komme
    Ich finde das wunderbar…gerade jetzt, seit meine Tochter selber lesen kann, fällt es uns auf, wie viele Wörter aus dem Englischen in unseren Sprachgebrauch übernommen worden sind und so schöne, herrliche Wörter verdrängen…
    Ganz tolle Idee, auf viele weitere tolle Wortschätzchen
    Mit ganz lieben Grüßen, Edith

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Edith, schöne Wörter hast du mitgebracht. Pellerine ist herrlich. :-))) Du hast recht, wir müssen ein bisschen auf unsere Wörter aufpassen, aber das machen wir Raumseelen ja jetzt. Komm uns gern immer wieder besuchen, wir haben hier schrecklich gern Besuch. Herzlich! Martina

      • Edith
        15. April 2016

        Vielen Dank für das herzliche Willkommen hier 🙂
        Ich musste heute unentwegt an die Wortschätzchen denken…und dann zeigt mir mein Mann ein Buch in seinem Bücheregal „Lexikon der bedrohten Wörter“ von Bruno Mrozek mit so tollen Wörtern wie
        Beziehungskiste, Wählscheibe, Oberstübchen, wilde Ehe, Fete oder Suppenkaspar.
        So sitzen wir beiden Holden hier beisammen und Suchen nach Wortschätzchen – auch eine lustige Art, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen
        …liebreizend…
        …allerliebst…
        …Sparstrumpf…
        …Backfisch (also Teenager, nicht das Essen)
        …Schindluder…
        …Mischkassette…
        …Testbild (beim Fernseher)
        …Sendepause (ebenso beim Fernsehen…und dann einfach mal kein Programm die ganze Nacht… )

        Ich glaube, in den nächsten Tagen wird mir noch einiges mehr einfallen und ich freu mich schon auf alle neuen Wortschätzchen, die ich hier zu lesen bekomme!
        Auf viele weitere Besuche hier freue ich mich jetzt schon!

        Ganz liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende!
        Edith

        • Martina Goernemann
          15. April 2016

          Edith, das gibt ein Fleißkärtchen! Die Sammelei macht wirklich Spaß, gell? Schön, dass du jetzt auch eine Raumseele bist. Alle deine Wörter sind in die Sammeldose gehüpft. Herlzliche Grüße aus München von Martina

        • Edith
          17. April 2016

          Ooohja, das stimmt…das lässt einen nicht mehr los und es ist unglaublich, was man da alles zu Tage befördert…das macht richtig Spaß! Einen wunderschönen Sonntag wünsch ich dir, liebe Martina! Edith

        • Martina Goernemann
          17. April 2016

          Ebenfalls! Einen schönen Sonntag! LG Martina

  • Sonja Geyer
    14. April 2016

    Hallo Martina,

    Nun melde ich mich auch noch kurz zu Wort. – Mir ist heute unterwegs noch „MINIPLI“ eingefallen. Ha, das waren diese Dauerwellen, ich glaube in den 70ern…

    Ganz herzliche Grüße von Sonja

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Liebe Sonja, dein Wort kommt in die Dose. Haben wir schon ein paar mal gehabt heute. Das macht aber nix, denn das Wort ist einfach zu schön. Herzlich! Martina

  • Arlett
    14. April 2016

    Wunderbar! War die Aussteuer schon dabei?

  • Yvonne
    14. April 2016

    …was für eine wundervolle Idee, Martina!! Ich mag „antike Wörter“, und irgendwann hab ich auch mal was von einem „Buch/Lexikon der aussterbenden Wörter“ gehört… Von mir kommt noch „Kleinod“ und „Habseligkeiten“ (und sorry, falls doppelt, habe jetzt nicht alle dreitausend Kommentare/Vorschläge durchgelesen *g*). Liebe Grüße von Yvonne und weiter frohes Sammeln 🙂 (da fällt mir noch das Wort „klauben“ ein)

    • Martina Goernemann
      14. April 2016

      Kleinod ist schön. Das ist richtig gut altmodisch. Das Buch kenne ich nicht, aber was brauchen wir ein Buch? Wir haben doch uns Raumseelen. Herzlich! Martina

  • Silke aus DD
    15. April 2016

    Liebe Martina,
    sind noch drei kleine Plätzchen frei – in der wunderschönen Dose?
    Viele der Wörte, die mir heute eingefallen sind habe ich schon bei anderen Raumseelen gelesen…
    Hier noch:
    Katzentisch (abseits stehender bzw. unbeliebter Tisch)
    Groschenroman
    Steckkissen
    Eine gute Nacht!
    Silke

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Aber ja! In die Dose paßt unglaublich viel rein, liebe Silke! Und Zack! Sind deine Wörter schon drin! Herzlich! Martina

  • Sabine Hacker
    15. April 2016

    Ich habe jetzt sehr viele der Kommentare gelesen. Allerdings habe ich noch nicht alle geschafft. Mir fällt spontan der Gatte/die Gattin und Gemahl/Gemahlin ein. Und dann noch die Base und der Oheim. Und dann hört man kaum noch solche Wörter wie: köstlich und entzückend. Und wenn ich noch ein wenig weiter nachdenke, kommen bestimmt noch einige dazu.

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      …köstlich und entzückend… ja, da hast du recht, Sabine. Und wenn dir noch Wörter einfallen sollten, dann immer her damit! Wir sammeln ja bis Sonntag. Herzlich! Martina

  • Claudia
    15. April 2016

    Liebe Martina, Du hast uns mit Deiner Wörtersammelkiste wunderbar in alte Zeiten entführt und nochmal vor Augen geführt, wie vielfältig unsere Sprache ist. Und Du hast jeden Beitrag beantwortet und kommentiert. Respekt! Ich glaube, zu vielen anderen Dingen bist Du gestern nicht mehr gekommen? Vielen lieben raumseeligen Dank dafür! Deine Claudia

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Rumseelige Grüße zurück! Ja, Claudia, das stimmt. Gestern war der Tag der 180 Kommentare. Aber weißt du was? Ich fand’s und finde es wunderbar. Nur mein Sohn nicht so sehr, denn für den gab es gestern nur „Schnittchen“! Herzlich! Martina

  • frauke
    15. April 2016

    Guten Morgen an alle Raumseelen,
    ich habe gerade alle Einträge gelesen und komm aus dem Grinsen nicht mehr raus..
    Ich strahele übers ganze Gesicht und werde diesen Zustand sicher den ganzen Tag geniessen…
    Es sind viele Ausdrücke dabei, die ein unglaubliches Flashback auslösen (dabei fühle ich mich noch gar nicht so alt…), andere habe ich aber auch regelmässig im Gebrauch.
    Und zwar extra, da ich den Klang so mag.
    Oft werde ich belächelt, aber egal. Das ist eine Reaktion de ich als positiv empfinde.
    Wer mag es nicht, dem Anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
    Ihr habt es heute bei mir geschafft,
    habt Dank dafür…
    Seid alle gedrückt, herzliche Grüsse, Frauke

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Liebe Frauke, ist das nicht toll, dass wir Raumseelen fast alle seit gestern grinsen!? Neulich kam hier in den Kommentaren die Frage auf, ob wir nicht einen Aufkleber fürs Auto kreieren könnten, damit Raumseelen sich untereinander erkennen. Können wir uns alles sparen :-)))) Raumseelen erkennen sich am Grinsen.
      Es freut mich sehr, dass wir dir eine Freude gemacht haben. Hab ein schönes Wochenende! Herzlich! Martina

      • frauke
        16. April 2016

        Hallo Martina,
        um noch in den Lostopf der zauberhaften Bechers zu hüpfen, schreibe ich noch rasch einen ‚Running-Gag‘:
        Jeden Morgen schmiert mein GATTE (den nenn ich wirklich immer so…) mir mit Liebe die Büro-SCHNITTCHEN und packt sie in die STULLENDOSE.
        Wenn ich mich dann mit den Kollegen zu Mittag treffe, schauen sie immer ganz gespannt, wenn ich die Dose auspacke und fragen immer, ’na…. was gibt es für Schnittchen???‘
        Dieser Ausdruck wird auch nur für meine Schnittchen verwendet… Alle anderen haben Brote mit.
        Das liegt natürlich auch daran, weil die Schnittchen halt mit Liebe geschmiert werden 🙂
        Schön -oder…
        Herzliche Grüsse, Frauke

        • Martina Goernemann
          16. April 2016

          Ach, das ist in vielerlei Hinsicht eine schöne Geschichte. Und ich finde tatsächlich, dass im Klang des Wortes „Schnittchen“ so viel Liebes mitschwingt. Ein schönes Wort. Klingt doch ganz anders als Stulle oder Butterbemme, oder? Einen schönen Abend, Frauke, wünscht dir Martina

  • Heidi Sutter-Schurr
    15. April 2016

    Tag 2 der aussterbenden Wörter,

    ja, liebe Martina und liebe Sammlerinnen und Beisteuerinnen, das habt Ihr nun davon! Es ist wirklich unglaublich, wie einen das begleitet und umtreibt! Irgendwie bin ich seit gestern morgen in einer anderen, nostalgisch-heiteren Zeitzone … Ich habe zwar schon geschrieben, aber es fällt mir immer mal noch was ein, z.B. die HALBSTARKEN (meist angewendet für etwas ungebärdige Jungs, eben nicht mehr wirklich BUBEN, aber auch noch nicht erwachsen). Und dann noch das SCHESSLON oder wenn man es etwas eleganter wollte: SCHESSLONG (umgangssprachlich für Chaiselongue). Der Nachttopf war bei uns kurz und bündig der HAFEN. Und ist die FLOTTE LOTTE schon dabei? Heute Passiersieb genannt … Der PARAPLÜ (von Paraplui/Regenschirm), KÖLNISCH JUCHTEN, LEGEEIER (Gipseier, die man den Hühnern ins Nest gelegt hat, um sie zum Eierlegen zu animieren), STAUBMANTEL (für Übergangsmantel), GENANT (schenant gesprochen für prüde, schnell geniert) … ach, ich könnte noch lange so weiter, mach jetzt aber Schluss und grüße Euch alle

    Heidi aus dem Schwarzwald, jetzt in Dresden

    (in der neuen Heimat gibt’s auch viele tolle Begriffe: Muschebububeleuchtung/Schummerbeleuchtung, Mutzenkiepschen/Marienkäfer, fischelant/clever, rührig, geschickt; Bebe/Rührkuchen … – ich hoffe, ich habe das richtig verstanden und richtig geschrieben)

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Ich komme vor lauter Wort-Schätzchen auch zu fast nichts anderem mehr, liebe Heid. Deine Wortantiquitäten sind herrlich und zack! alle in die Sammeldose gehüpft. Aber auch die Wörter, die ihre Eleganz dem Dialekt verdanken… Muschebububeleuchtung ist ja wohl der Hammer! Das müssen wir demnächst nochmal machen. Dann stellen wir eine Schale für Dialekt-Konfekt auf. Herzlich! Martina

    • Silke aus DD
      16. April 2016

      Guten Abend liebe Heidi!
      Du scheinst schon eine ganze Weile bei „UNS“ zu wohnen oder hast dich ganz schnell eingelebt 😉
      Liebe Grüße Silke

      • Heidi Sutter-Schurr
        17. April 2016

        Hallo liebe Silke,
        Ja, im Juli werden es 20 Jahre – immer hin- und hergerissen zwischen dem schönen Dresden und dem heimischen Schwarzwald…
        Dir und den anderen Raumseelen einen schönen Sonntag und liebe Grüße
        Heidi

  • Petra
    15. April 2016

    Hallo, liebe Martina,
    herrlich diese Weißt-Du-noch-Geschichten. Ich liebe das und stöbere auch mit meiner Kollegin gerne und oft in alten Zeiten. Ich habe mit Vergnügen die Kommentare gelesen, musste aber an irgendeinem Punkt aufgeben und hoffe, nicht zu viele Wiederholungen zu nennen.
    Man saß vor der Höhensonne,
    schnitt Zwiebeln mit dem Pittermesser,
    der Müll kam in die Aschentonne (Kohle),
    man spielte auf`m Hof,
    in der Schule unterrichtete bzw. im Kindergarten betreute das Fräulein,
    man ging zum Onkel Doktor,
    reiche Leute hatten von der Küche zum Esszimmer eine Durchreiche,
    folgtest Du nicht, gab`s eine Tracht,
    brauchte man eine Spielpause, nahm man Rulle,
    der Flummi rollte in den Gully,
    man bekam Windpocken, Masern und Ziegenpeter,
    alten Schrott holte der Klüngelskerl oder Klüngelspitter,
    im Konsum gab es Rabattmarken,
    Lametta war aus Stanniolpapier,
    Oma kaufte für die Straßenbahn ein Carnet und
    fuhr in die Stadt, um zu schruzen und
    wer kennt noch Knickebein?
    Die Schokoteile mit der Füllung durften auf dem bunten Teller zu Weihnachten nicht fehlen.
    In diesem Sinne bis “die Tage“…. ;o)
    und liebe Grüße aus Essen
    Petra

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Peeeeetra! Ich hätte nicht lesen müssen, dass du aus Essen schreibst. Ich hab’s an den Wörter gemerkt. Kannst du das glauben? Wahnsinn! Als ich nach München kam und mein erstes Carnet kaufen wollte, genau so wie ich das von Oma und Mutter kannte, hat kein Mensch verstanden was ich wollte. Und das Pittermesser!! Jahrzehntelang vergraben in meinem Wort-Schatz, aber seit gestern ist es wieder da. Gebogene Klinge und perfekt zum Kartoffeln schälen. Alle Wörter sind in die Dose gehüpft. Herzlich! Martina

  • Anke Quade
    15. April 2016

    Ach, ihr lieben Raumseelen, liebe Martina, wie war DAS eben schön: Ich habe (fast) alle Beiträge gelesen, dabei gegrinst wie ein Honigkuchenpferd und mir ist ganz wohlig zumute <3
    Einen Herzensdank an euch
    von Anke

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Und das machen wir jetzt immer öfter, liebe Anke! Dafür ist die Raumseele doch gemacht! Zum wohlig fühlen! Schön, dass du dich so freuen kannst. Herzlich! Martina

  • Elke
    15. April 2016

    Hier ist auch noch eines für die Dose….
    Wer kennt sie noch – die gute alte Schlaghose?!

    Und dann noch das Wort „heimelig“….
    Wenn ich das benutze, lachen meine Kinder immer

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Schwupps! Drin in der Dose! Ich liebe Schlaghosen! Ein schönes Wochenende wünscht Martina

  • Silke
    15. April 2016

    Huhu liebe Martina,
    ich habe jetzt auf die schnelle gar nicht alle Kommentare durchlesen können (hier gibts gleich was zu futtern), deshalb weiß ich gar nicht, obs schon dabei war.
    Mir fiel eben noch das Wort „Liebestöter“ ein :o). Kennst Du bestimmt das Wort, oder?
    Viele liebe Grüße
    Silke

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      „Liebestöter“ ist soeben in die Sammeldose gesprungen. War noch nicht im Sortiment. Wäre aber auch nicht schlimm, denn alle, die hier schreiben kommen in die Lostrommel. Egal ob doppelt genannt oder nicht. Herzliche Wochenendgrüße von Martina

      • Silke
        15. April 2016

        Und mir fallen noch“ Puschen“ und „Puschenkino“ ein. Ojeoje liebe Martina, da hast Du jetzt was angerichtet. Nun denke ich bestimmt die ganze Zeit über alte Wörter nach. Aber irgendwie macht das richtig Spaß. Vielleicht könntest Du noch eine Sammelbüchse für alte Sprichwörter aufmachen :o). Die gibt es hier bei uns nämlich fast täglich. Meine Oma war so ein Sprichwortmensch, meine Mama hats übernommen und irgendwie ist das wohl auch auf mich abgefärbt. Jedenfalls bringen meine Kinder schon immer die Sprichwörter zuende, wenn ich damit anfange :o). So überträgt sich das auf Generationen. Find ich aber richtig schön, denn so bleiben beide Omas immer in Erinnerung. Gehört nicht eigentlich auch das Wort aus einem Deiner Posts „anne Bude“ ins Sammeldöschen :o)?!

        • Martina Goernemann
          15. April 2016

          :-))) Ich glaub „anne Bude“ ist im Pott noch in vieler Munde. Das wäre eher etwas wenn wir demnächst mal „Dialekt-Konfekt“ sammeln! Familientraditionen sind wunderbar. Unbedingt so weitermachen, Silke! Happy Weekend! LG Martina

        • Silke
          15. April 2016

          Haha, da kannste mal sehen….da hat mir meine Erinnerung wohl einen Streich gespielt und wie lange ich schon nicht mehr im Pott war. Meine Mama kam da nämlich her und immer wenn wir zu meiner Oma in den Pott gefahren sind, gab es eine Mark und wir durften uns anne Bude was süßes kaufen. Das ist schon sooo lange her, deshalb dachte ich, es wäre schon ein antiquarisches Wort :o).
          Dir auch eine schönes Wochenende :o).

        • Martina Goernemann
          15. April 2016

          :-)))

  • Sabine Ankenbrank
    15. April 2016

    Liebe Martina, zum Sport nahm man den Turnbeutel mit, in dem sich der Trainingsanzug befand. Hin und wieder zog man einen Hosenrock an und Nickipullis. Am Monopterus lungerten die Gammler rum. Im Radio wurden Gassenhauer gespielt ( letzteres allerdings vor meiner Zeit ) l.G.Sabine

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Au ja! Die Hosenröcke. Tolles Wort. Alles schon in die Sammeldose geschoben. Hab ein schönes Wochenende, liebe Sabine! Herzlich! Martina

  • Anja
    15. April 2016

    Huhu Martina, ich nochmal! Ich hab jetzt nicht alle Kommentare nochmal gelesen, aber mir sind noch Wörter eingefallen! (vielleicht schon vorhanden?) Denn ich hatte gerade mein POESIEALBUM in der Hand und da sind viele OBLATEN eingeklebt worden von meinen Klassenkameraden. Nochmals Grüsse aus Hamburg, Anja

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Beide Wortantiquitäten sind soeben in die Sammeldose umgezogen. Wunderbar! In meiner Heimat, dem Kohlenpott, heißen die Oblatenbildchen „Fillipchen“ Von „Vielliebchen“… niedlich, oder? Happy Freitag. LG Martina

      • Silke
        15. April 2016

        Ich auch nochmal,
        und ich kenne sie unter „Glanzbilder“ :o). Ich hab sogar noch eine von mir als Kind bemalte alte Pappschachtel, wo meine gesammelten Glanzbilder drinnen sind. Die würde ich nieee hergeben.
        Viele liebe Grüße
        Silke

      • Bärbel
        16. April 2016

        Bei uns hießen die STAMMBUCHBLÜMCHEN. Ist das nett, überall anders.

  • Maren H.
    15. April 2016

    Bißchen nachgedacht da kam das Spekuliereisen und das Sauerampfersüppchen noch zum Vorschein.
    Lg

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Lecker! Aber das Süppchen ist doch noch sehr populär. Gott sei Dank! Ich werde demnächst auch wieder eines köcheln. Sobald die Blättchen sprießen! Schönen Abend für dich! LG Martina

  • Diana
    15. April 2016

    Mir ist heute auch noch was eingefallen, der Tante Emma Laden, die Gamaschen, das Monokel, das Kofferradio und ,nicht ganz so alt, der Walkman…

    Schönen Abend wünscht Diana aus Thüringen

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Kofferradio! Cool! Zack! Schon in der Sammeldose! Schönen Abend! Herzlich! Martina

  • Birgitta
    15. April 2016

    Und ich schaff’s doch, hier zu posten: Tatsächlich, Versuch macht kluch!
    Ich könnte noch „Bettumrandung“ beisteuern (hat lange gebraucht bis ich wusste, was das ist und komm auch immer noch ohne aus). Dann hätte ich noch 2 Adjektive für die Dose: „apart“ und „impertinent“.
    Hab nur ich das Gefühl, allein durch das g…-Wort ist unsere Sprache deutlich ärmer geworden?

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      Na, siehste! Und auch ich gehöre zu den Glücklichen, die schon ein ganzes Erwachsenenleben lang ohne Bettumrandung auskommen. Juchuu! Alle deine Wörter habe ich in die Sammeldose einsortiert. Schönes Wochenende, liebe Birgitta. LG Martina

  • Doris
    15. April 2016

    Herrlich, in den schönen alten Wörtern zu schwelgen. Unglaublich, wie die schönen Wörter einfach aus unserer Srache verschwunden sind. Gut, dass du sie nun in der Dose hast
    Meine Oma trug übrigens ein Haarnetz und benutzte Kölnisch Wasser. Wenn sie auf jemanden böse war, nannte sie ihn „Schlot“. Mein Opa trug einen Fassonschnitt. Ich hatte einen Pferdeschwanz und später einen Bubikopf. Ups, da bin ich ja auch beim Friseur gelandet.
    Ich wünsche noch einen schönen Abend oder vielleicht eine Dämmerstunde um Licht zu sparen?
    Liebe Grüße, Doris

    • Martina Goernemann
      15. April 2016

      … und meine Oma hatte „Uralt Lavendel“ in ihrer Handtasche und ein Spitzentaschentuch. Alle Wörter sind in die sammeldose verpackt. Das Haarnetz gefällt mir besonders gut!
      :-))) Herzlich! Martina

  • Die Rabenfrau
    15. April 2016

    Uralt Lavendel hatte meine Oma auch! Ich habe mir neulich ein Fläschchen gegönnt, aber es roch leider ganz anders, als ich es in Erinnerung hatte. Ein Haarnetz trug sie selbstverständlich auch. Und meine Frisur wurde mit Spangen befestigt, die „Libellen“ hießen.
    Man setzte seinen „Friedrich-Wilhelm“ unter ein Dokument, dafür durfte man aber keine „Bleifeder“ (Bleistift) benutzen.
    Meine Oma hatte eine Wäschemangel mit einer großen Holzwalze im Keller für Tischdecken und Bettlaken (Ich hab mir mal als Kind ordentlich die Finger darin geklemmt!), und sie hatte im Nähkasten eine Bakelitdose für Stecknadeln (benutze ich heute noch), Schneiderkreide und einen Stopfpilz. Ihr Vertiko steht heute im Esszimmer meiner Mutter. Regelmäßig traf sie sich mit ihrem „Strickbüdelverein“, das war ihr Handarbeitskränzchen.
    Meine Mutter hat auch ein Kränzchen, die Damen handarbeiteten allerdings nicht, sondern trafen sich zum „Schnacken“ (=Schwatzen). Die Überlebenden tun das heute noch :o)
    Mein Opa besaß einen Kolonialwarenladen, und die Nachbarn waren „feine Pinkel“ (sie taten immer so vornehm).
    Unser Radio hatte ein „Magisches Auge“, mit dessen Hilfe die Sender eingestellt wurden.
    Für Mathematik in der Schule benutzte man keinen Taschenrechner, sondern einen Rechenschieber, mit dem Könner genau so schnell rechnen konnten wie mit einem Rechner (ich nicht. Ich hasste das Teil!).
    Als Baby besaß ich eine Teufelsmütze (nein, so eine Mütze hat keine Hörner, aber so ein mephisto-ähnliches, v-förmiges Gesichtsteil).
    Ansonsten wäre da noch
    die Bedürfnisanstalt
    ein Billet als Eintrittskarte
    die Bleifeder (Bleistift)
    die Pferdestraße (Fahrweg) für die Autos und
    das Trottoir für die Fußgänger und… und… und…
    Hachtz! Da kommen die Erinnerungen hoch!
    Grüßle
    Ursel

  • Elke
    16. April 2016

    Ihr Lieben, ich werde mir heute am Nachmittag einen Kaffee nehmen und in den alten Worten schwelgen. Es sind ja soviel zusammengekommen. Mir sind noch eingefallen ( ich hoffe sie sind noch nicht gesammelt)
    Sonntagskleid, Brennschere ( damit legte meine Oma ihre Haare in Wellen, dazu wurde die Schere auf dem Kohleherd erhitzt), Plissiereisen, Blümchenkaffee, Bordstein und Bürgersteig.
    Ein schönes Wochenende!
    Elke

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Liebe Elke, keine Sorge! Doppelnennungen sind kein Problem. Wir sind ja hier nicht beim Ordnungsamt, sondern wollen Spaß haben. :-))) Entscheidend sind eure Namen in der Lostrommel. Sonnige Grüße aus München von Martina

  • Nessie
    16. April 2016

    Mir ist noch das „Sonntagskleid“ eingefallen, genau wie der „Sonntagsbraten“. Natürlich wurden vor dem Wochenende die Haare „onduliert“- meine Oma hatte eine „Wasserwelle“, die wurde mit „Wellenreitern“ gemacht – und das hatte nichts mit surfen zu tun. Lach. Mein Opa hatte keinen „Kneifer“… In den Zeitungen gab es Werbung für „Strumpfhalter „, was ist ganz sicher nicht in die Wortdose schafft, für mich aber trotzdem ein olles Wort ist, ist die „Lebertran-Flasche“, die in unserer Kpche stand. Viele Autos beherbergten einen „Wackeldackel“ und Toilettenpapier trug ein „Klorollenkleid“. Mein Opa gab uns einen „Tacken“, mit dem wir was an der „Bude“ kaufen durften. Manche Haushalte hatten eine „Perle“, das war eine gute Seele, die im Haushalt half. Die Herren schmierten sich „Brillantine“ ins Haar und hatten immer ihre „Glimmstengel“ dabei. Im Frühling startet das „Großreinemachen „, auch der „Teppichklopfer “ wurde hervorgeholt, die Böden wurden mit der „Bohnermaschine“ bearbeitet.. Wenn meine Eltern ausgingen, bekamen wir auch etwas Gutes zu essen: „Königinpastete“ (Blätterteigpastete mit Hühnerfrikassee gefüllt). Wir haben unsere „Groschen“ zusammengehalten. Bei Ausflügen im „Brustbeutel“. Ach ja, meine Oma trug nachts immer ein „Haarnetz“ und meine Mutter hatte eine „Trockenhaube“
    Uff- hoffentlich hat das nicht schon alles jemand gesagt?
    Schottische Grüße, Nessie

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Uuiiiih, die Trockenhaube für Mami! War eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke in den späten 60ern. Meine Mutter hatte auch eine, in beige mit rosa! LG Martina

  • Sabine
    16. April 2016

    Liebe Martina,
    Bei den vielen Kommentaren mit so tollen Wörtern habe ich den Überblick verloren…war schon „Fiesematenten“ dabei? Das war das, was wir als Kinder nicht machen sollten ☺️ „Mach nicht solche Fiesematenten “ meinte: stell dich nicht so an… Und dann muss ich beim lesen immer an einen Spruch meiner damals 80jährigem Großtante (auch noch ein Wort?) Jahrgang 1901 denken: Ich bin glücklich, ich bin froh, wie der Mops im Paletot….und meine Mama kauft heute noch „Belag“ anstatt Aufschnitt….ich freu mich jeden Tag auf deinen Blog….lg von der Insel Sabine

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Ach, ist das alles schön. Fiesemattenten gehört auch zu meinen Lieblingswörtern. Eine andere Raumseele hat das Wort auch schon genannt -was nicht schlimm ist, denn ich ziehe ja einen Namen für die Tasse, nicht eine Wortantiquität- Ich muss euch irgendwann die Geschichte erzählen, die hinter dieser kölschen Wortschöpfung steckt. Sehr lustig! Sonnige Grüße aus München von Martina

  • Trix
    16. April 2016

    Liebe Martina!

    Ich habe nun alle Gespräche fleißig durchgeackert, und hoffe, diese Wörter waren noch nicht dabei.
    Wenn man lernen sollte, dann hieß es: „Setz Dich mal lieber auf Deinen HOSENBODEN“. Hatte dieser einen Hosenlatz?
    Zumindest habe ich persönlich lieber LIEBESMARKEN gesammelt. Diese gibt es wieder, im kleinen Spielzeugladen in der Nähe. 🙂

    Vielen Dank für Deine wunderbare Idee!
    Ich lese immer gerne still mit!

    Herzliche Grüße

    Trix

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Liebe Trix, ich habe gerade zwei Kommentare von dir im Spam-Ordner gefunden. Tut mir leid, dass sie dort hängen geblieben sind. Aber es ist ja nicht zu spät. Sowohl die Wörter-Sammeldose als auch die Lostrommel sind noch geöffnet. Das Wort „Liebesmarken“ gefällt mir ganz besonders. Ich erlaube mir, deinen ersten Kommentar zu löschen, weil er nahezu identisch ist mit dem zweiten, ok? Komm immer wieder gern zu Besuch! Herzlich! Martina

  • Christiane
    16. April 2016

    Ich finde ja „verzagen“ bzw. „unverzagt“ auch herrlich antiquiert. Oder als Ding zum Anfassen – ein Telefon mit Wählscheibe. Und Langspielplatte oder Bandsalat verstehen die „Gören“, die man heute kids nennt, wohl auch nicht mehr.
    Wunderschön finde ich ja auch „schnabulieren“.
    Ach, macht das Spaß, solche Wörter zu sammeln und zu bewahren, aber nicht „einzuwecken“, sondern möglichst oft zu „kredenzen“.

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Wörter einwecken und später kredenzen finde ich wunderbar! Und schwupps! sind alle Wörter in der Sammeldose. Herzlich! Martina

  • Katrin
    16. April 2016

    So viele schöne Wörter. Hab sie ehrlich gesagt, noch nicht alle gelesen (meine Zeit ist gerade knapp-hole es aber auf jeden Fall nach). Eines meiner Lieblingswörter ist PFUND (ich hoffe, es wurde noch nicht genannt, s.o.). In meinen Alltag ( z.B. Koch- und Backrezepte) und wenn ich einkaufe, benutze ich es oft und gern, auch 1/2 oder 1/4 Pfund. Es ist mir schon passiert, dass die Verkäuferin gefragt hat: „Ein Pfund war nochmal…?“
    Wäre schade, wenn es irgendwann ausstirbt.
    Liebe Grüße
    Katrin

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Liebe Karin, auch bei mir hapert es heute an Zeit, aber ich kann mir nicht verkneifen dir meinen Lieblings-Ruhrgebietswitz zu erzählen. Ich kann mir Witze eigentlich nie merken, aber der hier ist so sehr Ruhrpott, dass er für immer in meinem Gedächtnis bleiben wird.
      Ort: Metzgerei in Essen- Stoppenberg. „Morgen, ich hätt gern zwei Pfund Hack!“ … „Dat heißt nich‘ mehr so. Heißt gezz Kilo!“ … „Wat? Nich‘ mehr Hack?“
      Das „Pfund“ ist in die Sammeldose gewandert. Herzlich! Martina

  • Petra B. aus W.
    16. April 2016

    Oh je, bei so vielen Worten verliert man den Überblick….Wurde der Griffel und das Wort obliegt schon genannt? Hurtig für schnell kenne ich noch, bestimmt weiß ich noch mehr, aber je mehr ich überlege umso weniger fallen mir ein ;-(((

    Die Tasse (das Haferl) hätte ich schon gerne.

    Liebe Grüße

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Doppelt hält besser und ist hier nicht schlimm. An den Worten wollen wir uns erfreuen, gezogen wird ein Name. LG Martina

  • Silke
    16. April 2016

    Das ist ja unglaublich, ich dachte da fällt mir nichts mehr ein bei so vielen alten Wörtern, aber weil es gerade regnet ist mir noch der Ostfriesennerz (gelbe Regenjacke) eingefallen. Da ich keinen Wäschetrockner besitze brauch ich noch einen Klammerbeutel zum Wäsche aufhängen.
    Pinsel schwingende Grüße Silke

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Klammerbeutel und Friesennerz sind zack! in die Sammeldose gehüpft. LG Martina

  • petra baselau
    16. April 2016

    Oh, echauffieren fiel mir grad noch ein ;-)))

  • Claudia
    16. April 2016

    Ein schönes Wort aus dem Kölschen,gebräuchlich zu Kaiser Wilhelms Zeiten, für einen Polizisten: Kolitschhoot. Kolitsch ist das kölsche Wort für Lakritze und da die Polizei früher diese lackschwarzen Helme trug;wie Pickelhauben,ergab sich dieser charmante Vergleich Alte Kölner kennen und benutzen ihn noch.

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Das ist ja wie die feinste Vorlesung in Sprachwissenschaften. Ich mag das unheimlich gern, alten Wörtern auf die Schliche zu kommen. Danke für die kleine Wissensspritze. Dat Lakritzhütschen is in dä Sammeldos‘! Herzlich! Martina

  • Maren H.
    16. April 2016

    Während der Wartezeit das die Baiserböden auskühlen um für den Sonntagskaffee das Grillagetörtchen zu klöppeln haben sich noch einige Wörter für die Sammeldose eingeschlichen.
    Flegeljahre
    Scharmützel
    Grüne Minna
    Hulpfdohle
    Kokolores
    Muhme
    Bahse
    Hagestolz
    Dir ein schönes Wochenende.
    Lg

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Diese Grillagetörtchen machen mich wirklich neugierig. Kannst du das Kalorientürmchen mal fotografieren? Vielleicht ist das ein schönes Raumseelen-Rezept. was meinst du? Von Flegeljahre bis Hagestolz ist alles in die Sammeldose gewandert. Herzlich! Martina

  • Angelika
    16. April 2016

    Liebe Martina,
    unglaublich, wie viele Begriffe doch unmerklich aus unserem Sprachgebrauch verschwinden! Sprache bildet ja unser Leben ab, und da kann man mal sehen, wie sich unsere Welt verändert. Oder würdest du dir noch eine LANGSPIELPLATTE oder eine SINGLE kaufen? Früher haben wir Filme auf VIDEOCASSETTEN aufgenommen und fanden’s toll. Und im Fernsehen gab es noch den SENDESCHLUSS.
    Ich habe noch beruflich TELEX geschrieben, die STENOTYPISTIN schrieb nach dem STENOGRAMM, mit KOHLEPAPIER wegen des DURCHSCHLAGS, und manchmal kam auch eine DEPESCHE (gaaaaanz früher).
    Manche Damen gingen zum Friseur zum WASCHEN UND LEGEN, trugen BETONFRISUR mit ganz viel Spray, die sie im JOURNAL gesehen hatten, und waren ETEPETETE, schmachteten ihre KAVALIERE an, aber POMADENHEINI ist definitiv tot 😉 Auch das RIECHSALZ und die AUSSTEUER sind definitiv ausgestorben. Gibt es das PLUMEAU eigentlich noch?
    Wer einst die TRAM nicht kriegte, machte eben eine PROMENADE.
    Zu meinen Großeltern kamen noch der LUMPENSAMMLER und der SCHERENSCHLEIFER. Wir Kinder kriegten gelegentlich ein ZEHNER EIS (1 Kugel kostete 10 Pfennig).
    Unlängst machte man mich darauf aufmerksam, dass ich weit und brei die Einzige bin, die das Wort UNLÄNGST noch benutzt 😉

    Da ist mir ganz schön was eingefallen, ich hoffe, es sind nicht allzu viele Dubletten zu früheren Kommentaren dabei.
    Eine tolle Idee, alte Worte zu sammeln!
    Einen schönen Sonntag wünscht dir
    Angelika

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Liebe Angelika, keine Sorge wenn was doppelt ist, unsere Sammeldose freut sich über jedes Wort. Die Straßenbahn heißt in München tatsächlich noch Tram. Gott sei dank, dass sich einige Wörter wenigstens dank der Dialekte über Wasser halten können. Wir haben hier eine Menge für die Sprache getan in den vergangenen drei Tagen und das ist wunderbar. Demnächst schreibe ich sicher eine Geschichte darüber. Herzlich! Martina

  • Angelika
    16. April 2016

    Ach ja, der SCHUTZMANN ist mir gerade noch eingefallen!

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Stimmt. Meine Oma hat nur vom Schutzmann gesprochen. Unglaublich was wir hier alles ausgraben wird. Allesamt Wortarchäologen sind wir seit Donnerstag. Ich bin stolz auf uns. Herzliche Samstagabendgrüße von Martina

  • Bärbel
    16. April 2016

    Hallo, Martina!
    Ich war zwar schon da, hab aber immer noch was, weil mir die alten Wörter seit Donnerstag nicht mehr aus dem Kopf gehen:
    Bäbe, Litfaßsäule, Ärmelhalter, Schlips (statt Krawatte), Flohzirkus, Tonbandgerät, Heimatkunde (Schulfach), Turnstunde, Hupfseil (Sprungseil), Plombenzieher (Bonbons aus Karamell), Toupet, Rechenmaschine, Kannenwärmer (aus wattiertem Stoff), Wäschestampfer, Schneeschuhe (statt Ski), Rüschenkleid, Hauswart, Flachmann, Hausdame, Versandhaus/-katalog, Tonbandgerät, Schmalfilm/-kamera, Ringelreihen, Salatspießer (spitze Schuhe), Mitbringsel, Tischbesen, Teppichklopfer, Funzel (schwach leuchtende Lampe), ABC-Schütze, Tagwerk, Kinderferienlager, Völkerball (ein Ballspiel – kennt das jemand noch?), Paradekissen, Einglas, Fibel, Ferienplatz, Affenschaukeln (für hochgebundene Zöpfe), Katzenköppe (runde Pflastersteine), schwofen gehen, Tanzcafé/-lokal, Tischdame, Damenwahl (gibt’s das noch?), Damenhandtasche, Kaffeekränzel, Herrenabend, Wäscheschleuder, Hungerhaken (dünner Mensch), Käsemichel (blasser Mensch), Mamsell, Ausgehmantel, Geheimratsecken, Fletten (für Führerschein), Filou, Freilichtkino. Rumgammeln haben wir, und was ist mit rumknutschen?
    Das ist ja irre, ich denke nur noch antiquarisch. 🙂
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Du siehst mich sprachlos! Und das will bei mir was heißen! Ich erkläre dich hiermit zu Dr. h.c. Alte-Wörter-Sammeldose! Wahnsinn! Jetzt leg mal die Füße hoch und den Stift aus der Hand! :-)))) Herzlich! Martina

      • Bärbel
        16. April 2016

        Ja, tu das. Leg die Füße hoch und mach Feierabend. Und nur dass Du es weißt: Du bist Schuld! Aber der „Dr.“ gefällt mir. 🙂
        Und weißt Du noch was?. Ich guck jetzt einen Video-Film an. Lach nicht, das hab ich alles noch, auch mein altes Tonbandgerät.
        PS: Beatband, Parka, Matte (für lange Haare). Hahaha.

  • Gaby M.
    16. April 2016

    Unglaublich wieviel Wörter in der Sammlung sind…
    !!! Ich hab noch 2
    Hawaiitoast und Complet. Meine Mutter ging gern im Complet, sie sagte, das sieht schön vollständig aus.

    • Martina Goernemann
      16. April 2016

      Ja, Raumseelen sind kreativ und fleissig. :-))) Beide Wort-Schätzchen sind schon in der Sammeldose! Einen schönen Samstagabend wünscht Martina

  • Daniela Schulz
    16. April 2016

    Hallo liebe Martina,
    wie wäre es mit Überzieher oder Kaffeewärmer.

    Liebe Grüße Daniela

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Kaffeewärmer! Hatte meine Oma, glaub ich. War das nicht so ein Ding das aussah wie ein Sofakissen, das man über die Kanne stülpte? LG Martina

  • Botin in der Früh'
    16. April 2016

    Guten Abend liebe Martina,
    gelesen habe ich hier viel, aber leider dann doch nicht alles, und so hoffe ich, daß nun am Ende nicht doch die beiden Worte, die ich dazu stecken möchte, schon da sind ;o)
    Als kleines Mädchen bin ich mal in ein Auto gelaufen, als ich meinen Vater auf der anderen Straßenseite sah. Zum Glück war es nur der *Lumpenmann*, der sehr langsam unterwegs war!
    Passiert ist mir nichts, aber vor Aufregung musste ich dringend Pippi, und mein Vater hielt mich über den *Rinnstein* (was bestimmt sehr peinlich war ;o))
    Na gut, noch eins möchte ich zusätzlich los werden.
    Als wir kirchlich geheiratet haben, und man uns nach der Feier nach Hause brachte, wollte ich einfach nur noch ins Bett, denn ich war sooooo müde. Aber mein Mann hielt mich auf, denn er wollte mich ganz standesgemäß über die *Türschwelle* tragen.
    Übrigens haben mich später alle anderen Bräute beruhigt… eine Hochzeitsnacht fällt wohl am ersten echten Abend bei fast allen aus ;o)
    Eine gute Nacht und süße Träume wünscht Dir die Elke

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Liebe Elke, alles gut verstaut in der Sammeldose! Hab einen schönen Sonntag! Herzlich! Martina

  • Anne
    16. April 2016

    Dank deines Blogs ist es bei mir zu Haus nicht mehr so liederlich 😉

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Echt? Und ich dachte immer, das Wort hat mit sinnenfrohem Lebenswandel zu tun… :-))) LG Martina

  • Heidi Sutter-Schurr
    16. April 2016

    Hallo Raumseelen, liebe Martina,
    Die Weißen Mäuse – sind die schon in der Dose?

    Viele Grüße
    Heidi

  • Doris
    17. April 2016

    Irre, wie viele Wörter seid gestern Abend noch dazu gekommen sind. Eine echte Zeitreise. Mir ist noch Ärmelhalter und Fahrradklammern ( damit die Hosenbeine nicht in die Kette geraten) eingefallen.
    Wünsche allen Seelenfrauen eine gute Nacht!

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Ohgottohgottohgott … Ärmelhalter … da denke ich an Heinz-Rühmann-Filme. Aber die Fahrradklammern sind nicht bedroht. Werden vielleicht im Augenblich nicht so oft benutzt, weil alle Skinny Jeans tragen. Aber wart’s nur ab bis die Schlaghosen wiederkommen. Herzliche Sonntagsgrüße von Martina

  • Andrea M.
    17. April 2016

    Guten Morgen Martina,
    Deine Sammeldose ist eine gute Idee, ich habe mich grad mal durch die Kommentare gelesen, viele Wörter sind mir dabei eingefallen und die tauchten dann auch nach und nach in den Antworten auf. Übrig ist noch die Negermusik, die im Radio so gespielt wurde, insbesondere wenn ich mich daheim getraut habe, den auf Bayern 1 (festgeschweissten) Knopf zu verdrehen. Auf Bayern 1 hat es im Musikjournal in der Früh immer die Bekanntgabe der Temperatur vom Fensterbankl gegeben. Wer kennt noch das Wort wax? So waren früher die Wege über die wir barfuss gelaufen sind – also spitz und rauh. Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und freu mich auf die Verlosung!

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Liebe Andrea, ich finde, dass die „Negermusik“ ein zu recht ausgestorbenes Wort ist. Auch wenn es nicht wirklich damit zu tun hatte, Menschen mit dunkler Hautfarbe herabzusetzen, sondern jede Musik betraf, die rythmischer war als das Geknödel von Rudolf Schock. Ich weiss das, denn meine Oma benutze das Wort auch. Das Wort „wax“ für spitzes und rauhes kannte ich nicht und es ist in diesem Moment in die Sammeldose gehüpft. Herzliche Sonntagsgrüße von Martina

  • Ulrike Streubel
    17. April 2016

    Hallo Martina!
    Da fällt mir ganz spontan der Liebestöter ein und der Hüfthalter (…mein H. bringt mich um…) und das Leibchen und der Petticoat, dann noch behende für schnell. Das nur auf die Schnelle…
    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Ich war gar nicht behende! Verzeih, dass ich erst jetzt antworte, Ulrike. Dein Kommentar war irgendwie ganz tief nach unten in den Blog gerutscht. Alle Wörter von dir sind in der Sammeldose wohl verwahrt. Herzlich! Martina

  • Petra
    17. April 2016

    Liebe Martina,
    weil wir hier alle Raumseelen sind, bin ich mal durch mein altes Haus flaniert (find ich auch ein schönes Wort, das kaum mehr einer benutzt) und habe hier nach alten Wörtern gesucht.
    Zuerst hab ich die WISCHLEISTEN gefunden, dann das KEHRLOCH für den Schornsteinfeger. Leider ist der alte Küchenofen mit dem WASSERSCHIFF nicht mehr angeschlossen. Ich bin froh, das ich beim Einzug die SCHABRACKEN an den Fenstern abgenommen hab.
    An meiner Nähmaschine lag noch der Rock in den ich mit ZWIRN viele kleine Falten GESTIFTELT hab. Im Zimmer meiner Tochter liegt noch ein Gebirge von Klamotten und FIRLEFANZ, das regelmäßig entsteht, wenn sie sich abends aufSCHNIEGELT, wie es sich für einen BACKFISCH gehört. Es GEZIEHMT sich nicht, das so liegen zu lassen, da braucht es von Mama mal wieder eine GARDINENPREDIGT für den kleinen WILDFANG.
    In meiner Küche fand ich noch die KERICHTschaufel und ein paar Stücke IRDENWARE in den Regalen zwischen anderem GEDÖNS und SCHNICKSCHNACK.
    Heute Abend geh ich ins PANTOFFELKINO und da es leider keinen SENDESCHLUSS mehr gibt werde ich auf dem CANAPE einschlafen. 🙂

    Oh Martina, vielen Dank für diese wunderschöne Idee! Sonst tausche ich solche Wörter (besonders auch welche aus unserem Dialekt) immer wieder gerne mit meiner Mama und wir haben beide richtig Spaß daran. Ich freu mich, das ich das hier mit so vielen Teilen kann. Vielleicht findet sich noch ein kleines Plätzchen in deiner Wörterdose.

    Ich wünsche dir und allen Raumseelen einen entspannten Sonntag,
    Petra

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Das ist kein kleines Plätzchen in der Wörterdose, liebe Petra, das ist ein mittelgroßes! :-))) Wunderbare Wörter! Herzlich! Martina

  • Ursula
    17. April 2016

    damenspende
    ballkarte
    paternoster
    twinset
    affenschaukel
    bubikopf
    bubikragen
    kulturbeutel
    schrankkoffer

  • Ursula
    17. April 2016

    ABC- Schütze
    Tafelklassler
    Blaustrumpf
    Eiderdaune
    Federbett
    potzblitz

  • Ursula
    17. April 2016

    Fersengeld geben
    Hagestolz
    Botanisiertrommel
    Wams
    Tropfenfänger
    Kaiserwetter
    schönbrunngelb

  • Ursula
    17. April 2016

    knicksen
    einen Diener machen
    Sommerfrische
    Küss die Hand
    gnä Frau
    gschamster Diener
    Liftboy
    Hotelpage

  • Ursula
    17. April 2016

    kalte Mamsell
    Leierkasten
    Testbild
    Bierwärmer
    Freier
    Milchpilz
    bodenscheu

  • Ursula
    17. April 2016

    Waschrumpel
    Zugehfrau
    verlustieren
    Rossschwanz
    Posamenten
    Beichtzettel
    Katechismus

  • Ursula
    17. April 2016

    Rechenschieber
    Stopfpilz
    Concierge
    Hausmeisterin
    Fußabstreifer
    Bettvorleger

    Oh mein Gott – was hast du angezettelt, Martina? Jetzt quillt es endlos heraus….
    Ursula

  • Ursula
    17. April 2016

    heischen
    sich verzehren
    Lauser
    marod
    Kachel
    Stehbierhalle
    Milchtrinkhalle
    Lichtspielhaus
    hutschen
    Stanniolpapier

  • Ursula
    17. April 2016

    Scherenschleifer
    Drehorgelmann
    seinerzeit
    Adamskostüm
    Augenschmaus
    Augenweide
    Kurschatten

  • Ursula
    17. April 2016

    Brausepulver
    Selbstbinder
    Badeofen
    Fräulein
    Kracherl
    Sodawasser

  • Ursula
    17. April 2016

    Turnpatschen
    Liebchen
    Augenstern
    Holde
    putzig
    herzig
    Maid
    Diwan
    Appliken
    Weitling
    Gummihund

  • Ursula
    17. April 2016

    Ringelspiel
    Teppichklopfer
    Pracker
    Kleiderpeitsche
    Kölnischwasser
    Fleißbildchen

  • Ursula
    17. April 2016

    Tunichtgut
    Falott
    Zopfmasche
    Haferlschuhe
    Salettl
    Keilhose
    Schulranzen
    Wandelhalle
    Kurpavillon
    Herrenzimmer
    Kleiderablage
    Überlandpartie
    Rabattmarkerl
    Waschfrau

    • Martina Goernemann
      17. April 2016

      Usulaaaaaaa, du bist ja wohl ein wandelndes Lexikon der Wortantiquitäten! Wow! Herzliche Grüße von Martina

  • Christine Kamlah
    17. April 2016

    Stores, also Gardinen. Und dann gibt der Münchner Dialekt noch ein paar schöne her ( schön breit bayrisch ausgesprochen ):Canapé (hinten eher mit ä,dann ist es ein Sofa ),Plumont ( mit schön weichem b),Plafont und Trottoir

  • Claudia
    18. April 2016

    Liebe Martina, …leider erst heute gelesen, ich könnt mich wegschmeißen! Tolle Idee!! Ich könnte noch das Portemonaie beisteuern, das Trottoir und das (oder heißt es den?) Plafond. Dann hätte ich noch das „Fräulein“ und – wird Dir bekannt vorkommen – den Damensalon anzubieten. Zum Durchschlagpapier gehört noch Tipp-Ex (erst als Blättchen, später flüssig – ein RIESEN-Fortschritt!) und natürlich eine (mechanische, versteht sich!) Schreibmaschine. Grausen überfällt mich, wenn ich Trockenshampoo lese, da habe ich auch ein paar Erfahrungen gemacht. :-)) Und wie wär´s mit einem Tisch-Staubsauger?
    Herzliche Grüße, Claudia (Das mit dem Foto werd´ich hoffentlich auch noch schaffen…)

    • Martina Goernemann
      18. April 2016

      Leider zu spät für die Verlosung, aber nicht zu spät für die Sammeldose. Wir sammeln einfach weiter und irgendwann mache ich eine Geschichte daraus. TippEx hatte ich wirklich komplett vergessen. Gibt’s aber offenbar noch. Freu mich auf dein Foto! Herzliche Grüße aus München von Martina

  • Starke, Michaela
    19. April 2016

    Ach wie hübsch…ich liebe alte Wörter…ein paar für die hübschen Dose
    Frauenzimmer
    Kontoristin
    Vagabund
    Zuchthaus
    Gauner
    Arrest
    Liebe Grüße aus DD
    Michaela

    • Martina Goernemann
      19. April 2016

      Mensch, Michaela. Ich glaub‘ du hast zu viele Krimis geguckt! :-))) Das Frauenzimmer ist ein wirklich extrem schönes Wort. Ich versuche allerdings seit langem schon zu ergründen wie diese Kombination aus Frau und Zimmer entstanden ist und welcher tiefere Sinn ihr zu Grunde liegt. Weißt du es? Herzliche Grüße von Martina und komm gerne immer wieder zu Besuch.

  • Starke, Michaela
    19. April 2016

    „Lebe glücklich, lebe froh wie der Mops im Paletot“
    Meine geliebte Großmutter kannte viele schöne Wörter und wir hatten immer sehr viel Freude…

  • Starke, Michaela
    19. April 2016

    Könnte der Hofstaat einer Adelige sein…Kammerzofe, Gouvernante, Dienstmagd, Hofdame…
    Ich kenn das Lied „Sabinchen war ein Frauenzimmer“

  • Jane Blond
    19. April 2016

    Es sind nicht die vergessenen Nomen, die ich mag. Vielmehr Nebenwörtchen wie obschon oder wohlgleich. Ich bin da einfach antiquiert 😉
    Aber Tischbesen finde ich auch cool.

    • Martina Goernemann
      19. April 2016

      Absolut! Da ticke ich ähnlich! Schöne Sprache ist ein Hochgenuß! Einen sonnigen Dienstag wünscht dir Martina

  • Claudia
    22. April 2016

    Liebe Martina, heute bügele ich und da fielen mir meine zwei „Paradekissen“ in die Hände, die schon lange auf „Plätten“ warteten. Und da man beim Bügeln ja gut nachdenken kann, erinnerte ich mich an unsere alte Nachbarin, die ein „Vertiko“ besaß und eine alte Standuhr. Ich hab den Überblick verloren, ob diese Wörter schon in der Dose sind, aber „Paradekissen“…. Das Wort musste ich doch unbedingt noch loswerden. Hatten wir übrigens schon Einstecktuch und Kummerbund? An Kummerbund denke ich zwar immer eher, wenn die Hose mal wieder kneift, aber soweit ich weiß, handelt es sich ja dabei um eine Art breites Band,das um die Taille gebunden wird. Ein schönes Wochenende an alle! Gebügelte Grüße aus Köln. Claudia

    • Martina Goernemann
      22. April 2016

      Applaus! Schon wieder eine Handvoll gute, alte Worte. Dankeschön und ein rundherum gutes Wochenende! Herzlich! Martina

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