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Lecker

Zack! Quittengelee

Ich hatte euch versprochen, das Rezept für mein Quittengelee von der Kette zu lassen. 
Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!
Ich mache schon seit einigen Jahren Quittengelee, und jeden Herbst kommt eine neue Umdrehung dazu.
In diesem Jahr habe ich eine ganze Menge Neuerungen  ausprobiert und für gut befunden.
Ich erzähle sie euch der Reihe nach.

Aber erst einmal möchte ich einen kleinen Applaus für mein Quittenbäumchen hören …
Etwas Jubelgebrüll für das tapfere Bäumchen bitte.
Es war ein echter Mickerling als ich es kaufte.
Ich weiß nicht mehr ob es ein 9,99 Euro-Exemplar von Aldi war … mir tun da immer die Pflanzen so leid, deshalb muss ich sie mitnehmen …
oder ein Jammerteil aus meiner Lieblingsgärtnerei.
Jedenfalls sah mein Bäumchen so aus als hätte es mit dem Quittenleben schon abgeschlossen.
Im Herbst vor einem Jahr hatte es seine erste Saison in unserem Garten hinter sich. Die Ernte war noch nicht der Rede Wert. Aber heuer?
Elf Früchte!!! Elf herrliche, wohlriechende, dicke, wurmlose, grandiose Früchte.

Quitten sind schön!
Sie schmecken wie Honig und riechen wunderbar. Aber sie sind bekanntlich auch hart wie Briketts.
Für mein Gelee wasche ich ihnen nur den Pelz und schneide sie in  grobe, ziemlich große Stücke mit allem drum und dran und vor allem drin!

Die Quittenkerne sind nämlich eine Kostbarkeit. 
In USA wird viel eingekocht und dort benutzt jeder Pektin. Natürliches Pektin ist unter anderem reichlich in Kernen und Kerngehäuse vorhanden. Es unterstützt das Gelieren und hilft so mächtig Zucker zu sparen.
Bei mir sind alle Kerne mit in den Kochtopf gewandert.

Pektin gibt es auch fertig zu kaufen.
Ich habe meines aus USA mitgebracht. Gibt es aber auch bei uns zu.
Pektin ist irgendwie in Vergessenheit geraten, dabei ist es eine durch und durch natürliche Sache.

Und noch etwas, das es eigentlich schon ewig gibt, habe ich heuer zum ersten Mal benutzt.
Cheese Cloth.
In Amerika ist es noch so ziemlich in jedem Haushalt zu finden. Superpraktisch!
Bei uns heißen die Tücher Filtertücher, Passiertücher, Seihtücher oder Käsemull.
Kann man in Deutschand hier bestellen. Nicht teuer, aber eine superpraktische Anschaffung.

Die Edelstahlklammern sind natürlich auch aus USA, aber Wäscheklammern tun es genauso gut.
Die Quittenstücke werden mit Wasser bedeckt. Die Menge bestimme ich nach Gefühl.
Ich hab noch einen halben Liter naturtrüben Bioapfelsaft dazu gegeben und dann alles gekocht
bis die Quitten weich waren.
Danach ruht das Ganze.
Mindestens eine Nacht lang, damit die Aromen sich schön verteilen und das Pectin schön langsam aus den Kernen kriechen kann.
Dann wird die Schüssel mit dem Käsetuch präpariert.

Wichtig ist, dass die Klammern so stramm sitzen, dass sie das Tuch mit Inhalt tragen können.
Ich habe die Quittenmatsche in drei Durchgängen verarbeitet.
Die Saftausbeute ist mit dem Tuch deutlich höher als beim Sieb.
Warum? Weil sich das Tuch mit Inhalt regelrecht auswringen lässt.

Funktioniert wirklich toll. 
Ich hab mir mein Cheese Cloth passend zurecht geschnitten, denn das ganze Exemplar war viel zu groß.
Cheese Cloth ist aus superdünner Baumwolle und  kann nach Gebrauch guten Gewissens weggeworfen werden.
Das macht die Geleematscherei zu einer ziemlich sauberen Angelegenheit.

Ich hab aus 11 Quitten und einem halben Liter Apfelsaft eine Saftbeute vom gut 2 1/2 Litern aus dem Käsetuch gewrungen.
Guter aromatischer Quittensaft.
Die Quittenmatsche habe ich in einer Schüssel gesammelt.
Schmeißt die bloß nicht weg. Dazu komm‘ ich noch.
Der Saft wird mit einem einzigen (!) Paket Gelierzucker 3:1 verrührt, 2 Teelöffel Pektin dazu und zwei Esslöffel Zitronensaft. Der Zitronensaft muss nicht sein, aber er soll die Geliererei noch zusätzlich anfeuern, sagen meine amerikanischen Jam-Sisters.
Und was habe ich aus der Quittenmatsche gemacht?

Fruchtleder!!!
Beef Jerky für Vegetarier. Gesund und ohne zusätzlichen Zucker.
Die Quittenmatsche ist ein paar Runden im Foodprocessor Karussel gefahren. Inklusive Kerne, Kerngehäuse und Schale…
Die fein passierten Quitten dann auf Backpapier auf einem Backblech dünn aufstreichen.
Im Backofen bei 100 Grad und leicht geöffneter Tür trocknen.
Geht natürlich auch mit einem Dörrapperrat, aber den habe ich gerade meiner Freundin Renate geliehen.
Dauert ungefähr vier Stunden, dann ist das Fruchtleder noch so biegsam, dass man mit der Schere schöne Stücke schneiden kann. Die Stücke noch eine Nacht auf dem Kuchengitter weiter trocknen lassen. Zack! Lecker!

Insgesamt habe ich 10 Gläser Quittengelee erbeutet. 
Obendrein ein großes Einmachglas voller Fruchtlederstücke und wisst ihr was mir ganz besonders gut gefallen hat?
Das nichts, aber auch gar nichts von meinen kostbaren Quitten weggeworfen werden musste.
Ich kann euch Käsetücher und Pektin wirklich wärmstens empfehlen, denn was bei Quittengelee funktioniert, funktioniert natürlich auch bei Apfelgelee, Himbeergelee, Birnen-, Brombeer- und Traubengelee … und irgendwann mache ich wahrscheinlich auch mal Käse mit den Käsetüchern.

By Martina Goernemann, 25. Oktober 2017
  • 37
37 Comments
  • Longine Reichling
    25. Oktober 2017

    Hallo Martina!
    Inzwischen kann ich wieder so lala auftreten und war im Saarland. Da, auf dem Markt gab es keine Quitten, nirgends. Man sagte mir, es sei ein schlechtes Quittenjahr gewesen, nicht der Rede wert. Umso mehr freue ich mich über deine Ausbeute. Übrigens statt Cheese Cloth kann man auch normales Gaze nehmen, kriegt man fertig geschnitten in der Apotheke. Alles Liebe Longine

    • Martina Goernemann
      25. Oktober 2017

      Meiner Erfahrung nach sind die Gazestücke aus der Apotheke erheblich zu klein für diese Zwecke und viel zu teuer, liebe Longine. Schön, dass es dir wieder besser geht. Herzlich! Martina

  • Claudia
    25. Oktober 2017

    Liebe Martina, Glückwunsch zu der tollen Quittenausbeute! Ich mag Quittengelee auch sehr gerne. Und Hildegard von Bingen hat die Quitten schon damals zur Stärkung von Herz und Kreislauf empfohlen. Nicht nur als Gelee, sondern auch gebraten. Zum Frühstück zum Beispiel. Gebraten sollen sie ja auch sehr lecker schmecken. Mit Honig und Walnüssen. Man sollte die Kerne nur nicht roh verzehren, da sie Blausäure enthalten sollen. Vielen Dank für das schöne Rezept und die Anregung mit dem Fruchtleder. Das ist eine tolle Sache! Mal gucken, ob ich noch irgendwo Quitten erwische? Im Supermarkt hab ich noch keine gesehen, aber man könnte ja mal beim Obst- und Gemüsehändler nachfragen… so wie früher. Überhaupt…. fällt Euch auch auf, dass es immer weniger Fachgeschäfte gibt? Jetzt hat der letzte Schuster bei uns zugemacht. Der nächste ist 3 km entfernt und ein sog. „Service-Point“. Es gibt keine Kurzwarengeschäfte mehr, keine Wollgeschäfte, keine Drogerie… Für alles muss man in ein Kaufhaus gehen und da ist die Auswahl nur beschränkt und alles so unpersönlich. Manchmal, da wünsche ich mir „die gute alte Zeit“ zurück. Habt Ihr auch manchmal so „Anfälle“, dass Ihr mit Wehmut an früher denkt? Seufz.
    Ich wünsche Euch einen schönen, gesunden und heiteren Tag! Liebe Grüße. Claudia

    • Martina Goernemann
      25. Oktober 2017

      Ja, diese Anfälle kenne ich. Obwohl eigentlich alles „viel einfacher“ geworden ist, weil man ja im Internet bestellen kann. Da gibt es sogar Quitten …
      Trotzdem würde ich keine frischen Sachen online bestellen. So weit bin ich noch nicht. :-)))) Blausäure ist übrigens in allen Obstkernen, Claudia. Aber die kleine Menge in den winzigen Kernen von ein paar Pfund Quitten ist nicht schlimm. Ich will euch herzallerliebsten Raumseelen ja nicht vergiften. Einen schönen Tag wünscht dir deine Hauptfilialleiterin.

      • Claudia
        25. Oktober 2017

        Hallo Martina, ja, das mit der Blausäure dachte ich mir auch so, dass es nicht schlimm ist. Habe es nur kürzlich mal in einer Zeitschrift gelesen, dass man sie nicht roh essen sollte (die Leute kommen ja auf die schrägsten Ideen). Ist bei Bohnen ja auch so. Aber, da man den Gelee ja kocht, sind auch die Kerne nicht mehr roh. Somit alles gut.
        Heutzutage ist sicherlich vieles einfacher. Das stimmt wohl in so einigen Bereichen. Das Internet, z.B. möchte ich nicht mehr missen. Aber es müsste gelingen, einen Zirkelschlag zwischen der modernen Lebensweise und der inneren Ruhe zu finden. Vermutlich gehören gerade Dinge wie das Kochen von Quittengelee oder Aufbereiten alter Möbel dazu, dass wir nicht komplett aus dem Ruder laufen. Danke, dass Du uns immer wieder ein Stück dorthin bringst. Ich glaube, ich bin heute ein bisschen sentimental. Beste Grüße aus dem Kellerbüro. Claudia

        • Martina Goernemann
          25. Oktober 2017

          Wenn ich meine Ruhepunkte nicht hätte, wäre ich wahrscheinlich schon völlig kirre. Wir verstehen uns, Soulsister. Grüße ins Kellerbüro vom sonnengesprenkelten Schreibtisch in München. :-))))

        • gertrud carey
          25. Oktober 2017

          Liebe Claudia, manchmal geht es mir auch so wie Dir, obwohl ich nicht denke dass früher alles besser war. In mancher Hinsicht war es einfacher, in einem Kaufhaus bin ich oft überfordert mit dem riesigen Angebot. Und was mir Gedanken macht und was ich so schade finde, Dörfer und vor allem Städte verlieren ihren Reiz und ihren Charakter wenn die kleinen Läden verschwinden. Das ist auch bei uns in Luzern so, da gibt es immer mehr Uhren und Schmuckläden, die grossen Anbieter natürlich. Ich denke es hat sicher damit zu tun, dass die Mieten unbezahlbar geworden sind.
          Dafür haben wir den grossen Markt der jeden Dienstag und Samstag stattfindet, da kommen die lokalen Produzenten und auch Bauern aus der Umgebung. Und ich versuche so oft wie möglich die kleinen Läden zu unterstützen indem ich dort einkaufe. wie zum Beispiel hier beim Dorfbäcker. Aber die Zeit lässt sich halt nicht zurück drehen.
          Ich versteh Dich sehr gut Claudia, mir geht es oft genauso, und ich bin sicher, dass unser modernes Leben, das oft laut und schnellebig ist, für viele Menschen eine grosse Herausforderung ist. Ich versuche immer mal wieder, mir eine Zeitinsel zu verschaffen, etwas weniger perfekt zu sein, Manchmal gelingt es, manchmal nicht.
          Und dann habe ich ja noch meine ganz persönliche Insel, sie ist grün und unglaublich erholend und erdend, da finde ich immer wieder meine innere Ruhe.
          Dafür bin ich unendlich dankbar.
          Ich wünsche Dir Zeiten der Ruhe und Orte wo du auftanken kannst liebe Claudia. Hab es gut, Herzlich gertrud

          • Claudia
            25. Oktober 2017

            Liebe Gertrud, ja, ich glaube um Dein Cottage auf der grünen Insel beneiden Dich hier so manche – jedoch mit sehr viel Wohlwollen und ohne Missgunst. Es ist wichtig, dass man sich seine kleinen Inseln schafft. Einfach ist das nicht. Besonders, wenn der Alltag so vollgestopft ist mit allerlei Kram und auch die Wochenenden mutieren immer mehr zu Erledigungs-Tagen, wenn man den Rest der Woche arbeitet. Solche Dinge, wie Gelee einkochen oder Kuchenbacken können da echt schon zur meditativen Arbeit werden. Wie gut, dass es die Raumseelen-Seite gibt – holt einen immer wieder ein bisschen „nach Hause“. Egal wo man gerade ist oder was man gerade tut. Hab einen schönen Tag, liebe Gertrud, und lass es Dir gut gehen! Liebe Grüße Claudia
            P.s.: Was die kleinen Geschäfte und Händler im Umkreis angeht, so war ich erfreut, dass die „jungen Leute“, wie z.B. meine Töchter und ihre Freunde unter dem Motto „Protect your local dealer“ grundsätzlich erst überlegen, ob es ein Geschäft in der Nähe gibt, bevor sie beim großen Versand bestellen. Außerdem gehen sie viel zum Sozialkaufhaus. Meine ältere Tochter hat dort kürzlich einen tollen Blazer von „comma“ erstanden. Ich war ganz begeistert.

      • Ursula
        25. Oktober 2017

        Hallo,
        Kerne essen ja auf jeden Fall auch wenn Sie Blausäure enthalten, denn natürlicher geht es gar nicht Viren und Baktierien vernichten. Also keine Panik ein paar Kerne schaden nicht. Grapefruitkerne z.B. super. Allerdings bezweifle ich sehr dass bei den heutigen Züchtungen und Düngemitteln überhaupt noch wirklich die ganzen Stoffe überall drin sind.
        LG
        Ursula

        • Martina Goernemann
          25. Oktober 2017

          Danke für den Hinweis, Ursula. Meine Quittenkerne haben jedenfalls eine menge Pektin ausgespukt. :-))) Herzlich! Martina

  • Christina
    25. Oktober 2017

    Liebe Martina
    Danke schön, das Gelee werde ich mit Freude nachmachen.Die Quitten sind zur Zeit noch als Dekoration in der Fruchtschale und duften fein vor sich hin.
    Toll wie viel aus diesen Früchten gemacht werden kann.
    Einen sonnigen Herbsttag und liebe Grüsse auch an alle Raumseelen Christina

  • gertrud carey
    25. Oktober 2017

    Guten Morgen liebe Raumseelen, guten Morgen liebe Martina
    Ich liebe Quitten, und alles was man daraus machen kann. Schon der Anblick und der Duft einer Quitte finde ich himmlisch. Allerdings muss ich zugeben, dass ich schon viele Jahre keinen Gelee mehr gemacht habe, irgendwie scheue ich den Aufwand. Darum gefällt es mir dass Du die ganze Quitte kochst, ich liebe auch Quittenkonfitüre, fast noch ein bisschen mehr als den Gelee. Dazu muss aber die Quitte geschält und entkernt werden, wobei es mir persönlich gar nichts ausmacht wenn da ein paar Kerne in der Konfitüre sind. Deine Quitten-Bilder sind sehr “ anmächelig“, das ist Schweizerdeutsch und bedeutet soviel wie, appetitlich oder das macht mich an, da fällt mir ein, dass ich vor ein paar Tagen einen kleinen Zettel gefunden habe, ich muss gleich mal schauen wo er ist…..
    Da hab ich ihn, er war im Altpapier, jemand muss diesen Zettel entsorgt haben. Vielleicht weiss eine Raumseele mehr darüber, ich kann den Inhalt des Textes nur erahnen:
    DAT DU MIN LEEVSTEN BÜST so der Titel. Dat du min Leevsten büst, dat du wohl weest. Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht, segg, wo du heest.
    Komm du um Mitternacht, kumm du Klock een. Vader slöppt, Moder slöppt, ich slaap alleen.
    Klopp an de Kammerdör, fat an de Klink. Vader meent, Moder meent, dat deit de Wind.

    So ich habs genau so abgeschrieben wie es auf dem kleinen Zettel steht. Jede Sprache hat ja ihre Dialekte, das ist auch bei uns in der Schweiz so.
    Spricht Jemand von den Raumseelen diesen Dialekt, oder diese Sprache?

    Ich finds ganz herrlich und bricht mir fast die Zunge, aber nach ein paar Mal lesen, vergeht es schon fast auf der Zunge.

    Habt es gut meine Lieben, geniesst den goldenen Tag.
    Herzlich gertrud

    • Martina Goernemann
      25. Oktober 2017

      … ich würde zu gern hören, wie du mit deinem Schweizer Akzent dieses Gedicht vorträgst!!! Eigentlich ist es ein Lied. Ein schönes Lied. Ich hab das ganz, ganz oft gesummt um meinen Sohn in den Schlaf zu wiegen als er klein war. Ich kann nämlich kein plattdeutsch und hab mich an den Text nicht rangetraut. Aber die Melodie hat Tim immer sehr schön einschlafen lassen. Hab einen guuuuten Tag. Herzlich! Martina

    • Claudia
      25. Oktober 2017

      Ja, das ist wunderschön, das Lied. Meine Schwester war in erster Ehe mit einem Mann aus Husum verheiratet und da sie ein großes Talent in Sachen Dialekte ist, konnte sie Norddeutsch im Nullkommanichts. Das Lied hat sie auch meinem Neffen und meiner Nichte vorgesungen. Daran kann ich mich gut erinnern. Himmel, das ist nun auch schon über 30 Jahre her. Kinder, wie die Zeit vergeht. Ein schönes altes Lied mit einem herrlich romantischen Text.

  • Susann aus Hannover
    25. Oktober 2017

    Hallo Gertrud und Martina und alle Raumseelen,

    der Text von dem schönen plattdeutschen Lied geht ungefähr so:

    Das du mein Liebster bist, das du ja weißt –
    komm in der Nacht, komm in der Nacht – sag wie du heißt…..

    das wäre die Übersetzung dieser letzten 4 Worte. Aber das ist ja eigentlich unlogisch, gell? Eine Frau, die den Namen ihres Liebsten nicht kennt???? Aber lt. Wikipedia können auch andere das nicht wirklich korrekt übersetzen. Weiter geht es im Text:
    Komm du um Mitternacht, komm um Schlag Eins,
    Vater schläft, Mutter schläft, ich schlaf allein.
    Klopf an die Kammertür, faß an die Klink (e),
    Vater meint, Mutter meint, das tut der Wind.

    Das ist wirklich ein schönes Lied und hat auch noch einige andere Strophen, die im Wiki mit aufgeführt sind. Über das Lied gibt es dort tatsächlich einen sehr langen Eintrag, was ich ganz erstaunlich fand.

    Martina, Quitten sind mir ein Graus… aber Quittengelee mag ich gern – es ist schon komisch, was man manchmal für einen ulkigen Geschmack hat. Bislang hatte ich immer nur das Gelee einer bestimmten Marmelade-Firma. Aber dein Rezept hört sich sooo einfach an, daß ich im Hinterkopf behalte, es auszuprobieren. Wahrscheinlich nicht mehr dieses Jahr, wenn es eh kaum noch Quitten gibt, aber nächstes Jahr bestimmt. Und wenn man Zucker sparen kann, umso besser 🙂

    Nun habt alle einen wunderbaren Mittwoch!

    Lieben Gruß von Susann aus Hannover

  • Bauke
    25. Oktober 2017

    Liebe Susanne,Gertrud,Martina und alle Raumseelen.
    Das ist ein altes plattdeutsches Liebeslied.
    Das Mädchen kennt sehr wohl den Namen des Liebsten,da er aber ja im dunkeln an die geschlossene Tür klopft,soll er ihr seinen Namen sagen m,damit sie ihn herein lässt…

    Liebe Claudia auch ich vermisse die kleinen Fachgeschäfte,vor allem konnte man da auch „fachlichen“ Rat bekommen.
    Es wird alles anders,nur nicht immer wirlich besser.
    LG an euch alle von Bauke.

    • Claudia
      25. Oktober 2017

      Das macht Sinn, liebe Bauke! Danke für die Erklärung. Ehrlich gesagt, hab ich so weit gar nicht gedacht 🙂
      Wünsche einen schönen Abend. Steige nun empor aus dem Keller-Büro ins dämmrige Licht des Tages und trete den Heimweg an.
      Liebe Grüße. Claudia

  • Bauke
    25. Oktober 2017

    Liebe Martina,
    es freut mich,dass Dein Bäumchen so gut getragen hat,diese Jahr war es ja eher schlecht mit Obst.Ich erliege auch zu oft der Versuchung „arme“Discounter/Baumarktpflanzen mit zu nehem und aufzupäppel,oft machen sie einem dann besondere Freude.
    Fruchtgelee/Marmelade ist nicht so ganz meins,aber die Zubereitung hört sich einfach an und Fruchtleder liebe ich.Das verführt mal wieder zum nach machen.
    LG Bauke

  • Bauke
    25. Oktober 2017

    …nehmen und aufzupäppeln…
    ; ))

  • Katrine
    25. Oktober 2017

    Liebe Raumseelen, ich lese bei euch schon eine ganze Weile mit, ohne mitzuschreiben. Beim Lesen eurer Kommentare ist mir wieder eingefallen, dass meine Mutter früher Quitten immer mit in den Schrank zur Bettwäsche gelegt hatte. Kein Witz! Ich werde einfach es ihr einfach mal gleichtun. Ich wünsche euch allen noch einen schönen Nachmittag! Liebe Grüße, Katrine

    • Martina Goernemann
      25. Oktober 2017

      Das ist eine feine Idee, liebe Katrine! Quittenduft in der Bettwäsche stelle ich mir toll vor. Herzliche Grüße und herzlich willkommen! :-))))

  • gertrud carey
    25. Oktober 2017

    Meine Lieben, ich wusste doch dass da einige von Euch dieses Lied kennen, ist es nicht lustig was sich so im Altpapier findet..Kinder lieben es mit einem Lied in den Schlaf gesungen zu werden, das ist ein ganz wunderbares Abendritual. Erinnert sich Dein Tim noch daran Martina?
    Danke fürs übersetzen liebe Susann, ein sehr lieblicher Text, aber in „Schwiizerdütsch“ wäre es wohl schade drum. Und liebe Bauke, ich würde auch zuerst nach dem Namen fragen wenn in dunkler Nacht ein Mann an meine Cottage Türe klopft..hihi

    Liebe Claudia, weisst Du was ich glaube und überzeugt bin, viele junge Leute sind sehr bewusst was Umwelt und Ernährung betrifft, ich sehe dass da ein Umdenken stattfindet und das macht mir Hoffnung, Entwicklungen und Veränderungen brauchen einfach ihre Zeit. Aber ich glaube fest an die Zukunft der Menschheit, und Du hast recht, wir müssen dem Leben schöne und gute Nahrung geben, und da gehört Martinas Blog definitiv dazu.
    Habt alle einen schönen Abend, herzlich gertrud

    • Martina Goernemann
      25. Oktober 2017

      Ich werde Tim fragen heute abend, ob er sich noch erinnert! Ich sag bescheid :-))))

  • Katrin
    25. Oktober 2017

    Einen schönen Abend ihr Lieben – alle!:)
    Danke für dein Rezept Martina!:)
    …ich werde es drauf ankommen lassen, ob ich nach Allerseelen noch was machen kann mit meinen Quitten – es sind viele und sehr große , ich denke Birnenquitten (-und deine sind wohl Apfelquitten??…)
    Sonst geb ich „den Auftrag“ an meine Mama weiter…;-)…
    Jedenfalls habt ihr so schön heute geschrieben und ich freu mich, dass es deinem Haus gut geht im grünen Irland Gertrud:)!!!!
    …bei uns etablieren sich zum Glück auch die Sozialkaufhäuser Claudia:) diese Einrichtungen finde ich sehr wertvoll:)
    Und die Musestunden bei den Raumseelen sind natürlich auch wertvoll:)!!

    So, ich mach mich jetzt noch mal ans Fertigpacken – heut Nacht geht’s los 🙂
    Liebe Grüße an euch alle:)
    Katrin

    • Martina Goernemann
      25. Oktober 2017

      Guuuuuute Reise!!!!:-)))))

    • gertrud carey
      26. Oktober 2017

      Liebe Katrin
      Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine gute Reise, und einen tollen Aufenthalt in Amerika, geniesse es und wenn es geht, melde Dich mal..
      Herzliche Grüsse
      gertrud

    • Monika
      26. Oktober 2017

      Liebe Katrin!
      Ich wünsche euch auch nochmal einen schönen Urlaub. Und kommt alle gesund und munter zurück.
      LG, Monika

  • Susann aus Hannover
    26. Oktober 2017

    Guten Morgen Raumseelen,

    gestern kam ich nicht mehr dazu, hier vorbei zu schauen.

    Liebe Gertrud, das Schwiizerdütsch ist schon eine besondere Sprache. Ich hab mal an einer Gruppenreise in USA teilgenommen, bei der unser Fahrer und ein anderes Paar aus der Schweiz stammten und sich oft auf schwiizerdütsch unterhielten. Für meine Ohren hörte sich die Sprache schon sehr fremd an. Bestimmt gibt es aber auch in dieser Sprache Liedertexte und Gedicht, die sich schön anhören und sich reimen und das dann trotzdem „erkennbar“ ist für alle, die die Sprache an sich nicht verstehen. Auf jeden Fall hatte ich gestern dank dir einen schönen Ohrwurm für den Rest des Tages, weil ich im Kopf immer dieses Lied gesummt habe, an das ich vorher lange nicht gedacht hatte 🙂

    Das wir dem Leben schöne Nahrung geben müßen und das damit nicht nur Essen und Trinken gemeint ist, das habt ihr wunderbar gesagt !

    Bauke, du hast recht, wer im Dunkeln klopft, sollte sich auch zu erkennen geben. Wie Claudia hab auch ich nicht so weit gedacht…

    Ihr Lieben, ich kaufe auch lieber in den kleinen inhabergeführten Geschäften und unterstütze sie in meinem direkten Stadtteil und der City von Hannover. Auch auf Reisen versuche ich, dies so zu machen. Im www bestelle ich nur, wenn es den Artikel überhaupt nicht in meiner Umgebung gibt. Und das funktioniert auch immer besser. In meinem Stadtteil hatte eine Frau den Mut, einen kleinen Schuhladen zu eröffnen. Die Auswahl ist schön und was nicht in der passenden Größe da ist, kann sie bestellen. Mein Mann und ich kaufen jetzt dort unsere Schuhe.

    Nun wünsche ich euch allen einen wunderbaren Donnerstag, auch wenn das Aufstehen im Dunkeln doch schwer fällt. Aber inzwischen ist hier die Sonne ein bißchen heraus gekommen. Mal sehen, wie lange sie sich gegen den angekündigten Regen und Sturm durchsetzen kann.

    Liebe Grüßen von Susann aus Hannover

  • Martina aus dem Moos
    26. Oktober 2017

    Hallo liebe Raumseelen, liebe Martina,
    seit einiger Zeit arbeite ich noch nebenbei bei meiner Freundin am Gemüsesand in München mit. Es freut mich sehr, dass es dort viele Menschen gibt die frische Ware einkaufen, sie erfahren durch Hofführungen und Hoffeste wie und was dort produziert wird. Was nicht von dort kommt wird von anderen Bauern in unserer Umgebung dazugekauft. Da kann es schon mal sein, dass der Salat Läuse beheimatet, weil er nicht gespritzt ist. Auch der Erntevorgang wird durch Maschinen gezeigt, sowie die Lagerung des Gemüses. Viele Fragen können somit persönlich beantwortet werden. Es ist echt schade das auch bei uns auf dem Land die kleinen Läden zumachen müssen, ich würde gerne dort einkaufen, schon allein wegen der guten Gespräche. In der heutigen Zeit kommt halt alles anonymer daher, finde ich.
    Quittengelee habe ich noch nie probiert, liebe Martina. Danke für die Anregung und die schönen Bilder.
    Herzlichste Grüße aus dem Moos eure Martina

    • Martina Goernemann
      26. Oktober 2017

      Das finde ich ja spannend, Martina. Wo gibt es denn das frische Gemüse aus dem Erdinger Moos? Ist für die Raumseelen aus München sicher interessant.
      Schreib uns doch WO und WANN und dann komme ich bestimmt mal vorbei! :-))))

  • Claudia
    26. Oktober 2017

    Hallo zusammen, wo find ich denn jetzt nochmal die Seite zum Hochladen bzw. Bearbeiten vom Kommentarfoto (bei mir der Dom)? Ich hab komplett vergessen wie das heißt und kann auch hier in der Suchfunktion nichts finden. Steh heute irgendwie auf dem Schlauch… Danke schon mal für Eure Hilfe. LG Claudia

  • Claudia
    26. Oktober 2017

    Na, kein Wunder. Ich hab immer „Avatar“ eingegeben. Kein Wunder, dass das nix wird. Vielen Dank, liebe Martina, für die schnelle Antwort. 🙂

  • Martina aus dem Moos
    26. Oktober 2017

    Hallo liebe Martina,
    ich am Rotkreuzplatz in der Yesenburgerstraße . Immer wenn es Zeitlich bei mir geht bin ich mit dabei. Es macht mir sehr großen Spaß dort und ich habe super nette Kollegen an meiner Seite. Wir sind nicht in allem Bio, das muß ich auch noch dazu sagen.
    Einen schönen Abend
    deine Martina

  • Martina aus dem Moos
    26. Oktober 2017

    Ups hab die Tage vergessen
    Die. von 8 Uhr bis 14.30 Uhr
    Fr. 8 Uhr bis 18.00 Uhr
    Sa. 8 Uhr bis 14.30 Uhr
    bis bald deine Martina

  • Uta
    2. November 2017

    Hallo Martina,
    ich lese seit einiger Zeit öfter deinen Blog. Schön, dass du so die Balance halten kannst zwischen Schmunzel- Posts und Ernsthaftigkeit. Gut, wenn man nicht alles zu schwer nimmt, aber den wichtigen Dingen auch Gewicht gibt.
    Quitten für Gelee, Quittenbrot (ähnlich wie das Leder nur dicker) und Quittenlikör (einfach mit Wodka und Zucker ansetzen und nach ein paaer Monaten abfüllen- lecker) habe ich mir schon organisiert. Kommen in der nächsten Woche bei mir angerollt von meinem Onkel. Freue mich schon auf den Duft im Haus- einfach nur, wenn man daran vorbeigeht.
    Für das Durchseihen nehme ich seit Jahren ganz ordinäre Mullwindeln- neue natürlich. Die sind auch stabil, gut durchlässig und kochbar. Und man kriegt sie überall.
    Wünsch dir einen leckeren Herbst
    Uta

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